Lukas ist ein gewöhnlicher 17-jähriger Junge. Er hat eine normale Vergangenheit, eine normale Familie und ein normale Umgebung und ist somit eine ganz normale Person. Er hat mit den ganz normalen Problemen in seinem Alter zu kämpfen. Pickel, Geld un...
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Die kommenden Tage waren... Anders. Zuerst einmal bin ich wieder auf das Zimmer verlegt wurden, in dem ich mir mit Demian ein Bett geteilt hatte. Es ist seltsam nun dort alleine zu sein und ich fühlte mich vor allem in den Nächten mehr als einsam. Doch das ist vergangen, denn Julian hat sich am dritten Tag zu mir gesellt und hat die Erlaubnis bekommen, jede zweite Nacht bei mir zu verbringen.
Die Tage an sich sind relativ normal gehalten. Essen alleine mit Julian und unter Beobachtung. Das ist der Anfang. Zuerst habe ich mir etwas schwer getan wirklich mit ihm zu reden, doch ich habe mich immer wieder an die Worte von Sam erinnert und mittlerweile kann ich ohne Probleme mit Julian reden. Mir ist bewusst, dass er es wahrscheinlich Rotauge weiter sagen wird, aber es ist mir egal und solange ich so Demian retten kann....
Er hat so viel durchmachen müssen, er hat nun ein gutes Leben verdient... Hoffentlich kann ihm Sam das geben, auch wenn er so.... Mh... Gebieterisch ist. Aber ich habe da Vertrauen zu ihm. Er war ja immer nett zu mir und ich glaube einfach mal an das Gute im Menschen. Wie ich das sagen kann? Nachdem ich Noir hinter mich gebracht habe?
Ich vermute, es liegt an meiner Kette. Ich merke von Tag zu Tag mehr wie mein alter Lebenswille zurückkehrt und mich im Leben festhält. Merke, wie ich langsam wieder in das Muster zurück falle, dass ich zu meiner Anfangszeit hier hatte. Frech, aufmüpfig und mit großer klappe. Letzteres ist noch ein wenig schwer, vor allem gegenüber den Aufsehern, doch es wird langsam wieder.
Nach dem Essen werden Julian und ich zusammen zu Rotauge gebracht und dürfen dort duschen. Mein Vorzug ist mir nicht wieder genommen worden und das ist wieder eines meiner Asse. Sie sehen mich alle anders an wie zuvor. Behandeln mich anders.... Passen in meiner Gegenwart anders auf. Ich habe sie alle irgendwie in der Hand und keiner traut sich mir gegenüber ausfällig zu werden.
Gerade sitze ich in einem warmen Wintermantel und mit einer Decke auf meinem Balkon und grinse einfach nur während ich mal wieder die Winterlandschaft beobachte. Es ist schon witzig... Aber gerade ich als Sklave habe wahrscheinlich mehr Kontrolle als alle anderen... Okay... Julian hat wahrscheinlich noch ein wenig mehr, da er der Kleine von Rotauge ist, jedoch ist er auch unter diesem und wenn es hart auf hart kommt wird er sich in jedem Fall unterwerfen.
Ist ja auch egal. Momentan habe ich ein schönes Leben. Zwar bin ich eingesperrt aber ich bin doch irgendwie ein wenig frei. Ich muss nur zum Essen und kann sogar warm duschen... Habe mein eigenes Zimmer, warme Klamotten.... Was will man mehr? Meine Aufmerksamkeit wird mit einem mal auf ein Tier gelenkt. Es ist wieder der Rabe, den ich vor einiger Zeit schön öfter gesehen habe. Ich setze mich ein wenig mehr auf und beobachte mit gerunzelter Stirn wie er seine Kreise zieht und schlussendlich auf der Spitze des Tannenbaum der mir am nächsten ist landet.
„Lukas... Komm bitte rein ich muss dir was erzählen", ich schaue über meine Schulter und sehe Julian. Als ich meinen Blick wieder dem Raben zuwende ist er weg. ‚Bald'