(16) I'm scared of ending up with nothing

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Montag, 06.05
Pov Lena
„Ok, dann machen wir den Test jetzt", sagte Bella fest entschlossen und begann in ihrer Tasche zu kramen, doch da gingen schon wieder meine Ängste mit mir durch.
„Ich kann das nicht", verzweifelte ich.
Bella stand auf und kam zu mir, um sich vor mich hinzuknien und mir in die Augen sehen zu können.
„Du schaffst das! Wir schaffen das, zusammen. Du bist so stark und ich stehe dir immer zur Seite, da kann passieren, was immer auch passiert."
Dankbar sah ich Bella an und spürte, wie mir schon wieder Tränen die Wangen hinunterliefen und Bella sie sanft wegstrich, ehe sie mich ganz dolle umarmte und mir Halt gab.
Langsam löste sich Bella von mir und sah mich an.
„Bereit?" Ich nickte leicht und so holte sie den Test aus ihrer Tasche.
„Ich kann das nicht", murmelte ich leise und blickte zu Bella, die mir nur den Test in die Hand drückte.
„Doch, du kannst! Solange du den Test nicht gemacht hast, zerfrisst dich diese Ungewissheit. Wenn der Test negativ ist, dann war der ganze Stress umsonst und wenn er positiv ist, dann hast du wenigstens Klarheit und kannst anfangen, das zu akzeptieren und dich vielleicht sogar damit anfreunden."
Ich nickte also und lief mit dem Test ins Bad. Vor dem Spiegel stehend, atmete ich tief durch.
„Du bist stark, Leni und du kannst das schaffen. Du wirst das schaffen", sprach ich mir selbst zu, bevor ich mich mit zittrigen Händen dem Test widmete.

Ein paar Minuten später kam ich mit dem Test aus dem Badezimmer heraus und ging zu Bella, welche in meinem Wohnzimmer saß. Ich setzte mich neben sie und sie zog mich in ihre Arme.
„Danke Bella. Für alles, aber ganz besonders dafür, dass du gerade hier bist." Sie drückte mich daraufhin einmal etwas doller und mehr mussten sie auch nicht sagen. Mittlerweile verstanden wir uns fast blind.
So warteten wir ungefähr fünf Minuten, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten. Wir warteten extra etwas länger, als auf der Verpackung angegeben, um ein eindeutiges Ergebnis zu bekommen.
Nach den fünf Minuten schaute ich zu Bella, die mich beruhigend anlächelte und ermutigend nickte. Wie dankbar ich war, so eine Freundin zu haben, der ich vertrauen konnte und die mich unterstützte, in so gut wie allem, was ich tat.
Also lehnte ich mich mach vorne und nahm den Test falsch herum vom Tisch, auf den ich ihn gelegt hatte, nachdem ich aus dem Badezimmer gekommen war. Zitternd setzte ich mich wieder richtig zurück zu Bella aufs Sofa. Vielleicht kann man nicht nachvollziehen, warum ich so nervös war, aber es war etwas komplett anderes, einen Schwangerschaftstest in einer Beziehung mit Kinderwunsch zu machen, als ohne Partner.
Langsam drehte ich den Test um. Ich starrte ihn ungläubig an.
Der Test zeigte schwanger in der zweiten bis dritten Woche an. Ungläubig schüttelte ich den Kopf und sah Bella panisch an.
„Was mache ich jetzt?", fragte ich verzweifelt und sichtlich überfordert.
„Am besten, du machst den zweiten Test auch noch und wenn der auch positiv ist, rufst du bei deiner Frauenärztin an und machst einen Termin." Ich nickte. Das klang nach einem rationalen und vor allem logischen Plan.
So machte ich also noch den zweiten Test und als dieser dasselbe Ergebnis anzeigte, fing ich an zu begreifen, dass ich tatsächlich schwanger sein musste. So ganz genau und sicher konnte der Test mir das noch nicht bestätigen, da sie so früh oft noch ungenau sein konnten, aber deshalb musste ich ja auch unbedingt einen Termin bei meiner Frauenärztin machen. So bald wie möglich am besten.

„Bella? Wann soll ich den Termin machen? Ich hätte dich eigentlich gerne dabei." Ich sah Bella fragend an.
„Mach ihn doch so gegen kurz nach zwei, wenn sie heute spontan noch was frei hat, da hast du ja eine gute Stunde Pause heute Nachmittag und du hast sogar heute noch Klarheit und kannst es verarbeiten. Sonst alternativ die Woche über in den Arbeitspausen", schlug sie vor.
Ich nickte und rief an. Tatsächlich hatte ich noch für heute Nachmittag einen Termin bei meiner Frauenärztin bekommen, weil jemand anders spontan abgesprungen war.
Ich wusste von vornherein, dass dieser Tag eine Qual wurde. Ich musste mit Mark reden, bevor heute Nachmittag nach der Pause die ersten Aufzeichnungen waren und ich war vermutlich schwanger, vielleicht sogar von ihm.
Das würde definitiv ein harter Tag werden. Für mich, aber auch für Bella, die mich heute vermutlich den ganzen Tag mitziehen und ermutigen musste. Warum musste denn auch immer alles auf einmal kommen?

Gut eine Stunde später mussten wir dann auch los, um pünktlich gegen halb eins am Aufzeichnungsort zu sein.
Die Fahrt verlief relativ schweigsam, da Bella wusste, dass ich gerade nicht reden wollte. Meine Gedanken hatten sich gerade etwas beruhigt und ich hatte mich mit ihnen geeinigt, erst wieder über das mögliche Baby, Basti und Mark nachzudenken, wenn die Frauenärztin mir die Schwangerschaft zu einhundert Prozent bestätigt hatte.
Irgendwann fing ich dann doch ein Gespräch mit Bella an und wir redeten über Gott und die Welt, schließlich hatten wir auch eine ungefähr dreißigminütige Autofahrt zu bewältigen und es wäre nicht unsere Art gewesen, einander die gesamte Fahrt anzuschweigen.
Allerdings wollte auch keiner von uns wieder mit meiner wahrscheinlichen Schwangerschaft anfangen, also umgingen wir das Thema geschickt, weil wir wussten, dass es gleich schon schlimm genug für mich werden würde auf Mark zu treffen und da wäre es nicht hilfreich, wenn wir uns vorher über sein eventuelles Kind unterhalten würden.


Denkt ihr die Tests stimmen und sie ist schwanger oder nicht? Ich würde mich wie immer über Feedback freuen😇

Dieses Licht, Wie Du AussiehstGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt