Mikayla
Heute ging es mir zwar besser, aber trotz alledem war meine Laune nicht grad die Beste. Genervt stöhnend stieg ich aus dem Bett und rieb mir die Augen. Als die Erinnerungen von gestern wieder hochkamen, stieg erneut Wut in mir auf. Ich versuchte mich aber zu beherschen. Also schluckte ich meine Wut runter, sagte mir dass alles gut wäre und rang mir ein schwaches Lächeln ab. Danach beschloss ich ins Bad zu gehen, um mich fertig zu machen. Zu meinem Glück war es gerade leer. Erleichtert darüber ging ich hinein und schloss die Tür hinter mir. Nachdem ich mir die Zähne geputzt, mein Gesicht gewaschen und mir meine Haare gekämmt hatte, ging es mir erstaunlicherweise besser. Meine Gedanken huschten zu David und ein wohlig warmes Gefühl machte sich in meinem Bauch breit und mein Herz begann schneller zu schlagen. Unwillkürlich lächelte ich meinen eigenen Spiegelbild entgegen. Und so ging ich mit einigermaßen guter Laune aus dem Bad. Die meisten meiner Schwestern waren bereits früher im Bad gewesen und lümmelten nun in ihren Zimmern herum, bis wir uns auf den Schulweg machen mussten. Voller Vorfreude David wieder zu sehen, stieg ich die Treppen hinunter, zum Esszimmer. Dort angekommen, sah ich Lucy am Tisch sitzen und in irgendeiner Zeitschrift blättern. "Guten Morgen.", begrüßte ich sie und rang mir ein kleines Lächeln ab. Nun hob Lucy den Kopf, um mich anzusehen. "Hey.", erwiderte sie und lächelte ebenfalls. "Setz dich doch.", bestimmte sie und klopfte auf einen Platz neben ihr. "Klar.", sagte ich und setzte mich hin. "Was liest du da?", fragte ich neugierig und warf einen Blick auf die Zeitschrift in Lucy's Händen. "Ach, ich muss für die Schule so'n blöden Artikel aus dieser Wissenschaftszeitschrift lesen. Total öde.", antwortete sie und verdrehte die Augen. "Verstehe.", erwiderte ich. "Sag mal .. Wo sind eigentlich Mum und Dad?", fragte ich verblüfft. Es war mir erst jetzt aufgefallen, dass die beiden nicht hier waren. Ich hab sie zumindest nicht gesehen. "Die sind zu einer Tankstelle gefahren um irgendwas zu kaufen. Frag mich nicht was. Ich weiß es selbst nicht.", winkte sie ab und grinste. "Okay.. und warum sind sie zu zweit dahin gefahren? Ich meine da hätte doch einer Zuhause bleiben können!", fragte ich komplett verwirrt. "Du, ich hab keine Ahnung.", erwiderte Lucy nur. "Aber mach dir darüber keine Sorgen, sie sollten gleich wieder kommen.", ergänzte Lucy als sie mein Gesicht sah und tätschelte behutsam meinen Arm. "Okay, dann ist ja gut.", sagte ich nicht ganz überzeugt. "Ich glaub wir sollten bald los.", sagte Lucy dann, nach einem schnellen Blick auf ihre Armbanduhr. Und sie hatte recht. In 20 Minuten würde die Schule anfangen. So riefen wir nach oben, sodass meine anderen Schwestern mitbekamen, dass wir aufbrechen und gingen schonmal zur Gaderobe. Mir fiel ein, dass ich heute ohne David zur Schule gehen würde, weil er ein Arzttermin hatte und erst später von seiner Mum in die Schule gefahren wurde. Dies ließ meine Laune erneut sinken. "Bist du bereit?", fragte mich Lucy mit einem aufmunternden Lächeln. Ich nickte tapfer und legte eine Hand auf die Türklinke. Nach einer Weile machte ich die Tür dann auf und ging, mitsamt meinen anderen Schwestern aus dem Haus. Es war ziemlich kühl und ich rieb mir überrascht die Arme. "Hey!", rief nun Cecilia, die neben mir aufgetaucht war. "Hey.", sagte ich ebenfalls. "Alles in Ordnung?", fragte sie nun und betrachtete mich besorgt. "Ja Ja alles in bester Ordnung.", beschwichtigte ich und starrte nach oben in den Himmel. Er war grau. Es sah nach Regen aus. Na ganz toll ...
"Dann ist ja gut.", sagte Cecilia erleichtert, nahm meine Hand und zog mich mit sich. Mit einem überraschten Aufschrei stolperte ich kurz, bis sie mich dann los ließ und wir nebeneinander gingen. Auf dem ganzen Schulweg, sagte ich nicht nur ein Wort. Sogar Cecilia war ungewöhnlich still. Als wir unsere Schule nach einer gefühlten Ewigkeit endlich sehen konnten, ging Cecilia voraus um zu ihrer Freundin zu gelangen. So trottete ich die letzten Meter allein zur Schule. ~
Vor der Eingangstür konnte ich Brett erkennen, der gerade irgendwas an seiner Schultasche machte. Oh Nein.., dachte ich und sah demonstrativ auf den Boden, in der Hoffnung, dass er mich nicht bemerken würde. Aber natürlich tat er dies. Nämlich als ich die Treppen raufgehen wollte, sah er mich auf einmal an und sagte: "Na, wie gehts dem "Prinzesschen" so?", mit so einer Abfälligkeit, dass ich unwillkürlich zusammen zuckte. "Ich wüsste nicht was dich das angeht!", zischte ich schließlich zurück und funkelte ihn feindselig an. Er sah mich nicht anders an und so standen wir eine ganze Weile da, bis ich beschloss in die Schule reinzugehen. Ich wollte ja nicht zu spät kommen. Erst recht nicht wegen dem. So schnaubte ich und machte mich dann die restlichen Stufen hinauf. Als ich die Tür erreichte, riss ich sie auf und verschwand keine Sekunde später in der Schule.
Der restliche Tag war für mich, seitdem David dann endlich da war, endlich besser verlaufen. Der Unterricht war total öde, daher war ich froh, als es zur großen Pause gongte und ich endlich aus diesem Klassenzimmer rauskam! In der Pause traf ich mich dann mit David und er erzählte mir irgendwas neues von Brett, Austin und Justin, was mich aber nicht wirklich interessierte. So heuchelte ich ihm Interesse vor indem ich immer wieder nickte und "Ach echt?", sagte. Aber immer wenn er den Namen "Brett" in den Mund nahm flammte in mir erneut große Wut auf. Ich versuchte mich aber zu beherrschen. Als die Pause aus war, ging der Unterricht genauso öde weiter wie den ganzen Tag schon. Als es dann endlich zum Schulschluss gongte, war meine Erleichterung rießengroß. Endlich raus aus der Hölle!, dachte ich und verließ fluchtartig das Klassenzimmer. Davor wartete David bereits auf mich. Gemeinsam verließen wir die Schule und machten uns auf den Weg zu meinem Zuhause. Er würde heute nämlich bis zum Abend hin bei mir bleiben und darauf freute ich mich schon rießig! Es sei denn er redet wieder nur über Austin, Justin und Brett dann hau ich ihm eine runter! Aber das tat er nicht und so hatten wir zusammen mit meiner Familie ganz viel Spaß mit verschiedenen Gesellschaftsspielen. Wir lachten was das Zeug hielt und es war wirklich verdammt lustig. So wurde der Tag doch noch ganz schön.♥
DU LIEST GERADE
Aus dem Leben eines Mädchens..~♥
Romance》"Du hasst Menschen grundlos. Du gehst zu leichtfertig damit um. Ich meine, was bringt dir der Hass? Wenn du dich weiterhin so verhältst, will definitiv keiner je mit dir befreundet sein."《 September 2012 Im Leben des Mädchens Mikayla Ashley Simpson...
