Lukas ist ein gewöhnlicher 17-jähriger Junge. Er hat eine normale Vergangenheit, eine normale Familie und ein normale Umgebung und ist somit eine ganz normale Person. Er hat mit den ganz normalen Problemen in seinem Alter zu kämpfen. Pickel, Geld un...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Ich kann nicht verhindern, dass mein Körper beginnt zu zittern. Ich habe schlechte Erinnerungen an diesen Teil des Geländes und will nicht nochmal da nach unten. „S-Sir...", ich hoffe sie lassen mich sprechen und ich werde nicht direkt dafür bestraft, „Ich... Bitte.. S-sie können alles mit mir machen, a-aber bitte nicht in das Loch...". Ich flehe sie mit leiser und zum Teil rauer Stimme an. Die letzten Tage habe ich meine Stimme ja nicht benutzen sollen... Außer zum stöhnen... Aber ich werde nur etwas am Arm gepackt, da ich verängstigt vor dem Eingang stehen geblieben bin.
„Anordnung des Boss'.", meint Biss nur und zerrt mich weiter die Treppe hinunter. Aus eigener Erfahrung laufe ich jetzt doch lieber mit, sonst werde ich womöglich wieder die Stufen herab gestoßen und komme vielleicht dieses Mal nicht mit nur einer gebrochenen Rippe hinweg. Wobei, wenn ich mehr darüber nachdenke wäre es doch gut, wenn ich mir den Kopf stoße und sterbe dabei. Dann müsste ich das alles hier nicht mehr ertragen... Hätte endlich meine Ruhe...
Unten angekommen bin ich noch so in Gedanken, dass ich nicht bemerke wie mir die beiden Handfesseln anlegen und mich dann alleine lassen. Erst als ich höre, wie am oberen Ende der Treppe die Türe zu geht und ich somit auch alleine in der Dunkelheit bin, erwache ich wieder zum Leben. Ich will mich wieder in meine Ecke zurückziehen, doch die Fesseln hindern mich daran und ich muss in genau der Position sitzen bleiben. Meine Arme sind links und rechts neben meinem Körper an die Wand gebunden, sodass ich mich weder auf- noch umsetzen kann. Ich kann noch nicht einmal die Beine anziehen und meine Arme darum legen. Einen Moment ziehe ich noch an den Fesseln, das schmerzt aber mehr als es sollte und somit lasse ich es einfach.
Ich starre in die Dunkelheit und langsam aber sicher überkommt mich das beklemmende Gefühl, dass ich hier nicht mehr lebendig heraus komme. Die Wände scheinen mich zu zerdrücken und die Luft lastet schwer auf meinen Lungen. Ich kneife die Augen zusammen und schniefe leise. Mir fehlt aber auch die Kraft um nach Hilfe zu rufen. Und selbst wenn... Wer würde bitte kommen und meinen wertlosen Körper retten? Wem würde es was ausmachen, wenn die mit Maden und Schimmel überzogenen Glieder von Wänden zerdrückt werden? Mein Meister hat mich abgegeben, weil ich nicht gut genug bin... Wieso sollte ich für einen anderen genug sein?
Somit rollen wieder die ersten Tränen über meine kalte und verdorbene Wange. Wie oft wurde ich geschlagen? Wie oft habe ich seine Männlichkeit in meinem Mund gehabt? Wie oft musste ich das bittere Zeug herunter würgen? Wie oft ist er in meinem Gesicht gekommen und hat somit den Prozess des Verderbens angetrieben?
Ich merke nicht einmal wie die Zeit vergeht. Ich bin in meinen Gedanken gefangen und lebe immer wieder die einzelnen Vergewaltigungen durch. Murmle nicht selten leise etwas vor mich hin. Doch als ich mit einem Mal eine Berührung an meiner Schulter wahrnehme, zucke ich zusammen und schreie kurz auf. Doch als ich mich umsehe, sehe ich nicht. Es ist noch immer dunkel und mittlerweile nehme ich auch die Kälte um mich herum wahr. Es muss Nacht oder zumindest Abend sein, denn meine Gliedmaßen schmerzen und mein Körper zittert vor Kälte. Zudem merke ich, als ich mich ein wenig versuche aufzurichten, dass der Boden mit einer Schicht Wasser bedeckt ist. Erschrocken weite ich meine Augen und nun nehme ich auch das leise Trommeln des Regens wahr, der an der Erdoberfläche niederfällt.