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Denn ich sehe nichts

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Denn ich sehe nichts. Rein gar nichts. Direkt merke ich, wie mein Puls schneller wird und ich automatisch mehr der ekelerregenden Luft einatme. Doch auch die Tatsache, dass ich mich hier nicht bewegen will, hält die Hünen nicht davon ab mich hinein zu schieben. Einen Moment später kann ich unter meinen Füßen auch schon etwas kaltes und schleimiges spüren und quieke überrascht auf. Doch auch das ist ihnen egal. Sie zerren mich weiter und ich kann hier noch immer nichts erkennen. Aber ich höre etwas. Ketten rascheln links und rechts neben mir und ich schaue mich panisch in der Dunkelheit um.

„Macht ihn hier fest. Liegend. Kopf nach unten.", befiehlt Rotauge kalt und ich merke, wie ich von den beiden Hünen auf den Boden gepresst werde. „Nein! Bitte aufhören!", bettle ich und versuche, mich gegen die Griffe der Hünen zu währen. Doch es bringt alles nichts. Ich werde mit meinem gesamten Körper auf den kalten Boden gedrückt und spüre, dass unter mir wohl eine Art Gitter ist. Meine Hand- und Fußgelenke werden wieder in eiserne Handschellen gelegt und ohne Bewegungsfreiheit an dem Gitter unter mir befestigt und als die Hünen aufstehen und ich mich weiter hier heraus winden möchte, merke ich auf einmal auch ein Gitter auf meinem Rücken. Ich höre wie es links und rechts neben mir auf der passenden Höhe eingestellt wird und kann mich nun keinen Millimeter mehr bewegen.

Mein Herz hämmert schmerzhaft gegen meine Brust und ich versuche weiterhin meine Arme los zu bekommen und etwas zu erkennen. Doch alles was ich durch den Tränenschleier erkenne ist verschwommene Dunkelheit. „Bitte... Nicht...", wimmere ich mittlerweile und meine Gegenwehr wird immer schwächer. Mit einem Mal verspüre ich ganz dicht bei meinem Kopf die Gegenwart eines Menschen. „Wer gegen die Regel agiert, wird bestraft. Ich hoffe das hast du endlich mal kapiert... Schade nur, dass du Jungfrau bist...", erklärt Rotauge mit einem Lachen am Ende und steht auf. Ich kann hören wie er langsam immer weiter weg geht und auch die zwei Hünen müssen ihm wohl gefolgt sein, denn auch ihre Schritte verblassen langsam. „Lasst mich nicht hier!!", schreie ich ihnen noch hinterher, doch ich werde von ihnen einfach ignoriert.

In weiter Ferne kann ich kören, wie eine Türe geschlossen wird und wimmer auf. „Nein!! Komm zurück!! Lass mich hier nicht!! Bitte!!", schreie ich mir die Seele aus dem Leib, doch auch das ist ihnen egal. Sie lassen mich nun hier... In diesem... Gefängnis. Ich merke immer deutlicher das Gitter über und unter mir. Es zwängt mich ein, nimmt mir jeglichen Platz weg und raubt mir die Luft zum Atmen. Ich verliere immer mehr Tränen und versuche verzweifelt mehr Platz zu bekommen, versuche mich aus diesem Käfig zu befreien, doch alles was ich damit erreiche ist, dass mir meine Gelenke, an denen die Ketten liegen, höllisch schmerzen. Langsam aber sicher sehe ich ein, dass es kein Entkommen aus dieser Situation gibt. Ich begreife, dass dies wohl mein Ende wird.

Gefangen und unter der Erde in einem Käfig eingesperrt. „Bitte... Sei leise...", kann ich die schwache Stimme von neben mir vernehmen. Eine Stimme? Wow.. Ich bin schon so verzweifelt, dass ich mir eine Stimme einbilde... Große klasse... „Du machst es dadurch auch nicht besser... Sie werden kommen, oder eben nicht...", meint die Stimme nun und ich beginne langsam an mir selber zu zweifeln. „W-wer bist du?", frage ich leise in die Dunkelheit hinein. „Vierundsiebzig" kam die kurze Antwort aus der Stille und ich mache große Augen. Hier sind also doch noch andere? Das würde das Kettenrascheln von davor erklären... „Du?", fragt er nun und ich schniefe einmal. Leise antworte ich ihm das, was die hier alle von mir hören wollen: „Sieben"

 Leise antworte ich ihm das, was die hier alle von mir hören wollen: „Sieben"

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Shadow - Gefangen und VersklavtWo Geschichten leben. Entdecke jetzt