Teil 72

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Mario

Keuchend lösen wir uns voneinander. Rosa's Augen funkeln. Sie ist noch da. Meine Rosa. Keiner unterbricht den Augenkontakt. Ich denke wir haben beide Angst, den Augenblick zu zerstören. Ein plötzliches Räuspern lässt uns dann schließlich doch auseinander fahren. "Ich geh mal... Riccardo hat bestimmt Hunger." Grinst Claire und verschwindet.

Verlegen schauen wir beide in die andere Richtung. "Es tut mir wirklich leid, dass ich so zickig war." Unterbricht Rosa die Stille. "Muss es nicht. Du hast alles Recht der Welt eine klare Kante zu zeigen. Sag mir bitte immer Bescheid, wenn es dir zu viel wird. Ich werde es akzeptieren und verstehen." Verspreche ich ihr. Ich will nämlich, dass sie sich bei mir sicher und geborgen fühlt. Rosa verzieht die Lippen zu einem zarten Lächeln. Trotz der noch nicht ganz verheilen Blessuren ist sie wunderschön. Zögerlich streiche ich eine Strähne hinter ihr Ohr. "Rosa, ich liebe dich. Ich werde immer bei dir bleiben und dich unterstützen." Raune ich ihr zu. Bereits bei meiner zaghaften Bewegung zuckt Rosa zusammen. Ich schlucke meinen stolz und verletzte Eitelkeit hinunter und versuche das Thema zu wechseln.

"Was hälst du von dem zweiten Teil von *fast and furious*? Rosa's lächeln wird noch breiter. Sehr gerne. Diesmal hätte ich gerne Pizza dabei. Lacht sie laut. Verdammt ist das schön ihr Lächeln wieder zu hören. "Ok, ich bestell welche und komme dann in dein Zimmer." Schlage ich vor. Mit den Blumen in der Hand verlässt sie den Poolbereich. Wao, jetzt habe ich wieder ein wenig mehr Hoffnung. Lilli hat Recht, ich muss kämpfen.

Während ich auf die Pizza warte, spring ich noch schnell unter die Dusche. Als ich gerade nach unten komme, sehe ich wie Alfred die Pizza in Empfang nimmt. Mit hochgezogenen Augenbrauen überreicht er mir die zwei Kartons. "Hat Rosa sich gewünscht. Wir schauen einen Film." Sage ich stolz. Er zwinker mir zu. "Viel Spaß." Erwidert er mir.

Mit Cola und Pizza bewaffnet, klopfe ich an ihre Tür. Mein Herz rast wie verrückt. Als Rosa die Tür öffne, schaue ich etwas verwirrt. Der Raum ist bis auf ein paar Kerzen völlig dunkel. "Was ist denn hier los?" Frage ich blöde. Rosa lächelt mich schüchtern an. "Da es draußen noch so hell ist, habe ich gedacht, so ist es gemütlicher." Wao ich bin echt begeistert. Sie setzt sich im Schneidersitz aufs Bett und klopft neben sich. "Diesmal sitzt du nicht so weit weg. Okay?" Zwinkert sie mir glatt zu. Völlig perplex bleibe ich noch immer in der Tür stehen. Ich muss ja ein super Bild abgeben. Wie ein Idiot mit Pizza, Cola und offenem Mund. Rosa scheint es auch so zu sehen, denn sie lacht laut auf. Und dieses Lachen. Es schickt Schmetterlinge in meinen Bauch.

Als ich mich endlich aus der Schockstarre löse, reiche ich ihr die Kartons und stelle die Cola auf dem Nachttisch ab. Vorsichtig setze ich mich aufs Bett, dass bei meinem großen breiten Körper ächzt. Um ihr noch genug Freiraum zu geben, sitze ich quasi nur mit einer Arschbacke auf der Matratze. Rosa zieht skeptisch die Augenbraue hoch. "Bequem?" Fragt sie amüsiert. "Mmmh. Klar." Lüge ich. Plötzlich kneift sie mir in die Rippen, sodass ich glatt vom Bett kippe. "Ah scheiße. Verdammt." Fluche ich und schaue dann Rosa an. Sie hat sich auf die Matratze gekniet, die Hände aufgestützt und lacht mich von oben an. Ich schwöre, dieser Anblick ist der Hammer. Ihr Haar fällt ihr über die Schultern, die Augen funkeln vor Freunde und verdammt, wieder dieses entwaffnende Lächeln, was ihren sexy Schmollmund betont.

Gespielt ärgerlich richte ich mich auf und klettere auf das Bett. Während Rosa es sich wieder gemütlich macht, schnappe ich mir ein kleines Kissen und werfe sie ab. Ha. Damit hat sie nicht gerechnet. Doch es wäre nicht meine Rosa, wenn sie es auf sich sitzen lassen würde. Sie greift ein weiteres Kissen und haut es mir auf den Kopf. Es entsteht eine richtige Kissenschlacht. Laut lachend schenken wir uns nichts.

Plötzlich finde ich mich liegen auf ihr wieder. Unsere Atmung geht schnell und nicht nur wegen der Anstrengung. Ich bekomme jedoch sofort Angst ihr zu nahe gekommen zu sein und will mich von ihr runter schieben. Aber wieder ist es Rosa, die meinen Kragen zu fassen bekommt und mich zu sich zieht. Als unsere Lippen sich berühren tobt ein Feuerwerk in meinem Körper. Ich lasse Rosa das Tempo vorgeben. Zärtlich streicht ihre Zunge über meine Lippen und bitten um Einlass. Natürlich gewähre ich ihr dieses und Himmel.... Es ist so gut. Rosa's Hand wandert in mein Haar, krault meine Kopfhaut und zieht mich noch näher an sich. Ich bin im Himmel. Mein gesamter Körper steht unter Strom und leider zeigt sich das auch in meinem Ünterleib. Mein Schwanz steht wie eine eins. Rosa wird es sicherlich an ihrem Bauch spüren. Wie erstarrt liege ich auf ihr. Ich will ihr keine Angst machen. Sofort überbricht sie den Kuss. "Alles okay?" Keucht sie völlig außer Atem. "Ja. Alles gut. Ich will nur nicht.... Ich... Ich will es nicht übertreiben." Gestehe ich schließlich. Rosa streichelt mir zärtlich über die Wange, was eine Gänsehaut auf meinem Körper auslöst. "Das ist wirklich süß von dir." Lächelt sie und gibt mir einen weiteren unschuldigen Kuss auf den Mund. Mehr sagt sie nicht. Ich weiß jetzt nicht, ob es ihr zu viel war oder zu wenig oder genau richtig. Verdammt.

Frustriert setze ich mich neben sie. Ich will nicht dass sie es bemerkt, daher biete ich ihr ein Stück Pizza an. Sofort macht sie sich darüber her und startet den Film. So als ob nichts passiert sei. Verdammt. Unauffällig richtig ich meinen Schritt, denn der Kuss hat mich ganz schön angeheizt.

Zum Glück klappt es, mich mit dem Film abzulenken. Nachdem wir die Pizza verputzt haben, kuscheln wir uns gemütlich in die Kissen. Wir liegen beide seitlich, sodass wir uns ansehen und den Film schauen können. Ehrlich gesagt bekomme ich nur den halben Film mit, denn ich muss immer wieder zu Rosa schauen. Bei einer spannenden Verfolgungsjagd krallt Rosa plötzlich unbewusst ihre Hände in mein Shirt. Ich halte den Atem an. Statt sie wieder weg zu nehmen, beginnt sie meinen Bauch mit kreisenden Bewegungen zu streicheln. Jede Berührung dieser Frau macht mich scharf und ich muss mich nun intensiv auf den Film konzentrieren.

Hola y adios bebe - Hallo und Tschüss, Baby!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt