frühstück mit freunden

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„Ich weiß!", flüsterte ich leise vor mich hin, wobei ich mir nicht sicher war, ob er es wirklich hören konnte.
Seine Hände suchte meine Taille. Mein Busen wackelte im Rythmus mit Wesleys Stößen und ich hatte das Gefühl gleich zu explodieren, wenn ich nicht einmal gescheit ausatmete. Das mit dem „Ich gebe keinen Ton von mir" klappte nicht sehr gut, aber ich gab trotzdem mein Bestes. Schließlich wollte ich nicht durchs ganze Haus schreien. Das war alles andere als leicht alles so zurückzuhalten, vor allem war Wesley mir da auch keine große Hilfe, indem er es immer weiter trieb, bis ich zum Höhepunkt kam. Ich konnte mir Nichteinhaltung die Hand vor den Mund halten, weil ich sonst in mir einknicken würde. Ich presste meine Arschbacken so fest zusammen, sodass nicht einmal ein Stück Papier dazwischen gepasst hätte. Meine Unterlippe zitterte. Dieses unbeschreibliche Gefühl durchfloss mich. Man konnte schlecht sagen wie es sich anfühlte. Dafür war es zu gut. Was auch immer in diesem Moment aus meinem Mund kam, ich hatte keine Chance es irgendwie zurückzuhalten.

Gestern war nicht mehr wirklich viel passiert. Wir hatten uns angezogen und auf die Coach gelegt, wo wir dann beide irgendwie eingeschlafen waren. Wirklich etwas geredet hatten wir nicht.
"Das Traumpaar sollte jetzt mal aufstehen.", hörte ich eine Stimme sagen und jemand zog mir die Decke weg.
"Jaja, gleich!", motzte ich verschlafen und wollte mir die Decke wieder holen. Stattdessen berührte ich irgendwelche Haare und zog daran.
"Aua!", quengelte eine andere Stimme herum und ich drehte mich in die andere Richtung. Das Problem war nur, dass da nichts mehr war und ich einfach von der Coach fiel. Es machte einen dumpfen Schlag und ich knallte hart auf dem Boden auf. Langsam öffnete ich nun endlich die Augen. Wirklich wehgetan hatte ich mir dabei nicht. Wesley war nun auch wach und sah verschlafen zu mir. Im Raum waren alle, die gestern noch hier geblieben waren und beobachteten uns.
"Guten Morgen!", lächelte ich, wobei ich mir keine Mühe gab, sodass es nicht irgendwie nett klang.
"Er hat hier geschlafen.", stellte mein Bruder fest. Ich lachte:
"Ja, und? Wir haben einen Film geschaut und sind zwischen drinnen beide irgendwie eingepennt.", log ich und schüttelte den Kopf, weil mein Bruder mir jetzt schon auf die Nerven ging mit seiner Masche.
"Ich habe Kopfweh. Könnt ihr bitte nicht so rumschreien!", bat Wes uns und hielt sich die Ohren zu. Wie es aussah, hatte er einen Kater.
"Wir frühstücken.", meinte Feli und half mir freundlich auf.
Ich musste schon etwas komisch da stehen. Um ganz ehrlich zu sein hatte ich irgendwie Schmerzen von gestern Nacht. Ich hoffte einfach nicht, dass man irgendwas an meiner Gangart erkennen konnte.
"Wir kommen gleich nach. Fangt doch einfach schonmal an!", bat ich sie und alle bis auf Wesley verschwanden aus dem Raum.
"Gehts dir gut?", fragte er, als wir sicher waren, dass uns niemand hören konnte.
"Nicht wirklich.", gab ich zu und setzte mich langsam auf das Sofa.
"Fuck!", fluchte Wes nun etwas zu laut und setzte sich neben mich.
Er schien ziemlich ziemlich müde und überanstrengt zu sein. Durch seine kleinen Augen starrte er mich an, die fast komplett zu geschwollen waren, weil er so fette Augenringe hatte. Seine Haare waren noch verstruppelter als sonst und auf seinem Gesicht waren mehrere Abdrücke von der Coach.
"Du siehst scheiße aus.", bemerkte ich lustlos und ließ mich nach hinten fallen.
"Ich weiß.", murmelte er und sah meine Hände an.
"Was ist das?", fragte er flüsternd und nahm mein Handgelenk in seine Hände.
"Ich hab absolut keine Ahnung!", fluchte nun auch ich ohne wirklichen Grund und pfefferte die Fernbedienung auf den Boden.
"Lass uns zu den anderen gehen!", schlug Wesley vor und trottete aus dem Wohnzimmer. Schon jetzt wusste ich, dass dieser Tag so blöd werden würde, dass ich am liebsten einfach verrecken würde.
Ich atmete einmal tief durch und folgte ihm dann.
Die Sonne scheinte bereits und zeigte sich von ihrer besten Seite. Alle saßen bereits draußen am Frühstückstisch, wo sie einiges hergerichtet hatten und unterhielten sich lautstark. Ich setzte mich zwischen Wes und Nathalie, da sonst sowieso alles besetzt war. Sophie hatte natürlich mal wieder dafür gesorgt, dass Wesley neben ihr saß.
"Geh wieder ins Bett, Wes! Du siehst aus, als hättest du nichts geschlafen.", meinte Deric und lachte.
Hatte er ja auch fast nicht. Ich schnappte mir ein Brötchen.
"Halts Maul!", zischte Wes und rieb sich die Augen.
"Er war bestimmt anderweitig beschäftigt.", grinste Sophie und sah zu mir. Sie hatte Recht.
"Ich lass ihn nicht ran.", stöhnte ich genervt und warf ihr einen bösen Blick zu.
"Ja klar! Wärs glaubt", verspottete sie mich und warf ihre Haare zurück.
"Wo ist eigentlich mein lieber Bruder?", informierte ich mich bei den anderen und ignorierte Sophie.
"Er ist bei dieser komischen Vanessa. Anscheinend hat sie letzte Nacht ziemlich viel gekotzt. Blasen kann sie ja dann wohl nicht.", sprach Sophie wieder für alle anderen, wobei das was sie sagte wie immer keinen Sinn ergab.
"Du mischt dich in meine Beziehung mit Wesley ein. Okay, tu das! Aber bitte lass meinen Bruder einfach in Ruhe!", bat ich sie und biss in mein Brötchen.
"Du bist langweilig, Annabelle.", gähnte sie und drehte sich kopfschüttelnd weg.
Ich verdrehte die Augen und seufzte.
"Könnt ihr euch bitte etwas unauffälliger um mich streiten?", fragte Wes plötzlich und klatschte fast mit dem Kopf auf die Tischplatte, weil er so fertig war.
"Genießt du das nicht?", lachte Deric und ich sah hinter mich, wo gerade mein Bruder und Nessa aus der Tür traten.
Ja rückte den beiden noch zwei Stühle zurecht, sodass sie sich zu uns setzen konnten.
"Wie geht es dir?", fragte Feli besorgt und musterte sie genau.
"Viel besser.", behauptete sie und sah auf.
Vanessas Haare waren zwar komplett verstruppelt, aber ansonsten sah sie total fit aus im Gegensatz zu Wesley.
"Was hat er denn?", wollte Nessa nun wissen, zeigte zu Wes und holte sich eine Müslischale.
"Zu viel Alkohol und zu viel Sex.", antwortete diesmal Nathalie.
Ich konnte es nicht leiden, wenn andere einem ins Wort fielen. Mein Bruder sah auf zu mir. Ich atmete tief durch und faltete die Hände, um mich selbst zu beruhigen. Wieso mussten sich da alle bitte immer einmischen?
"Er hat etwas zu viel getrunken.", stöhnte ich und sah erst zu meinem Bruder und dann zu Wes, der komplett eingeklappt da saß.
"Wes. Hey!", rüttelte ich ihn wach und nahm seinen Kopf in meine Hände. Er öffnete seine Augen minimal, um mich anzusehen.
"Ich verrate dir ein Geheimnis.", grinste er, als wäre er jetzt voll besoffen.
"Was ist los?", fragte ich und ohrfeigte ihn leicht, damit er mich wieder ansah.
"Ich muss kotzen, Belle!", flüsterte er leise und vergrub seinen Kopf an meinem Nacken.
"Wir gehen jetzt rein. Los! Hopp! Steh auf!", forderte ich ihn auf und erhob mich langsam.
"Ich kann nicht.", wisperte er leise und gab ein ziemlich komisches Geräusch von sich.
"Du musst aber. Wir suchen dir jetzt ein hübsches Klo und dann kannst du gerne alles raus lassen.", versprach ich ihm und versuchte ihn hochzuheben, was nicht so funktionierte.
"Wes, los!", verlangte ich von ihm.
Er stand tatsächlich irgendwie auf und verlagerte dabei den größten Teil seines Gewichtes auf mich, sodass ich Mühe hatte gerade zustehen.

One day you'll understand whyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt