Den letzten Absatz des elften Kapitels habe ich nochmal überarbeitet, weil es mir so inhaltlich besser gefällt. Das heißt, falls ihr die neue Version noch nicht gelesen habt, solltet ihr das machen, bevor ihr mit diesem hier anfangt. Der letzte Absatz reicht, denn der Rest ist gleich geblieben.
Plötzlich schaute ein breitgrinsender Jonas in mein Gesicht.
"Du Mistkerl! Ich hatte Todesängste!", sagte ich gespielt empört. "Erschreck mich doch nicht so!"
Doch er setzte sich nur mit dem immernoch gleichen dämlichen Grinsen auf den Lippen neben mich auf den Steg und tat so, als hätte er mich nicht gehört. "Kannst du auch nicht schlafen?", fragte er.
"Mein Rücken"
Jonas nickte. "Tut er noch doll weh?", erkundigte er sich.
"Geht.", antwortete ich ehrlich. "Und was hast du?"
Er zuckte unbekümmert mit den Schultern: "Nicht so wichtig."
"Wenn du mitten in der Nacht nicht schlafen kannst, weil du dir den Kopf darüber zerbrichst, wird es wohl wichtig sein. Erzähl mal.", forderte ich ihn auf.
"Okay. Kannst du dich noch an das Spiel letzte Woche erinnern?", fragte er zögernd.
"Klar, kann ich das. Du hast ziemlich gut gespielt.", sagte ich ehrlich.
"Danke. Ich habe gestern einen Anruf bekommen. Sie haben mir ein Angebot gemacht. Ich soll am Ferienanfang für ein Wochenende zu einem Probetraining kommen und wenn ich gut genug bin, kann ich mein Abitur auf dem eigenen Internat des Vereins machen. Vormittags Schule, nachmittags Fußball. Und nächstes Jahr würden sie dann sehen, ob ich mich so sehr weiterentwickelt habe, dass ich in der zweiten Mannschaft spielen könnte. Falls ich es denn überhaupt durchs Probetraining schaffe. Weißt du, sie sagen, dass aus mir etwas werden könnte, wenn ich diszipliniert arbeite und man mir die Chance gibt. Das Talent soll ich wohl haben. Und selbst wenn es nichts wird, habe ich trotzdem noch mein Abi und kann immernoch studieren, oder irgendwas anderes machen. Ich könnte nur mal testen, wie weit ich komme. Fußball spielen war schon immer mein Traum und jetzt habe ich die Chance.", erzählte er.
"Wieso zweifelst du dann? So eine große Chance bekommst du wahrscheinlich nicht wieder.", sagte ich.
"Ich weiß, aber ich müsste weg, die Schule wechseln, neue Freunde finden. Das Internat ist fünf Stunden weit weg. Nach einem Jahr habt ihr mich doch längst vergessen und wer sagt denn, dass die Leute mich dort mögen werden. Vielleicht würde ich voll der Außenseiter sein, weil keiner was mit mir zu tun haben will. Und das Training, jeden Tag, wird eh viel zu hart für mich sein. Ich bin so ein hohes Niveau nicht gewohnt.", zweifelte er.
"Wir würden dich doch nicht vergessen.", ich boxte ihn in die Seite, sodass er fast ein bisschen lachen musste. "Klar würden wir uns nicht mehr so oft sehen, aber du wirst immer unser Freund bleiben, Jonas. Freunde findet man überall. Ich bin mir sicher, dass du dort auch welche finden würdest. Warum solltest du das auch nicht? Am Anfang wird das Training sicher hart und anstrengend sein, aber wenn du dein Bestes gibst, dann kannst du das schaffen. Und selbst wenn du das nicht tust, kannst du dir wenigstens nie vorhalten, dass du es nicht versucht hast. Was meinst du wie du dich in 20 Jahren ärgern würdest, wenn du es nicht wenigstens probiert hättest. Und wenn es dir zu viel wird, wenn du absolut nicht mehr kannst, gibt es immer die Möglichkeit nach Hause zu kommen. Hast du denn schon mit deinen Eltern gesprochen?", fragte ich.
Er schüttelte den Kopf: "Bis jetzt habe ich es noch Niemandem erzählt. Ich wollte mir erstmal klar werden, was ich will."
Ich nickte. "Was denkst du denn gerade darüber?"
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Der letzte Sommer
Teen Fiction"Du bist so wunderschön, wenn du glücklich bist.", hatte er gesagt und dabei in die Ferne geguckt. So, als würde er garnicht mit mir reden, sondern mit dem Universum, dem Himmel oder der ganzen restlichen Welt. Für Mia und ihre Freunde steht das le...
