Cecilia
Nervös saß ich am Rande eines großen Springbrunnens mitten in der Stadt und wartete auf Justin. Denn mit ihm würde ich mich um Punkt drei genau hier treffen. Und laut meiner Armbanduhr war das auch schon in sechs Minuten.
Ihr müsst wissen, dass wir uns in den letzten Tagen näher gekommen waren. Wir verstanden uns immer gut und waren überzeugt davon, beste Freunde zu sein. Doch nun waren wir uns da nicht mehr so sicher. Wir dachten, dass da vielleicht mehr war.. als nur Freundschaft. Ich stand ja schon länger auf ihn.. Nur hab ich mich nie getraut, ihm das zu sagen, da ich unsere wertvolle Freundschaft nicht kaputt machen wollte. Und nun treffen wir uns dort, an einem Springbrunnen, in Stadtmitte, da mir Justin etwas wichtiges sagen wollte...
Angespannt holte ich einen kleinen Handspiegel aus der rechten Tasche meines Kleides, um noch ein letztes Mal mein Aussehen zu überprüfen. Nachdem ich sicher war, dass ich gut genug aussah, steckte ich den Spiegel wieder ein und zupfte mir stattdessen nochmal die Haare zurecht, die ich in einen hohen, ordentlichen Pferdeschwanz gebunden hatte. Danach sah ich ein zweites Mal auf meine Uhr und erschrak: nur noch drei Minuten...
Aufgeregt knetete ich meine etwas verschwitzten Hände über meinem Schoß, in der Hoffnung mich so irgendwie beruhigen zu können, wobei ich hin und wieder mein samtweiches, relativ dünnes Kleid streifte. Dieses war türkisblau, ging nicht ganz zu den Knien, und obwohl eigentlich noch Winter sein sollte und die Temperaturen deswegen noch nicht sehr hoch waren, schwitzte ich. Das musste wohl an der Aufregung liegen... Wobei es heute auch wärmer war als sonst.
Die Sonne schien, der Himmel war wolkenlos und es lag fast kein Schnee mehr. Und meine Uhr zeigte 15°C an. Jap, meine Uhr konnte das. Und aus dem Grund, dass 15°C auch noch nicht soo warm waren, trug ich unter meinem Kleid, eine dünne, hautfarbene Strumpfhose. An meinen Füßen hingen normale Ballerinas mit einem kleinen Schleifchen dran, in der gleichen Farbe, in der auch mein Kleid gehalten war. Das Kleid war dazu ärmellos, weshalb ich eine schwarze Lederjacke darüber hatte, wessen Reißverschluss jedoch offen war.
Kurz darauf sah ich ihn auch schon. Er stand wenige Meter entfernt am Rand einer kleinen Seitenstraße und winkte mir lächelnd zu. Ebenfalls lächelnd winkte ich zurück und beobachtete, wie er auf mich zu kam. Er sah wie immer verdammt gut aus...
Seine dunkelbraunen Haare hatte er leicht nach oben gestylt. Er trug ein helles Jackett mit einer farblich dazu passenden Hose. Sein Shirt und seine Schuhe waren weiß. Seine stechend grünen Augen fixierten mich. Nach einem letzten Uhrencheck stand fest: er war genau pünktlich.
David
Händchenhaltend schlenderte ich mit Mikayla durch die Straßen Hamburgs. Wir waren auf dem Weg zu einem Café, in der gleichzeitig eine Eisdiele war. Dieses war, wie sollte es anders sein, das Eiscafé Hamburg. Dort würden wir uns gemeinsam mit Brett, Tess und Austin treffen, um uns das erste Eis des Jahres zu gönnen. Ich meine, immerhin war es heute nach Monaten mal wieder etwas wärmer und die Sonne schien. Wieso das also nicht mit einem Eis feiern?
"Weißt du was?", fragte Mikayla auf einmal, wobei sie mich aus meinen Gedanken riss. "Nein. Was?", fragte ich und sah sie stirnrunzelnd an. "Cecilia ist ganz in der Nähe. An dem großen Springbrunnen, mitten in der Stadt. Und dort wartet sie auf Justin..", erzählte sie. Auf ihr Gesicht schlich sich ein vielsagendes Lächeln. "Ah.. ich verstehe.", erwiderte ich und lächelte ebenfalls. Natürlich war mir nicht entgangen wie sich die beiden in letzter Zeit näher gekommen sind. Mikayla hatte mir auch erzählt, dass Cecilia schon seit längerem auf Justin stand.
"Justin wird ihr heute ganz sicher eine Liebeserklärung machen. Und dann kommen die beiden zusammen. Ich bin mir ganz sicher..", prophezeite sie nachdenklich, während sie sich langsam zu mir drehte und mich nachdenklich ansah. "Was meinst du?" "Das ist gut möglich..", erwiderte ich vorsichtig, bevor wir um eine Ecke bogen und das Café in Sicht kam. Aber nicht nur das Café. Brett, Tess und Austin standen an einem Tisch außerhalb des Cafés und winkten uns zu. Wir winkten zurück und Mikayla ergriff meine Hand. "Komm. Gehen wir zu den anderen." Sie lächelte mich an. Ich erwiderte es und drückte ihr Hand fester. "Das sollten wir wohl.", murmelte ich. Gemeinsam setzten wir uns in Bewegung und steuerten den Tisch an, wo unsere Freunde schon auf uns warteten.
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Aus dem Leben eines Mädchens..~♥
Romance》"Du hasst Menschen grundlos. Du gehst zu leichtfertig damit um. Ich meine, was bringt dir der Hass? Wenn du dich weiterhin so verhältst, will definitiv keiner je mit dir befreundet sein."《 September 2012 Im Leben des Mädchens Mikayla Ashley Simpson...
