09.03.2014

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Brett

      
Nun war es wieder soweit. Es war acht Uhr Abends und Alexa musste Nachhause... Und wenn ich ehrlich war, machte mich das ziemlich traurig. Die letzten Tage haben wir oft miteinander verbracht und wir hatten eine Menge Spaß. Gestern haben wir uns sogar noch ein letztes Mal mit Mikayla, David und Tess getroffen und sind schließlich alle miteinander in den Hamburger Park gegangen. Austin und Justin kamen ebenfalls nach einer Weile nach. Doch nun.. hieß es Abschied nehmen. Mum und Dad würden sie heim fahren, das hieß, ich war allein. Wahrscheinlich noch bis morgen Nachmittag, doch das würde mir nichts ausmachen. David hatte sogar angeboten, dass ich am Vormittag mal zu ihm kommen könne, wenn mir langweilig wäre. Aber jetzt wusste ich erstmal was ich tun würde, wenn Mum und Dad mit Alexa los fahren...

"Tschüss Brett! Ich werde dich vermissen.. war eine tolle Woche mit dir!", sagte Alexa und drückte mich fest an sich. Ähnlich, wie bei ihrer Ankunft. "Bye. Ich dich auch... Jap, die war es.", erwiderte ich ehrlich. "Bis dann, Großer. Wir sehen uns spätestens morgen Nachmittag wieder, ja?", meinte Dad. "Und du kommst auch wirklich alleine zurecht?", hakte Mum mindestens schon zum dritten Mal nach. Wenn die wüsste, was ich heute noch vor hatte..
"Klar.", erwiderte ich und grinste. Kurz darauf stiegen sie auch schon ins Auto. Alexa winkte mir noch ein letztes Mal zu und ich tat es ihr gleich. Solange, bis sie um die nächste Ecke bogen und in der Dunkelheit verschwanden. Danach tapste ich schnell ins Haus zurück und schloss vorsichtig die Haustür hinter mir. Ganz schön kalt draußen! Ich wär' da fast erforen.. Aber egal, nun war ich wieder im schönen warmen Haus und konnte mich entspannen. Doch davor.. würde ich meine Freunde einladen.

Wenige Minuten später klingelte es auch schon an der Tür. Ich beeilte mich mein Glas auszutrinken, stellte es an der Küchentheke ab und hastete zur Tür.

"Hey, Brett!", begrüßten mich Mikayla, David und Tess und traten ins Haus. "Und es ist wirklich keiner da?", hakte Mikayla nach und scannte sicherheitshalber den ganzen Flur ab. "Ganz sicher. Sie sind vor zehn Minuten gefahren.", versicherte ich ihr. "Und du denkst doch wohl nicht, dass sie heimlich wieder zurück gefahren sind und sich durch einen versteckten Hintereingang wieder ins Haus geschlichen haben, nur um zu schauen was Brett alleine so treibt, oder?", warf David amüsiert ein. Ich grinste. "Nein, natürlich nicht, du Idiot!", erwiderte Mikayla und gab ihrem Freund grinsend einen spielerischen Schlag gegen die Brust. Wir lachten. Alle außer Tess. Erst da fiel mir auf, dass sie alleine eher abseits stand und die ganze Zeit ziemlich still gewesen war. Ohne zu zögern kam ich auf sie zu. Sogar ihr Blick war gesenkt. "Heey..", murmelte ich und kam noch etwas näher. Darauf hob sie auch endlich ihren Kopf. Ihr Anblick erschreckte mich etwas. Ihr Gesicht war recht blass, um die Augen zeichneten sich leichte Augenringe und dazu wirkten sie etwas angeschwollen. "Ist alles okay?", fragte ich besorgt und strich ihr sanft eine Strähne hinters Ohr. "Ja.. ich hab nur letzte Nacht schlecht geschlafen. Mir geht es gut.", versichterte sie mir und setzte ein schwaches, wenn doch schiefes Lächeln auf. "Dann ist ja gut..", murmelte ich, nicht ganz sicher, ob ich ihr glauben konnte, und ergriff ihre Hand. Diese drückte ich fest, stellte mich neben sie und verkündete schließlich für alle: "Ich würde sagen wir gehen jetzt alle erstmal ins Wohnzimmer. Danach können wir besprechen was wir machen wollen. Ich wäre ja sehr für ein paar kleine Spielchen." Ich grinste.

Mikayla

"Nein, nicht da lang! Das andere links! Sonst knallst du gleich gegen die nächste Wand." Wir versuchten David in die richtige Richtung zu dirigieren, was zunächst einfacher klang, als es tatsächlich war. Seine Aufgabe war es nämlich, vom Anfang des Flurs, dort wo das Badezimmer war, zum Ende des Flurs, wo Tess und ich uns befanden, zu gelangen. Und das mit verbundenen Augen. Brett stand wenige Meter entfernt von uns, an einer Art "Kurve" an der David abbiegen musste, damit er uns erreichen konnte. Und dabei würde ihm Brett helfen. Schließlich ging sowas mit verbundenen Augen nicht so gut und so würde er ohne Brett's Hilfe wahrscheinlich gegen die Wand knallen oder die Treppe runter stürzen... Und ja... zweiteres wäre nicht so schön... Ersteres hatten wir jetzt schon ein paar Mal. Und warum wir das machten? Tja... just for fun.

Aus dem Leben eines Mädchens..~♥Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt