Tess
"Alles Gute zum Geburtstag, Dad!", gratulierte ich meinem Dad herzlich, als ich ihn am Sonntagmorgen in der Küche antraf. Er grinste und zog mich fest an sich. "Danke, meine Kleine." Langsam gab er mich wieder frei und drückte mir vorsichtig einen Kuss auf die Stirn. Ich grinste und deutete nach links auf den Küchentresen. "Schon gesehen, welche Torte wir extra für dich geholt haben? Leider war die zu schwer zu backen, sonst hätten wir dir die mit Sicherheit selbst gemacht. Tut uns leid." Kopfschüttelnd grinste Dad und schnappte gleichzeitig nach der viereckigen Tortenverpackung, die in weiß-goldenem Pergamentpapier nur so vor sich hin glänzte. Oben auf der Schachtel stand in großen goldfarbenen Buchstaben und kursiver Schrift Happy Birthday, was Dad gleich noch einmal zum Grinsen brachte. "Schon mal nette Verpackung, das muss ich euch lassen." Ich zuckte mit den Schultern, grinste aber ebenfalls. "Wir können's halt." Sobald er den Deckel hochklappte, kam eine kreisrunde in etwa zwanzig Zentimeter hohe Prinzregententorte zum Vorschein, aufgeteilt in Schichten, abwechselnd hellen und dunklen Teig, und zur Krönung weißer Zuckerguss, in der Mitte groß und in neongrünen Buchstaben sein Alter und darunter in gelb noch einmal Happy Birthday, das mit pinkem Zuckerguss noch einmal umrandet wurde. Wir hatten uns extra für eine Prinzregententorte entschieden, da wir wussten, dass es Dad's Lieblingstorte war. Zum Selber machen war uns die zu schwer gewesen und da wir beide eh totale Nieten im Backen waren und so total Angst hatten, das zu verhauen, hatten wir die beim Bäcker geholt. Beim nächsten Bäcker gleich um die Ecke.
Leicht verzog Dad das Gesicht, als er so auf die Torte starrte. Verwirrt runzelte ich die Stirn. Stimmte irgendwas nicht? "Alles okay, Dad? Bist du nicht zufrieden? Ich hab gedacht du liebst diese Torte!", hakte ich zur Sicherheit noch einmal nach. Doch zu meiner Erleichterung winkte er nur ab. "Doch, doch. Die ist toll, Schätzchen. Aber... musstet ihr da unbedingt das Alter mit drauf schreiben lassen? Musstet ihr das?" Sobald ich checkte, was er damit meinte, lachte ich los. Ach Gott... wie typisch. Natürlich beschwerte er sich deswegen.
Grinsend folgte ich seinem Blick auf die glänzende 43 in der Mitte, die Dad nur so zu verspotten schien. "Ach, Dad. Jaa, das mussten wir. Das ist doch das Wichtige an einem Geburtstag. Das Alter! Stell dich nicht so an. Du bist noch nicht so alt wie du denkst!", tadelte ich ihn und gab ihm einen spielerischen Klaps gegen die Schulter. Darauf lachte er angespannt und wirkte auf einmal ziemlich müde. Wann er heute wohl aufgestanden war? Sicherlich schon vor mir. Denn ich war gerade einmal seit einer halben Stunde wach. Und jetzt war es kurz nach neun.
"Ja, okay. Du hast ja Recht. Aber die zwei hintendran wäre mir trotzdem noch lieber gewesen...", gab er zu und murmelte den letzten Teil. Jedoch verstand ich es trotzdem. Und verdrehte die Augen. Erwachsene. Immer so zimperlich mit ihrem Alter... Unglaublich.
Nachdem ich für mich, Dad und Mum gleich einmal drei Teller herausgeholt hatte, um eventuell gleich ein Stück Geburtstagstorte zum Frühstück zu essen, kam auch schon Mum die Tür herein. Sie wirkte leicht zerknautscht in ihrem Morgenmantel, der Schlafhose und den verstrubbelten Haaren. So, als wäre sie gerade erst aufgestanden. Und ihr lautes Gähnen bestätigte außerdem, wie müde sie noch war.
"Alles Gute, mein Schatz.", gratulierte sie Dad und drückte ihn fest an sich. "Danke dir, Liebes." Vorsichtig lösten sich die beiden voneinander, was mir die Chance gab, mich zwischen sie zu gesellen. Ich hatte nämlich noch einen ganz wichtigen Vorschlag zu machen, der mir schon vor einer Woche in etwa gekommen und durchaus nicht unwichtig war. Für mich zumindest nicht. Ich wollte nämlich heute im Allgemeinen feiern. An Dad's Geburtstag. Natürlich war mir klar, dass es weder ein runder noch sonst irgendein wichtiger Geburtstag war, aber ich wollte einfach feiern, um meine Eltern vielleicht einmal abzulenken. Damit sie einmal wieder Spaß haben konnten und glücklich waren. Wenigstens einmal wieder, seitdem Fabian in der Entzugsklinik war. Das war mir wichtig. Es musste auch nicht einmal groß sein... Ein paar Freunde oder nur Familie reichte auch.
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Aus dem Leben eines Mädchens..~♥
Romance》"Du hasst Menschen grundlos. Du gehst zu leichtfertig damit um. Ich meine, was bringt dir der Hass? Wenn du dich weiterhin so verhältst, will definitiv keiner je mit dir befreundet sein."《 September 2012 Im Leben des Mädchens Mikayla Ashley Simpson...
