Lukas ist ein gewöhnlicher 17-jähriger Junge. Er hat eine normale Vergangenheit, eine normale Familie und ein normale Umgebung und ist somit eine ganz normale Person. Er hat mit den ganz normalen Problemen in seinem Alter zu kämpfen. Pickel, Geld un...
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Ich kneife meine Augen zusammen und schniefe einmal auf. Ich verstehe einfach nicht, wieso es gerade mich getroffen hat. Was habe ich falsch gemacht, dass ich nun in dieser Lage stecke? Was ist meine Lage überhaupt? Ich meine, noch immer weiß ich nicht was sie wirklich von mir wollen... Aber ich will einfach nur noch nach Hause. Ich will wieder in meinem Bett liegen und meine Freunde um mich haben und alles vergessen.
Wie von alleine fahren meine Hände zu meiner Hundemarke und umgreifen diese fest. Die ersten Tränen verlassen meine Augen und ich mache mich noch keiner. Bestimmt wache ich gleich auf und das war alles nur ein böser Albtraum. Oder Felix kommt gleich zur Türe rein und es war doch alles nur ein Spaß von ihm. Egal was, aber es soll aufhören. Ich hoffe es so sehr, doch alles bleibt, wie es ist.
Ich werde immer müder und schwächer und schlafe schlussendlich zitternd ein. Auch in meinen Träumen werde ich die ganze Zeit verfolgt und befinde mich in dunklen Räumen. Immer wieder höre ich die Stimme von Biss und Fessel, wie ich die beiden Entführer einfach mal nenne, die mir sagen, dass ich nicht mehr bin als ein Sklave. Ich werde wach, als ich etwas spüre. Leicht mache ich meine Augen auf und schaue mich um, doch noch immer sehe ich nicht mehr als schwarz. Doch ich spüre etwas. Eine hauchzarte Bewegung. Sie ist in meinen Haaren, auf meinem Kopf. Ich schlucke, denn ich habe so eine böse Vorahnung, was es ist.
Mit den Händen fahre ich mir hektisch durch die Haare und habe so die vermeintliche Spinne von mir gewischt. Dabei habe ich mir aber auch die Kette, die die beiden Handriemen verbinden mit voller Wucht an meine Nase gehauen und nun schmerzt auch noch diese. Besser kann es ja fast nicht kommen. Doch zu früh gefreut. Ich spüre wie mir das Blut aus der Nase läuft und langsam an meinem Kinn herab tropft. Das kann doch alles nicht sein. Das ist alles nur ein dummer Traum...
Mit einem Mal höre ich ein Geräusch, wie wenn man einen Schlüssel in einem Schloss herumdreht und schaue in die Richtung, in der die Türe ist. Kurz darauf wird diese aufgerissen und ich kann von dem Licht geblendet nur den Umriss einer Person sehen. Automatisch mache ich mich ein wenig kleiner und schlucke leicht. Ich bin mir schon alleine an der Statur sicher, dass dies keine Person ist, die ich bis jetzt kennengelernt habe... Es ist weder Biss noch Fessel und das macht mir Angst.
Der Mann kommt auf mich zu gelaufen und geht vor mir in die Hocke. Trotz des schwachen Lichtes kann man gut sehen, dass er relativ blasse Haut und schwarze Haare hat. Ich traue mich nicht, etwas zu sagen oder zu machen und beobachte ihn einfach weiterhin. „Mh.... Du siehst nicht gut aus Neuling....", meint er und ich muss mir ein bissiger Kommentar zurück halten. An seinem starken Akzent erkennt man, dass er auf jeden Fall nicht deutscher Herkunft ist. Er hebt mein Kinn leicht an und dreht den Kopf ein wenig um mich genauer zu betrachten und ich beiße mir auf die Zunge. Er soll seine Finger von mir lassen!
„Weißt du Kleiner... Es ist ganz einfach. Ich bin der Boss und du der Sklave. Wenn du hier von jemandem einen Befehl bekommst, führst du diesen ohne nachzudenken aus und wirst belohnt. Wenn nicht, wirst du bestraft.", erklärt er ruhig und ich schlucke licht. „Du hast bestimmt Hunger oder?", fragt er und ich nicke leicht. Auch mein Bauch grummelt, was meine Geste nur noch unterstreicht. Er löst meine Fessel am Fuß und deutet mir an, aufzustehen. Ich traue dem Ganzen noch nicht ganz, aber etwas andere bleibt mir nicht übrig und so stehe ich vorsichtig um. Er legt eine Hand auf meinen Rücken und führt mich so vor sich her. Die Treppe empor und oben bleibe ich erst einmal stehen, da mich die Sonne und die Helligkeit hier oben blendet. Zudem ist die Luft warm und drückend, ganz anders wie unten in dem dunklen Raum.
Der Mann führt mich weiter zu einem der Eingänge zu der großen Halle. Dort schließt er die Türe auf und ich kann das erste Mal einen Blick auf ihn werfen und ihn auch dank dem Licht erkennen. Er ist groß gewachsen und hat breite Schultern. So auf den ersten Blick sieht er sehr elegant und charmant, fast sogar freundlich aus. Doch dann dreht er sich zu mir und ich kann ihm in die Augen blicken. Das habe ich von meiner Mutter genannt. Sie meinte immer, die Augen seien die Spiegel unserer Seele und auch wenn wir noch so gut unsere Gefühle verstecken können, Augen lügen niemals. Doch seine Augen erschrecken mich.
Sie sind komplett rot und erst auf den zweiten Blick fällt mir auf, dass sie nur durch Kontaktlinsen rot sind. Dennoch erschreckt mich das so sehr, dass ich ein paar Schritte von ihm zurück weiche. Er aber lacht nur leicht und zieht mich an meiner Schulter wieder zu sich. „Alles ist gut solange du das machst, was ich will. Und jetzt geh rein!", meint er wieder mit tiefer Stimme und mit schnellem Herzschlag und einem Anflug von Angst gehe ich wieder vor in das Gebäude. Er führt mich in eines der ersten Zimmer auf der rechten Seite. Es ist relativ klein, hat aber ein Bett und ein Klo mit Waschbecken. Er schließt die Türe und setzt sich auf das Bett. Sein Blick liegt voll und ganz auf mir und er mustert mich von oben bis unten. Ich fühle mich unter seinem Blick unwohl und möchte nur, dass er mich einfach in Ruhe lässt und wieder nach Hause bringt. „W-wieso b-bin i-ich~" will ich fragen, doch durch das plötzliche Handheben von ihm verstumme ich automatisch und kneife meine Augen zusammen. Er soll mich nicht schlagen... Nicht schon wieder... Nicht noch mehr Schmerz. Doch entgegen meiner Erwartung spüre ich seine Hand nicht und schaue unsicher wieder zu ihm.
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