wie? schwanger?

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Ich hatte mich selten so scheiße gefühlt.
"Ist mir egal! Ich bin über dich hinweg, was aber nicht heißt, dass wir nicht trotzdem miteinander schlafen können. Wir sind beide kaputt. Passt doch!", grinste sie wie aus dem Nichts.
Die hatte echt krasse Stimmungsschwankungen! Ich musste auch lachen und packte dann ihre Hüfte.
"Wir haben's früher oft genug getan!", behauptete sie heißer.
Ich erinnerte mich gut daran.
"Es war toll, damals!", fügte sie noch leiser dazu.
Das erwähnte sie wohl etwas zu oft, wobei ich zugeben musste, dass es schon ganz gut war damals.
„Tu es!", verlangte sie bestimmerisch.
"Wenn du mich ganz nett bittest.", stellte ich spielerisch eine Bedingung.
Ich küsste ihren Hals, während sie hinter mir irgendwo nach einem Kondom kramte. Hatte sie nicht vorhin extra betont, dass sie die Pille nimmt? Ihre Brustwarzen waren hart, als sie sie fest gegen meine Muskeln drückte.
"Eines muss ich dir echt lassen. Du siehst echt verdammt heiß aus, Cas!", meinte ich.
"Sagte der Junge mit dem Sixpack und dem Engelsgesicht.", prustete sie.
Dann stülpte sie mir das Kondom über. Langsam hob ich sie aus der Wanne und presste sie dann an die Wand nebendran. Danach hielt ich kurz inne.
"Worauf wartest du?", fragte sie fordernd und hatte schon ihre Beine um meine Hüfte geschlungen. Mein Rücken stach vor Schmerz. Ich sollte mich nicht so viel bewegen.
"Du hast nicht bitte, bitte gesagt.", erinnerte ich sie.
Cassy schmunzelte.
"Bitte, bitte!", schmollte sie dann und machte diesen bettelnden Hundeblick.
Sie stöhnte laut, als ich in sie eindrang. Es war viel leichter als bei anderen, weil Cas für eine Frau sehr groß war und es nicht so kompliziert wie bei Belle war. Wieso dachte ich bloß immer an sie? Verdammt! Ich sollte damit aufhören.
"Fuck, Cas!", versuchte ich kurz das Geräusch zu übertönen, als mein Becken gegen ihres stieß. Sie war weich und nachgiebig.
"Fuck, Wesley!", machte sie mich nach nur tauschte eben unsere Namen. Das erinnerte mich schon wieder an Annabelle. Fick dich, Annabelle!
"Besorgs mir bitte, härter!", verlangte sie und drückte ihre Lippen auf meine.
Ich packte sie am Hals und stieß fester.
Sie wimmerte.
"Jetzt hast du, was du willst! Ich könnte glatt sagen, dass ich drauf reingefallen wäre, aber ich bin tatsächlich schlauer, als ich aussehe.", flüsterte ich leise in ihr Ohr, während sie laute Geräusche von sich gab.
"Was meinst du?", fragte sie und tat auf unwissend.
"Du wolltest, dass ich dich flachlege. Deswegen hast du mich doch überhaupt erst reingelassen.", behauptetet ich.
"Wie kommst du, sie machte eine Pause, um nach Luft zu schnappen, denn bitte darauf?" "Du trägst zum Schlafen keine Unterwäsche, erst recht kein passendes Set, das man nur zum Geilmachen trägt. Du trägst immer die Shirts deines Dads ohne was drunter. Also erzähl mir nichts!", grinste ich sie überlegen an.
Sie lachte leise vor sich hin, weshalb ich sie fester am Hals packte und an ihren Haaren zog.
"Ich, warte, oh fuck, bitte sei nicht sauer auf mich und tu mir den Gefallen und, oh, bitte, Gott, das ahh-shit, ich brauuch das, das ficken mein ich. Jetzt, heute.", versuchte sie mir zu erklären.
Meine Hand strich ihren Körper hinunter und ich fasste mit dem Daumen ihre Klitoris an. Sie bebte.
Ich liebte das und es war egal bei welchem Mädchen, weil ich wusste, dass sie gleich kommen würde und das nur wegen mir. Das schaffte mir Genugtuung, so eigenartig das womöglich klingen mag. Ihr Körper rief nur so nach meinem.
