~Jetzt ist die Zeit, die wir uns in 10 Jahren zurückwünschen~
"Guckt mal! Die Sonne geht unter. Wie schön
das aussieht.", rief Greta, während sie zum See heran ging.
Die letzten Sonnenstrahlen glitzerten wirklich wunderschön auf dem Wasser. Ich strahlte übers ganze Gesicht und folgte Greta, ebenso wie die Anderen.
Gemeinsam setzten wir uns auf den Steg und beobachteten den Sonnenuntergang. Tom hatte unser kurz vorher gekauftes Sixpack Bier mitgenommen und verteilte die Flaschen.
"Ist das nicht schön.", murmelte Greta verträumt und machte ein Foto. Sie strahlte übers ganze Gesicht.
Wir alle nickten. Sogar Leo.
"Lasst uns schwimmen gehen!", wer das vorgeschlagen hatte, konnte man sich wohl denken.
"Wieso kommst eigentlich immer du auf die verrücktesten Schnapsideen, Leo?", lachte Tom.
"Du kannst doch von einer halben Flasche unmöglich schon besoffen sein.", das war Jonas.
"Fieber hat er auch nicht.", kam es von Greta, die ihm gespielt besorgt an die Stirn gefasst hatte.
"Die besten Erinnerungen kommen von den verrücktesten Ideen, also los jetzt. Sonst schmeiß' ich euch alle rein!", antwortete dieser.
Keiner von uns hätte damit gerechnet, dass er seine Drohung wahr machen würde, doch anscheinend kannten wir ihn auch nach den vielen Jahren, die wir mittlerweile befreundet waren, nicht richtig. Denn als niemand sich zu rühren begann, nahm er kurzerhand Greta hoch und warf sie ins Wasser.
"Du Arsch! Was soll der Mist! Boah, ist das kalt!", schrie Greta, als sie wieder aufgetaucht war. Es passte garnicht zu ihr, so sehr zu fluchen.
Greta war der harmoniebedürfstigste und gutherzigste Mensch, den ich kannte. Bei einem Streit versuchte sie immer zu schlichten, weil sie Ärger, der nicht geklärt war, nicht ertragen konnte. Vielleicht lag es daran, dass ihre Eltern sich vor vielen Jahren getrennt hatten und seitdem böse zerstritten waren. Ihre Mutter war nach der Trennung zurück zu ihrer Familie in die Niederlande gezogen und meldete sich seitdem nur noch zu Weihnachten und zu den Geburtstagen bei ihren Kinder. Mit ihrem Exmann hatte sie seit Jahren kein Wort mehr gesprochen. Greta hatte vier Geschwister. Ihre Schwester Sanne war schon verheiratet und ihre drei Brüder Tim, Finn und Milan, die Drillinge waren, studierten alle an der Uni in der Nähe und lebten deshalb noch zuhause.
Ich stellte es mir ziemlich stressig vor mit drei großen Brüdern. So sehr ich Felix auch lieb hatte, manchmal konnte er furchtbar nerven. Greta hatte es in dem Fall ja dreifach schlecht getroffen. Hoffentlich war Ben nicht auch so.
"Ich hab's dir gesagt!", lachte Leo sie aus.
So schnell ich konnte, sprang ich auf und lief vor Leo weg, bevor ich auch im See landen würde. Doch für Lina kam jede Hilfe zu spät. So laut sie auch schrie, Leo hatte kein Mitleid mit ihr und so war sie schneller im Wasser, als sie gucken konnte.
Nun war Tom an der Reihe, denn Jonas war, ebenso wie ich, weggerannt. Da Leo Tom nicht tragen konnte, schubste er ihn kurzerhand vom Steg aus hinunter. Doch Tom hatte mitgedacht und zog Leo einfach mit ins anscheinend sehr kühle Nass.
Nun lagen alle Augen auf Jonas und mir.
"Los kommt auch rein!", rief Lina.
"Na kommt schon, seid keine Spielverderber!", bekräftigte Tom ihre Forderung.
Jonas sah mich an. Ich konnte erkennen, was er mir sagen wollte. Ich grinste, nahm seine Hand und zählte langsam bis drei. Dann rannten wir los, direkt auf den See zu und sprangen gemeinsam hinein.
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Der letzte Sommer
Teen Fiction"Du bist so wunderschön, wenn du glücklich bist.", hatte er gesagt und dabei in die Ferne geguckt. So, als würde er garnicht mit mir reden, sondern mit dem Universum, dem Himmel oder der ganzen restlichen Welt. Für Mia und ihre Freunde steht das le...
