Alex
Bedrückt setzte ich einen Fuß auf das Ende der Treppe und begann so unauffällig wie möglich nach unten zu verschwinden. Immerhin hatte keiner meiner Familie gemerkt, dass ich mich auf einmal einfach so nach oben geschlichen hatte. Also zumindest vermutete ich das. Ob es dann tatsächlich auch so war, konnte ich gar nicht wissen. Aber schließlich hatte Mum heute Geburtstag, da hatten sie sicherlich besseres zu tun, als auf die älteste Tochter zu achten, die mir nichts dir nichts einfach nach oben in ihr Zimmer verschwand. Auch, wenn sich deren Laune wohl gerade um mindestens die Hälfte gesenkt hatte und schon vorhin nicht so gut gewesen war. Aus einem sehr guten Grund. Ich machte mir einen Kopf um ihn und unsere Beziehung. Gerade hatte ich versucht ihn zu erreichen. Jedoch erfolglos... Ich wollte noch einmal mit ihm reden, über die Sache vor ein paar Tagen. Doch egal, wie viele Nachrichten ich ihm geschrieben hatte, und das waren einige, da ich unbedingt wollte, dass er online kam, schrieb er einfach nicht zurück. Nachdem er meine Nachrichten dann doch gelesen hatte, jedoch nichts darauf antwortete, rief ich ihn letztendlich an. Weil das konnte doch wohl nicht sein... Aber auch da hob er nicht ab. Nachdem ich es ganze drei Mal versucht hatte ihn zu erreichen, er aber nicht abhob, legte er beim vierten Mal letztendlich gleich auf. Darauf hatte er mir dann auch endlich geantwortet. Jedoch beinhaltete seine relativ kurze Nachricht nur, dass er keine Zeit und auch keine Lust hätte mit mir zu reden. Als ich nachfragte, warum es denn so war, meinte er nur sarkastisch, dass er ja unbedingt vor hatte mit ein paar Kumpels noch rauszugehen, am besten zur Reeperbahn, um sämtliche Frauen aufzureißen. Und genau das war der Zeitpunkt, an dem es erneut zu einem Streit kam.
Seufzend verließ ich das obere Stockwerk und ging zum zweiten über. Auf der ersten Stufe schluckte ich meine Tränen runter und versuchte ein zumindest halbwegs echtes Lächeln hinzubekommen. Doch ich glaubte, dass es bereits wieder nach einer Sekunde anfing zu kippen. Und dabei wollte ich nicht unglücklich wirken... Obwohl ich das gerade ganz klar war. Mehr als alles andere. Aber ich wollte meiner Familie und unseren Freunden mit meiner Laune nicht die Stimmung vermiesen. Nicht an Mum's Geburtstag.
Ich hatte gerade etwa die Hälfte der Treppe erreicht, als ich Mum mit Melanie in der Küche stehen sah. Das überraschte mich. Sie musste wohl erst vorhin gekommen sein. Doch das war nicht alles. Auf dem Küchentresen stand ein riesen großer Pappkarton, vor dem die beiden standen und bedächtig darin herumwühlten. Ich wusste genau, was dort drin war. Alte Babykleidung von uns allen. Sie schienen sich außerdem zu unterhalten, jedoch konnte ich kein Wort verstehen, da es vom Wohnzimmer her einfach zu laut war. Na klar, es war ihr Geburtstag und da waren auch unsere Tante mit unserem Onkel und deren zwei Kinder gekommen. Und die waren beide noch jünger, so in etwa in Charlies Alter. Da konnte es nur laut werden.
Nachdem ich die Treppe ganz hinter mir ließ, steuerte ich leise die Küche an, da mich interessierte, welche Kleidung besonders gut ankam. Außerdem hatte ich ohnehin nichts Besseres zu tun.
Ich trat über die Türschwelle und gesellte mich zu den Beiden, wobei nur Melanie mich bemerkte, da Mum gerade einen alten Strampler hervorzog, mit weißen Punkten und pinken Hintergrund, der meiner Meinung nach schrecklich aussah. Doch sie liebte dieses Teil. Melanie lächelte mich zur Begrüßung an und ich lächelte zurück, soweit mir das gelang. Doch bevor ihr irgendetwas auffallen konnte, drehte sich Mum bereits zu uns um. "Der ist doch niedlich... ein alter Strampler von Lilly." Ich beobachtete, wie sich darauf Melanies Gesichtszüge verzogen. Offensichtlich gefiel ihr dieses Teil genauso wenig wie mir. "Bitte nichts Pinkes.", meinte sie nur und lächelte halbherzig. Ich musste grinsen. Mum seufzte schwer. "Okay.." Murmelnd griff sie erneut in die Kiste und ich tat es ihr gleich, um ihr zu helfen. Erst da schien sie überhaupt erst zu merken, dass ich ja auch da war. Sie sah mich an und lächelte. "Hey, Süße." Ich lächelte zurück. "Hey, Mum."
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Aus dem Leben eines Mädchens..~♥
Romance》"Du hasst Menschen grundlos. Du gehst zu leichtfertig damit um. Ich meine, was bringt dir der Hass? Wenn du dich weiterhin so verhältst, will definitiv keiner je mit dir befreundet sein."《 September 2012 Im Leben des Mädchens Mikayla Ashley Simpson...
