Leise Schritte tapsten im Gang und Annabelle ging ins Schlafzimmer. Ich würde es ihr sagen und dann wäre alles wieder gut. Naja nicht ganz! Ich hätte mich ja trotzdem bei ihr melden können oder zumindest ans Telefon gehen können, als sie mich um die hundertmal angerufen hatte und ich es ignoriert hatte. Wieso wusste ich mittlerweile gar nicht mehr. Vielleicht sollte ich ihr etwas Zeit lassen. Aber es könnte auch sein, dass sie schon jemand anders hatte. Das erklärte dann aber nicht, wieso sie sich in meiner Wohnung befand und das ganze Durcheinander erst recht nicht. Das hätte ich sie sowieso mal fragen können. Es sah aus, als hätte ein Orkan durchgefegt. Wahrscheinlich hatte sie sich mit ihrem Bruder gestritten und dabei konnte ich ihr nichtmal helfen sich zu verteidigen. Toller Typ, der ich war! Kein Wunder, dass sie total enttäuscht und verletzt war. Ich hatte es mehr als verdient, dass sie mich zurückgewiesen hatte. Ich raffte mich zusammen, schlich leise Richtung Schlafzimmer. Ich würde es ihr erklären, alles! Dann konnte sie entscheiden, ob sie mich noch wollte, was ich bezweifelte, nachdem ich wieder so zurückweisend gehandelt hatte. Die Tür stand ein wenig offen, weshalb ich hineinspitzte. Der Fernseher lief und die Nachttischlampe war an, weshalb es eigentlich normal hell war, obwohl draußen schon längst dunkel war. Wir hatten zwar erst zehn aber trotzdem. Sie saß auf der vorderen Bettkante, hatte eine Flasche in der Hand und eine lag bereits auf dem Boden. Ich konnte das Etikett nicht erkennen, aber war mir sicher, dass es kein Wasser war sondern Alkohol. Auf dem Bett lag ein leerer Teller. Wie hatte sie nur so schnell gegessen und getrunken? Ein Tshirt trug sie immer noch. Leblos starrte sie zum Fernseher, während sie alle 20 Sekunden an der Flasche nippte. Fuck! Das alles hatte ich angerichtet. Wegen mir ging es ihr so beschissen. Im Moment fühlte ich mich wie ein Stalker, als ich sie da so ansah, weil ich mich nicht traute irgendeinen Mucks zu machen. Zu meiner großen Verwunderung stellte sie die Flasche, die inzwischen auch leer war auf dem Bett ab und legte sich auf das Bett, bevor sie das Tshirt hochzog und sich zwischen die Beine fasste unter ihren Tanga, den sie auch trug, als sie meine nette Familie kennengelernt hatte. Oh fuck! Ich kannte Annabelle wohl doch nicht so gut wie ich immer dachte. Das war unmöglich zuzusehen ohne selbst etwas in mir auszulösen. Scheiße sah sie heiß aus. Wir hatten uns zu lange nicht gesehen. Allerdings schien sie dabei nicht wirklich befriedigt zu werden. Wahrscheinlich weil sie zu unerfahren oder so war, was ja nicht schlimm war. Ich sollte irgendwas tun. Das war mir nicht gestattet, ehrlich nicht. Vor allem gerade nicht. Zögernd klopfte ich dann doch am die Tür. Sie fuhr hoch und zog ihr Shirt wieder nach unten, das ihr locker über die Knie ging. Belle entdeckte mich sofort und war verwirrt. Vermutlich dachte sie, dass ich schon längst gegangen war, was ich ja auch eigentlich sollte.
"Wie-wie lang stehst du da schon?", stotterte sie.
Ich wusste nicht, ob sie wegen dem Schock oder dem Alkohol so redete.
"Ein paar Minuten. Ich meine-ich wollte eigentlich mit dir reden nochmal.", antwortete ich ebenfalls und versuchte dabei normal zu wirken.
