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Der Schotterweg treibt mir durch die unebene Fahrt fast Tränen in die Augen, aber ich habe in den letzten Tagen weitaus schlimmere Schmerzen gespürt wie das Scheuern des huppeln

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Der Schotterweg treibt mir durch die unebene Fahrt fast Tränen in die Augen, aber ich habe in den letzten Tagen weitaus schlimmere Schmerzen gespürt wie das Scheuern des huppeln. Also schaue ich einfach weiterhin emotionslos aus dem Fenster und lasse die Bäume an mir vorbei ziehen. Wie lange habe ich mir gewünscht von hier zu fliehen? Und jetzt? Jetzt wünsche ich mir nichts sehnlicher als nie hier weg gekommen zu sein. Mein Körper ist ruiniert. So will ich nicht mehr unter die Augen meiner Eltern treten... Wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob diese mich überhaupt noch sehen wollen. Vielleicht war das alles nur ein riesiges Missverständnis... Vielleicht wurde ich nie entführt sondern wurde von meinen Eltern an diese Menschen verkauft. Vielleicht hatten sie Geldprobleme?

Der Motor geht aus und ich starre auf den Fußraum. Ich warte darauf, dass die Türe aufgeht und steige direkt aus, ohne dass er etwas sagen muss. Dann lasse ich es zu, dass er die Leine an mein Halsband einhackt und trotte ihm schweigend nach, als er vorgeht. Etwas anderes habe ich eh nicht zu tun und ich muss mich eher darauf konzentrieren, wie ich bei den Fragen den Schein aufrechterhalten soll, nicht vergewaltigt worden zu sein. Ich hoffe einfach, dass sie mich als wertlosen Sklaven nicht zur Sprache kommen lassen.

Wir betreten das Gebäude und laufen einen Gang entlang und ich muss traurig schmunzeln, als ich die Gänge erkenne. Hier geht es lang zum Essen und da vorne sind die Duschen. Da hinten ist der Ausgang zum Hof und hier... Hier ist das Zimmer in dem ich warten musste bis mich Anzugmann mitnimmt. Der Raum, aus dem mich die beiden Hünen gezogen haben. Auch jetzt betreten wir den Raum und Anzugmann lässt sich auf dem einen Sofa nieder. Ich knie mich direkt vor ihm hin und senke den Kopf. Meine Hände lege ich dabei auf meine Oberschenkel und schaue einfach seufzend auf diese. „Denk dran...", knurrt Anzugmann noch und ich nicke minimal. Ja.. Ich werde ihn nicht verraten...

„Guten Tag Vincent! Wie kann ich dir helfen? Bist du nicht zufrieden?", vernehme ich mit einem Mal die tiefe Stimme von Rotauge und kurz darauf sehe ich aus den Augenwinkeln wie er und eine zweite Person zu dem zweiten Sofa laufen. „Nein bin ich nicht. Er macht nur Probleme. Zum einen war er lang nicht so erzogen, wie mir versprochen wurde und zum anderen hat er mehr als nur einmal die Hand gegen mich erhoben. Zu seinem Glück hatte ich wegen meiner Familie zu viel zu tun, sodass ich ihn nicht ordentlich rammeln konnte...", dann wechselt er in seine Muttersprache und ich schließe einfach meine Augen und höre nicht mehr zu.

Ich kann die deutliche stechenden Blicke von der zweiten Person auf mir spüren, dennoch lasse ich meinen Kopf gesenkt und versuche möglichst keine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. „Soso... Wenn das so ist werde ich ihn natürlich zurück nehmen. Du kannst dir einen Neuen aussuchen und ihn direkt mitnehmen, wenn du willst. Ich werde mich um ihn kümmern. Hast du seine Papiere?", fragt nach einer Weile Rotauge und ich kann darauf nur rascheln hören. Dann steht Anzugmann auf und ich ebenfalls um ihm wieder zu folgen. Jedoch werde ich grob zurück auf den Boden gestoßen. „Du bleibst hier! Ich habe keine Verwendung für dich!", knurrt Anzugmann und ich nicke leicht. „Ich verstehe Sir. Es tut mir leid ihnen kein ausreichender Sklave gewesen zu sein...", meine ich leise und kann hören, wie eine Person im Raum die Luft laut einzieht. Aber mir ist das nun wirklich egal und ich sehe zu, wie der Schatten meines ehemaligen Besitzers verschwindet.

Also bleibe ich einfach hier sitzen und lasse meine Schultern etwas hängen. Auch Rotauge verlässt den Raum nachdem er der anderen Person etwas zugeflüstert hat. Also bin nur noch ich und diese Person hier im Raum und einen Moment später weiß ich auch wer die andere Person ist. Julian. Er kniet sich zu mir und hebt leicht mein Kinn an und ich schaue ihn emotionslos an. „Hey... L-Lukas... Erinnerst du dich?", fragt er leise und ich gebe ein kaum merkliches Nicken von mir. Wie könnte ich ihn, meinen einzigen Freund, vergessen? Er zieht mich sanft zu sich und legt seine Arme um mich, was ich mit aufeinanderbeißenden Zähnen ertrage. „Du siehst fürchterlich aus... Was hat er gemacht?", fragt er leise und ich spanne mich automatisch etwas an. „N-nichts S-Sir...", murmle ich leise und bekomme direkt eine leichte Ohrfeige.

Verwirrt schaue ich auf und erkenne in seinen Augen direkt Reue und Schock. Er hält sich die Hände vor den Mund und schluckt leise. „Sorry Lukas... Ich wollte nicht... Aber... Du... Wir sind Freunde... Bitte nenn mich nicht Sir... Und lüg mich nicht an... Ich sehe dir doch an, dass er mehr gemacht hat, wie er behaup~" Doch er wird unterbrochen. Zwei Hünen betreten den Raum und ich muss leicht schmunzeln als ich sie erkenne. Es sind Biss und Fessel... Die Beiden, die mich hier her gebracht haben. Sie sagen irgendwas zu Julian, woraufhin er mir einen mitleidigen Blick zuwirft, dann kommen sie auf mich zu und ich stehe auf, bevor sie mich aufziehen müssen. Biss greift nach meinem Hals und ich schließe einfach meine Augen und zucke nicht einmal zurück. Als ich spüre, wie er mir das Halsband abnimmt und dann wieder von mir ablässt, atme ich erleichtert durch. Dann deutet mir Fessel an ihm zu folgen und ich senke direkt meinen Blick um ihm zu folgen.

Wir machen einen Abstecher in meinem alten Zimmer, das, welches ich mir erarbeitet hatte und ich muss eine Klamotten ausziehen. Die beiden starren mich einen Moment an und scheinen wohl überrascht zu sein, dass ich es alles ohne Wiederstand mache. Auch deutet Biss auf das Mal an meiner Brust, aber er lässt es einfach und sie führen mich weiter. Je weiter wir gehen, desto eher verstehe ich wohin wir gehen und trotz meiner Emotionslosigkeit breitet sich ein unangenehmes Gefühl in meinem Magen aus.

Wir gehen direkt zum Loch.

Wir gehen direkt zum Loch

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Shadow - Gefangen und VersklavtWo Geschichten leben. Entdecke jetzt