Mikayla
Seufzend lehnte ich mich gemütlich an die Lehne der Couch, nachdem alle nervigen Hausaufgaben soweit erledigt waren. Endlich Freitag. Endlich Wochenende. Nach dieser Woche kam mir das wirklich ganz gelegen... Nach dem Zwischenfall mit Max und Bella hatte ich überhaupt keine Lust mehr gehabt, auf das was noch kommen würde. Doch ich hatte es überlebt, indem ich Bella soweit ignoriert und einfach versucht hatte, mich auf den Unterricht zu konzentrieren. Was auch wirklich soweit funktionierte. Ich hatte sogar mit David zusammen geschafft, dass ich Mathe ein wenig besser kapierte und mich überhaupt auf die wesentlichen Dinge konzentrierte. In dem Fall Schule und dass meine Familie wieder weniger zerstritten war. Ich konnte schließlich nicht ewig hier bleiben, auch wenn ich mich hier wahnsinnig wohl fühlte. Denn irgendwann, ja irgendwann musste ich wieder nach Hause. Aber alles der Reihe nach. Als erstes stand sich auf die Schule konzentrieren, Bella erfolgreich aus dem Weg gehen und gaaanz viel Zeit mit David verbringen noch wesentlich weiter oben auf meiner Liste.
Als es plötzlich an der Tür klingelte, und es im ganzen Haus wohl zu hören war, zuckte ich kurz zusammen. Still wartete ich für ein, zwei Sekunden, bis mir schließlich klar wurde, dass ich die einzige war, die sich hier unten befand. David und seine Mum waren beide oben. David im Badezimmer und Vicki machte gerade ihr Bett neu. Warum auch immer sie das jetzt machte. Doch gerade als ich aufstehen wollte, um selbst an die Tür zu gehen, hörte ich bereits die ersten Schritte, die die Treppe nach unten gingen. Neugierig rutschte ich die Couch etwas nach vorne, damit ich beobachten konnte, wer denn derjenige war, der da geklingelt hatte. Bestimmt eh nur der Postbote oder so. Obwohl... am Nachmittag? An einem Freitag? Eher unwahrscheinlich.
Und es kam auch ganz anders. Denn es war weder ein Postbote, noch irgendein Bekannter oder Nachbar, der Vicki, während sie aufmachte, schon so zum Lächeln brachte, es war Philipp Berger. Unser gemeinsamer Hausarzt schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Verwundert runzelte ich die Stirn. Der war doch gestern auch schon da... wegen irgendwelchen Daten oder so., dachte ich, während ich die beiden weiter beobachtete. Scharf sog ich die Luft ein, als ich sah, wie Philipp sich nach vorne beugte und Vicki einen Kuss auf den Mund gab. Und das nicht gerade kurz. Außerdem wirkte es ziemlich leidenschaftlich. Und plötzlich machte es klick bei mir. Nein..., dachte ich und mein Herz fing gleichzeitig laut an zu pochen. Die beiden waren zusammen! Er war derjenige, mit dem sie eine Verabredung gehabt hatte! Er war derjenige, der sie seit Jahren mal wieder glücklich machte! Oh mein Gott, er war es! Es war Philipp... Ich glaubte es nicht. Es war verdammt nochmal Philipp.
Kurz darauf kam auch schon David aus dem Bad zurück. Lächelnd setzte er sich neben mich auf die Couch und folgte meinem Blick. "Weißt du noch, als meine Mum auf ein Date gegangen ist? Philipp ist derjenige. Ihr neuer Freund.", erklärte er, während wir beobachteten, wie Vicki ihn herein bat. Ein sanftes Lächeln umspielte meine Lippen. "Ich hab's gemerkt."
Nachdem Philipp im Haus war, dauerte es auch gar nicht mehr lange, bis Vicki ihn zu uns in Wohnzimmer führte. Direkt, nachdem er so im Türrahmen lehnte, erkannte er mich wieder. Zumindest verriet mir das sein Gesichtsausdruck. Der Ausdruck in seinen warmen braunen Augen. Aber klar, wen wunderte es? Er war schon aber dutzende Male bei uns Zuhause gewesen. Er nahm seinen Job als "Hausarzt" irgendwie ziemlich ernst. Aber wir waren sicherlich schon genauso oft in seiner Praxis gewesen. Dad war mehr oder weniger mit ihm befreundet. Jedoch hatte ich ihn selten in normaler Kleidung gesehen. Meistens nur im weißen Kittel und weißer Hose. Dementsprechend ungewohnt waren jetzt auch die verwaschene blaue Jeans und das schwarze einfarbige T-Shirt.
Philipp lächelte, als er meinen aufmerksam studierenden Blick erwiderte. "Oh, hey! Wir haben uns ja lang nicht mehr gesehen.", begrüßte er mich, was mich zum Grinsen brachte. Ja, allerdings. Mittlerweile war Philipp schon eine ganze Weile nicht mehr bei uns gewesen. Und wir auch nicht bei ihm. "Sieht so aus.", erwiderte ich also. "Bist du länger hier?", fragte er. Ich nickte. "Ja, eine Woche." Philipp lächelte. Ein freundliches, offenes Lächeln, das ich schon öfter an ihm gesehen hatte. "Ja dann werden wir uns bestimmt noch öfter sehen.", meinte er. Bekräftigt nickte ich, da ich von dieser Tatsache mehr als überzeugt war. David neben mir lächelte. "Das glaub ich auch."
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Aus dem Leben eines Mädchens..~♥
Romance》"Du hasst Menschen grundlos. Du gehst zu leichtfertig damit um. Ich meine, was bringt dir der Hass? Wenn du dich weiterhin so verhältst, will definitiv keiner je mit dir befreundet sein."《 September 2012 Im Leben des Mädchens Mikayla Ashley Simpson...