"Oh Gott!, Sie hielt sich die Hand vor den Mund, Du hast gesehen wie ich-ich."
Sie hielt inne. Es war ihr peinlich, verdammt peinlich. Annabelle war rot, viel schlimmer als eine Tomate.
"Ist nicht schlimm! Ich mache das auch.", versuchte ich sie ein wenig abzuregen.
Es war tatsächlich keine große Sache. Allerdings wäre es doch besser gewesen, wäre ich gegangen.
"Ich weiß. Ich meine-fuck. Ach egal! Was wolltest du jetzt?", fragte sie durcheinander und fuhr sich mit der linken Hand über die Stirn.
"Mit dir reden, aber das wird jetzt wohl nichts mehr.", seufzte ich und nickte in Richtung der zwei geleerten Flaschen.
Sie stöhnte.
"Ich bin nüchtern.", schwor sie und lachte dabei aber etwas zu sehr.
"Soll ich gehen?", fragte ich sie und legte den Kopf schief.
Ich lehnte immer noch an der Wand.
"Nein, du kannst mich jetzt ruhig ficken.", behauptete sie.
Solche Wörter aus ihrem Mund zu hören waren für mich mehr als ungewohnt.
"Hör auf so eine Scheiße zu labern!", verlangte ich von ihr.
"Was? stimmt doch? Wozu bist du denn sonst geblieben?" lachte sie ironisch und verdrehte dabei die Augen.
"Ich benutze dich nicht dazu, sonst könnte ich auch bei ganz anderen Leuten antanzen, wenn es mir nur darum ging.", behauptete ich.
Es war sinnlos mit ihr zu diskutieren, weil es in ihrem betrunken Zustand sowieso nichts brachte.
"Du meinst, weil du die alle besser vögeln kannst als mich? Ach komm, Babe! Bin ich dir nicht gut genug? Hast du deshalb Cassandra Parker gefickt?", fragte sie interessiert und stand wackelig vom Bett auf.
Dann kam sie zu mir.
"Hör auf damit! Verdammt!", verlangte ich von ihr, als sie sich über die Lippen leckte, aber ich hielt sie von nichts ab.
"Hast du mich dir vorgestellt, als du dir es selbstgemacht hast?", fragte sie weiter herum und berührte dabei die Stelle unter meinem Bauchnabel, nachdem sie mein Shirt hochgezogen hatte.
Fuck! Was war denn nun los? Sie ließ den Bund meiner Boxershorts auf meine Haut schnalzen und fuhr dann abwärts tief zwischen meine Beine. Dabei lächelte sie mich schadenfroh an.
"Baby, lass das!", zischte ich, wobei ich eigentlich mehr mich als sie zu überzeugen versuchte, dass das eine verdammt dumme Idee war.
"Ich will dich in mir fühlen.", flüsterte sie an meiner Brust.
Wie konnte sie nur so etwas sagen? Schlussendlich schaffte ich es doch sie am Hals zu packen, sodass sie von mir abließ.
"Spielverderber!", maulte sie herum und funkelte mich beleidigt an.
"Ich sollte besser Kai oder Jason anrufen.", seufzte sie und tat so, als hätte sie das gerade total getroffen.
Wer war denn jetzt Jason? Erst dachte ich sie wollte mich nur ärgern, aber dann kramte sie tatsächlich ihr Handy aus der Nachttischschublade.
"Okay, okay! Was willst du von mir?", fragte ich jetzt doch drängend, weil ich nicht wollte, dass sie einen von denen wirklich anrief.
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One day you'll understand why
RomanceWes trug mich zurück zum Steg und bekam dadurch die Aufmerksamkeit von den meisten. "Fick dich!", schrie ich und schlug ihm auf den Rücken. Keine Chance! "Temperamentvoll ist die Kleine ja schon.", hörte ich eine mir unbekannte Stimme sagen. "Babe...
