Lukas ist ein gewöhnlicher 17-jähriger Junge. Er hat eine normale Vergangenheit, eine normale Familie und ein normale Umgebung und ist somit eine ganz normale Person. Er hat mit den ganz normalen Problemen in seinem Alter zu kämpfen. Pickel, Geld un...
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Seine tiefe Stimme jagt mir eine Gänsehaut über den Kopf und führt dazu, dass ich mich nur noch kleiner mache. Er steht noch immer einfach ganz gelassen mit verschränkten Armen vor der Türe und seine Augen mustern die Küche und sie Situation. Als sie auf das Messer in Louis's Hand fällt, wird sein Blick noch ein wenig härter und er knurrt leise auf, was mich wiederum zum Wimmern bringt. Ich weiß nicht was mit diesem Typen los ist, aber alles an ihm lässt meine Alarmglocken klingeln und schreit nach Gefahr. Nicht umsonst wohl, ich meine er ist ein Mafiaboss! Und wenn ich mir seine Statur nun genauer anschaue, fallen mir die ganzen Muskeln auf und... Eine Erhebung bei seiner Hüfte. Ob das eine Pistole ist?
„Give me the knife!", meint er nun in eisigem Ton und ich sehe, wie sich Louis langsam aus seiner Starre löst. Zuerst schaut er langsam auf seine Hand, die das Messer umklammert hinab und dann schaut er mit noch größeren Augen zuerst zu mir, dann zu Harry. Ich kann ihn schon ein wenig verstehen. Wahrscheinlich wird ihm gerade bewusst, dass er einen Menschen getötet hat. Er zittert leicht und streckt die Hand aus und geht ganz langsam auf Harry zu. Sobald er das Messer in der Hand hat, lässt sich Louis vor ihm auf die Knie fallen und beginnt zu schluchzen. „Please Sir! I had no choice! He was a monster... I couldn't take this anymore! A-and I wanted to be y-your slave...", haucht er weinerlich und ich sehe schon, wie er mit einem Tritt am Boden liegt. Doch entgegen meiner Erwartung, beginnt Harry auf einmal zu schmunzeln.
„Help Lukas to clean everything up and then come back to me quickly. I don't want to stay here anymore and I have to punish a slave which I certainly won't do here!", meint er in einem relative sanften Tonfall und streicht Louis einmal sanft durch die Haare. Dann steckt er das Messer ein und verlässt die Küche. Ich verstehen noch immer nicht ganz, was hier gerade vorgefallen ist.... Er hat keinen Groll gegen mich? Er... Scheint überhaupt nicht böse zu sein... Dennoch kann ich das nicht so ganz glauben. Bin ich noch immer ohnmächtig und habe ich das alles nur geträumt? Das kann doch nicht wahr sein. Louis vor mir richtet sich auf und lächelt mich an. „Come on Lukas! We have to clean something!", meint er gut gelaunt und beginnt mit einem Lappen das Blut vom Boden zu wischen. Ich schaue ihm eher teilnahmslos zu und langsam treten mir Tränen in die Augen.
Ich wurde gerade Zeuge eines Mordes. Nein. Ich war Komplize. Hätte ich einen Krankenwagen gerufen und Louis daran gehindert, Mister Smith aus dem Fenster zu schmeißen, würde letzterer noch leben. Aber nein, ich habe sogar geholfen. Ich habe einen Menschen ermordet! Das Blut einen Menschen klebt an meinen Händen. Ein Mensch! Ich starre auf meine Hände die von oben bis unten blutverschmiert sind. Ich kann sehen, wie sich das Blut langsam immer ehr ausbreitet, wie es sich meinen Arm empor zieht und immer mehr von meinem verdorbenen Körper überdeckt. Alles was ich sehen kann ist sein Blut. Das Blut von meinem Opfer!
„-ey!! Lu - as! Lu – k - as!! Lukas!! Come on! Look at me! Everything is okay!!", werde ich an der Schulter gerüttelt und schaue in das etwas verschwommene Gesicht von Louis. Was ist passiert? Ich will vor ihm zurück weichen und schüttel ängstlich den Kopf. „Nein... N-nein lass mich... Es.. Er... Tod... Blut...", murmle ich leise und versuche ihn abzuschütteln, aber er bleibt da. Dann kann ich ein Geräusch hören. Ich weiß nicht was es ist aber es führt dazu, dass Louis mich los lässt und ich weiter zurück robben kann. Weiter weg von ihm, weiter weg von dem Tatort. Doch weit komme ich auch nicht, da werde ich auch schon an meinem Arm hinauf gezogen und spüre eine Faust in meinem Gesicht. Schmerzerfüllt stöhne ich auf und kneife die Augen zusammen. Ich glaube jetzt hat es gereicht und meine Nase ist wirklich gebrochen. Sie fühlt sich matschig an und ich kann das Blut in meinem Mund schmecken.
Ich höre um mich herum langsam wieder alle stimmen und es ergibt auch wieder Sinn, was ich höre. Louis seine helle Stimme kann ich hören, wie er schnell irgendwas sagt, dann irgendein leiser und kalter Befehl von Harry und dann stille von den beiden. Irgendwas von Anzugmann und dann ist meine Sicht und meine Sinne erneut weg. Als ich das nächste Mal zu mir komme liege ich auf einem Tisch und kann viele Stimmen um mich herum hören. Ich will mir an meinem Kopf greifen, da dieser einfach nur verdammt schmerzt, doch meine Hände sind mal wieder gefesselt. Dann kann ich eine Stimme neben meinem Ohr wahrnehmen. „Du Kleines Arschloch! Einfach so meinen Freund umbringen. Weißt du wie viel Geld ich durch ihn gemacht hätte? Tja... Da sich der Boss selber um dessen Sklaven kümmern wollte und nun weg ist, habe ich keine andere Verwendung mehr für dich. Du machst nur Probleme... Nur Probleme...", meint er kalt und ich wende meinen Blick so gut es geht von ihm ab.
Er hat ja Recht. Ich mache nur Probleme... Ich bin ein Monster, nicht besser als er selber, nur das ich sogar einen Menschen getötet habe. Ich lasse meine Anspannung los und schließe meine Augen, kann nur am Rand wahrnehmen, dass er noch irgendwas sagt. Dann kann ich die ersten Hände auf mir spüren. Sie sind überall auf meinem verdorbenen Körper. Sie treiben das verderben meines Körpers an und beschleunigen den Prozess der Verwesung. Überall spüre ich teils sanfte und neckende Berührungen, teils aber auch harte Schläge. Nicht nur bei simplen Berührungen bleibt es. Bald schon kann ich sie in mir spüren und das bittere Ergebnis auf meiner Zunge schmecken. Aber ich habe es verdient. Ich bin nur ein Sklave und ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht. Egal was sie machen, egal, wie sehr sie meinem Körper gerade verletzen, ich habe es verdient. Und mit dieser Erkenntnis schließe ich meine Augen und lasse einfach alles zu.
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