"Sag mir, was ich machen soll!", verlangte ich von ihr.
"Nicht...aufhöören!", stöhnte sie und ich bewegte meine Finger schneller.
"Wir sollten das tatsächlich mal wieder öfter machen!", meinte Cas.
Sie kam kurz darauf, zog sich zusammen und sagte irgendwas, das ich nicht verstehen konnte. Ihre Beine erzitterten. Ich hielt ihr den Mund zu, nicht dass ihr noch komische Sachen rausrutschen konnten. Sie glitt an der Wand herunter.
"Ich kann dir das gerne erklären.", meinte sie, bevor ich noch was sagen konnte.
Mit hochgezogenen Augenbrauen wickelte ich mir ein Handtuch um die Hüfte, nachdem ich das Kondom entsorgt hatte.
Ich zuckte mit den Schultern, als ich plötzlich laute Schritte im Flur hörte.
Dann klopfte jemand heftig an der Tür.
"Cassandra Elenora Parker! Mach verdammt nochmal auf!", schrie eine weibliche Stimme, die ich sofort als Mrs. Parker, Cassys Mutter, zu ordnen konnte.
Fuck!
"Meintest du nicht, dass sie weg ist?", fragte ich leise und verwirrt, während ich genervt durch die Haare fuhr. Mit dieser Frau wollte ich kein Wort mehr in meinem Leben reden.
"Das sollte sie ja auch eigentlich.", entgegnete Cassy und nahm sich schnell auch ein Handtuch, bevor sie zur Tür marschierte.
Hier abzuhauen war unmöglich, weil es keine Fenster im Bad gab und Verstecke gab es auch keine. Um es in einem Satz zu sagen, Cassys Mum hasste mich über alles. Mit ihr hatte ich immer Probleme. Cassy schloss von innen auf und da stand die rothaarige Furie, die ihrer Tochter kein bisschen ähnlich sah. Als sie mich sah, wurde ihr Kopf noch roter, als er sowieso schon war. In der Hand hielt sie irgendeine Verpackung.
"Du hast ihn schon wieder reingelassen.", schrie sie ihre Tochter vorwurfsvoll an.
Schon wieder?! Das letzte Mal war eine halbe Ewigkeit her gewesen.
"Ja, Mutter!"
Sie schaute auf den Boden.
"Dann kannst du mir das doch bestimmt auch erklären? Cassandra, ich will doch nur das beste für dich, aber das geht jetzt viel zu weit.", schrie ihre Mum und hielt die Verpackung in ihrer Hand hoch, auf der in Großbuchstaben "Schwangerschaftstest" stand.
Wie bitte?! Ich musste zweimal hinsehen, um die zwei Striche zu erkennen, die auf dem Abstrich als Ergebnis angezeigt wurden. Im schwachen Licht erkannte ich Cassys Geschwister, die von dem Krach sicher wach geworden waren. Cassy war also schwanger?! Geschockt starrte ich zu ihr.
Sie war komplett rot, hatte sich nur schnell ein Handtuch geschnappt um das gröbste zu bedecken. Ihre Haare waren immer noch total verstruppelt. Sie schwieg wie ein Grab.
"Er hat dich geschwängert und du hast schon wieder Sex mit ihm. Überhaupt! Wie sieht er denn aus? Er kommt doch wieder von einer Prügelei. Cassandra, wach doch auf! Du hast dich ein halbes Jahr bei mir wegen ihm die Augen ausgeheult und jetzt geht das wieder los!", brüllte ihre Mutter sie an.
Ich verstand die Welt nicht mehr, aber eines war klar. Mrs. Parker durfte mit ihrer Tochter nicht in so einem Ton reden. Außerdem hasste ich es, wenn man redet, als wäre ich nicht einmal anwesend, wobei ich das ja offensichtlich sehr wohl war.
"Ich bitte Sie jetzt in einer freundlichen Art sich jetzt ein wenig abzuregen, da Sie in so einem Ton nicht mit Ihrer Tochter reden können, Mrs. Parker!", schritt ich zwischen die beiden. Das war wohl das netteste, was ich jemals getan hatte. Mrs. Parker schien mich jetzt erst richtig zu bemerken.

One day you'll understand whyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt