22.11.2012

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David

    
Als ich aufwachte und auf mein Handy schaute, war es kurz vor sieben. Gleich würde mein Wecker klingeln, weshalb ich ihn jetzt schon ausschaltete, da ich ja eh schon wach war. Also beschloss ich aufzustehen, ins Bad zu gehen und mich anzuziehen. Mum war auch schon wach, das merkte ich daran, dass die Lichter im Haus schon an waren. Im Vergleich zu Mikayla war ich ein Einzelkind, noch dazu lebte ich allein mit meiner Mum. Mein Dad hatte nämlich kurz nach meiner Geburt mit ihr Schluss gemacht. Vor ungefähr zwei Jahren hatte sie zwar nochmal einen Freund, den konnte ich aber kein bisschen leiden und Mum hat mit dem dann auch ziemlich schnell die Beziehung beendet. Seitdem lebte ich alleine mit Mum in einem relativ großen Haus. Ich liebte sie über alles und konnte mir nicht vorstellen ohne sie leben zu müssen. Mum erging es genauso. Ich wusste, dass sie mich niemals verlieren wollte. Ich merkte oft, dass sie manchmal sehr traurig war, weil sie sich hin und wieder einen Lebenspartner wünschte. Mir erging es manchmal genauso, nur dass ich mir halt einen Dad, der immer für mich da war wünschte. Dann wären wir wie eine richtige kleine Familie. Sie hatte zwar ziemlich viele männliche Freunde, aber naja.. die waren alle entweder vergeben oder schwul. Ich mit meinem inzwischen 10 Lebensjahren versuchte trotzdem gut damit auszukommen und Mum ebenso. Auch ohne Vater versuchen sowohl ich als auch sie, ein relativ glückliches Leben miteinander zu führen.

Nachdem ich mich gewaschen, gekämmt und angezogen hatte, ging ich runter in die Küche, in der Mum schon auf mich wartete. Als sie mich sah lächelte sie mir entgegen und nahm mich kurz in den Arm. "Morgen, Süßer. Na wie hast du geschlafen?", fragte sie mich freundlich. "Ach, eigentlich ganz gut.", antwortete ich und lächelte. "Freut mich. Willst du irgendwas frühstücken?", fragte sie nun. "Nein danke, ich mach mir lieber wieder heiße Milch mit Honig.", erwiderte ich. Das trank ich so ziemlich jeden Tag zum Frühstück, weil ich das einfach liebte! "Wie du willst. Ich kann dir helfen wenn du magst.", bot sie mir an und wuschelte mit einer Hand durch meine Haare. "Ne, brauchst du nicht danke. Ich krieg das schon alleine hin. Setz du dich lieber hin und entspann dich oder so.", sagte ich, während ich bereits Milch in eine Tasse goss, mich dann kurz zu ihr umdrehte und sie beruhigend anlächelte. So wuschelte sie mir noch kurz in die Haare, flüsterte ein "okay, wie du willst", und setzte sich an den Esstisch. Zehn Minuten später war dann auch schon die Milch heiß und so gab ich einen halben Esslöffel Honig dazu. Mit der Tasse in der Hand ging ich langsam, um nichts zu verschütten, auf den Esstisch zu und setzte mich dann gegenüber von ihr hin.

Später packte ich meine Schultasche vollständig zusammen, verabschiedete mich von Mum und ging aus dem Haus. So.. jetzt erstmal Mikayla abholen!, dachte ich, während ich die lange Straße entlang ging. Mikayla wohnte in der gleichen Straße wie ich, nur dass sie ziemlich am Anfang dieser wohnte und ich am Ende. Nur noch wenige Meter und ich war da. Vor der Tür angekommen, klingelte ich und wartete gespannt.

Ich hörte Schritte und keine Sekunde später, machte mir Mikayla die Tür auf. "Hey.", begrüßte sie mich strahlend. Sie sah wie immer wunderschön aus. "Hey!", erwiderte ich, ebenfalls strahlend und zog sie in meine Arme. Sie ließ es zu und drückte sich gegen mich. Als wir uns von unserer Umarmung lösten, erschien plötzlich David, Mikayla's Vater, der lustigerweise genauso hieß wie ich, hinter ihr und begrüßte mich. "Hey David.", sagte er und lächelte mir zu. Lächelnd nickte ich in seine Richtung. "Hey.", erwiderte ich. "Ähm.. ich bin gleich wieder da, muss nur schnell meine Schultasche holen!", meinte Mikayla auf einmal und flitzte an ihrem Dad vorbei.

Es sind nicht mal 5 Sekunden vergangen, als sie wieder vor mir stand. "Wow. Das ging aber schnell!", staunte ich und sah sie bewundernd an. "Ja, nicht?", erwiderte Mikayla lächelnd und etwas außer Atem. Mikayla's Dad und ich lachten. "Jetzt aber los Kinder. Sonst kommt ihr noch zu spät zur Schule!", sagte er auf einmal. So verabschiedeten wir uns also von ihrem Vater. "Tschüss Dad! Bis später!", sagte Mikayla und umarmte ihn kurz. "Tschüss Süße. Viel Spaß euch in der Schule ja?", erwiderte er, und verabschiedete sich auch von mir und zog mich ebenfalls kurz in die Arme, was mich ehrlich etwas überraschte, aber dennoch erwiderte ich die Umarmung.

Aus dem Leben eines Mädchens..~♥Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt