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Nachdem ich zu Ende gegessen habe, starre ich einfach auf meinen Teller und warte darauf, dass einer der Aufseher kommt und mich wieder auf mein Zimmer bringt

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Nachdem ich zu Ende gegessen habe, starre ich einfach auf meinen Teller und warte darauf, dass einer der Aufseher kommt und mich wieder auf mein Zimmer bringt. Doch heute ist es etwas anders. Ich kann irgendwo links neben mir, in der Richtung, in der die Erzieher sitzen, wie mir sehr bekannte Stimmen streiten hören. Doch ein wenig neugierig wende ich meine Aufmerksamkeit zu diesen und sehe tatsächlich Master Baranow mit Nummer ei~ Julian streiten. Julian gestikuliert vor Mister Baranow herum und deutet immer wieder in meine Richtung. Wieso?

Oh... Ich wende schnell meinen Blick ab. Was ist, wenn Julian eifersüchtig ist? Ich meine, ich bekomme eine Sonderbehandlung, werde behandelt, als sei ich aus Porzellan und würde zusammenbrechen, wenn man mich nur falsch ansieht... Ich darf alleine Duschen, darf in meinem Zimmer bleiben und habe Klamotten. Mister Baranow ist oft bei mir und jeder der Aufseher hat mich immer genau im Augen. Vielleicht ist er neidisch, weil sein Meister mir mehr Aufmerksamkeit schenkt als ihm... Vielleicht ist er sauer auf mich... Vielleicht~

Eine Hand auf meiner Schulter unterbricht mich und ich zucke einen Moment zusammen, entspanne meinen Körper aber direkt wieder, als ich merke, dass es sich dabei um einen der Aufseher handelt. „An was hast du gedacht?", fragt er mit einem deutlichen Akzent, aber ich schließe nur meine Augen und senke den Kopf. Ich habe an böse Dinge gedacht... Nein. Mein Kopf hat nur die Wahrheit erkannt... Ich werde von allen betüttelt und verliere so meine Freundschaft zu einem meiner einzigen Freunde. Ich bin ein schlechter Freund... Mache auch jetzt nur Fehler...

Ich realisiere nicht wirklich, wie ich auf meine Beine gestellt und aus der Mensa geführt werde. Realisiere nicht, wie ich einen Gang entlang geführt und nach kurzer Zeit die kalte Luft um meinen Körper wahrnehme. Doch ein kalter Windzug bringt mich dazu, langsam doch wieder in die Realität zu tauchen und zu erkennen, wo ich bin. Ich bin vor der Anstalt. Auf dem Hof, auf dem das Auto von Mister Noir war. Auf dem Hof, den ich als freier Junge unter Zwang vor einer langen Zeit betreten hatte. In der Freiheit.

Doch es hat sich viel geändert. Es liegt an einigen Stellen eine dünne Schicht mit frischem Schnee und hier und da sind Fußabdrücke von Menschen und auch Tieren zu sehen. Ein leichtes Lächeln schleicht sich nun doch auf meine Lippen und ich laufe etwas auf den See zu. Den Schotterweg, der wohl zu einer viel befahrenen Straße führt, ignoriere ich dabei komplett. Ein leichter Hang führt zu dem See hinab und ich rutsche mit meinen nackten Füßen über den Schnee hinunter. Es prickelt ein wenig aber es fühlt sich auch einfach nur toll an. Unten am Ufer gehe ich in die Hocke, schaue in das tiefblaue Wasser, das den wolkenbehangenen Himmel spiegelt. Aber es spiegelt nicht nur das. Auch einen Jungen kann ich in diesem erkennen. Einen Jungen mit blonden Haaren. Einen Jungen der vollkommen gebrochen ist. Einen Jungen, dessen Seele sich in seinem verdorbenen Körper eingeengt vorkommt. Aber ich kann auch ein leichtes Leuchten in seinen Augen erkennen.

Ja. Ich freue mich. Ich fühle mich seit langem endlich wieder frei und ungezwungen. Es ist schön hier. Das Wasser und die Aussicht über den menschenleeren See ist einfach wundervoll. Ich lasse mich nach hinten fallen, sodass ich nun am Ufer auf dem Boden sitze, ziehe meine Beine an meinen leicht zitternden Körper und schlinge meine Arme um diesen. Meinen Kopf lege ich auf den Knien ab und schaue leise aufseufzend auf das Wasser. Es ist so friedlich. So still.

Ich weiß nicht genau, wie lange ich hier sitze. Weiß im Nachhinein auch nicht mehr, an was ich gedacht habe. Aber irgendwann wurde es immer dunkler und langsam konnte ich meinen zitternden Körper nicht mehr aushalten. Zudem hat es wieder begonnen zu schneien... Also stehe ich auf und strecke leicht meinen verspannten und eingefrorenen Körper und tapse den Hang wieder hinauf. Einen Moment schaue ich noch zurück, dann gehe ich auf das Gebäude zu und schlinge dabei meine Arme um meinen Körper. Trotz dem Hoodie ist mir verdammt kalt geworden.

Vor dem Eingang steht eine Gestalt und je näher ich komme, desto mehr erkenne ich, dass es Biss ist. Er lehnt an der Türe und hat seine Jacke bis zu seinem Hals zugemacht, beobachtet mich aus wachsamen Augen, macht aber keine Anstalten mir entgegen zu kommen oder sonst etwas. War er die ganze Zeit da? Als ich vor ihm bin, lasse ich mich auf die Knie sinken und mache die Subpose. Zudem kämpfe ich einen Moment mit mir, bevor ich dann doch den Kopf hebe und ein ganz ganz leises „Danke" meine Lippen verlässt. Ich sehe direkt die Überraschung in seinem Blick, dann aber auch ein Lächeln und im nächsten Moment hilft er mir beim Aufstehen und bringt mich wieder in mein Zimmer.

Demian ist nicht da. Ich weiß leider nicht, wie spät wir es haben oder ob er schon da sein müsste, aber ich möchte lieber meinen Körper aufwärmen. Da ich aber nicht mit den nassen Klamotten in mein Bett liegen möchte, ziehe ich diese aus und kuschle mich so unter meine dünne Decke. Ich mache mich ganz klein und versuche an etwas Warmes zu denken, da die dünne Decke nicht sonderlich viel Wärme hergibt. Doch noch bevor ich einschlafen konnte, geht die Türe auf und ich springe sofort auf und versuche schnell das Hochbett herab zu klettern um mich wie gewünscht hin zu knien. Doch noch bevor ich meinen zweiten Fuß aus dem Bett und auf die Leiter geschwungen habe, kann ich schon eine warme Hand an meinem Gesäß spüren und halte inne.

Mein Herz klopft mir bis zum Hals. So lange wurde ich da nicht mehr berührt... Aber egal wie lange sie warten würde, es würde sich nie ändern. Ich bin der Sklave und sie dürfen alles mit mir machen. Mein Körper ist schon benutzt und verdorben genug, ob die Hand nun da ist oder nicht, ob sie was macht oder nicht macht keinen Unterschied. „Leg dich wieder hin. Keine Subhaltung.", verlangt die Stimme, an der ich nun erkenne, dass es Biss ist der gerade bei mir ist.

Wäre es nicht besser, wenn ich nach unten in das Bett liege? Dann muss er nicht nach oben klettern und schlägt sich vielleicht nicht den Kopf an der relativ tiefen Decke. Doch ich mache wie mir befohlen wurde und lege mich unsicher wieder auf mein Bett. Nicht zu wissen, was als nächstes kommt, ist schlimm, aber als ich nun eine zweite Decke über mir spüre, schaue ich doch verwundert nach unten. Er lächelt nur leicht und legt mir unten auch neue, trockene Klamotten hin, erklärt sich aber nicht. „Guten Nacht", meint er nur und schon ist er wieder weg.

Wieso? Mit was habe ich das verdient?

Wie stellt ihr euch die Anlage vor? Malt doch ein Bild und veröffentlicht dieses in eurem "Infobuch" / "Sonstiges Buch"

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Mich markieren und ich werde es anschauen und mit Erlaubnis in einem Kapitel zeigen :D

Die Bilder werdet ihr dann im Sidebook finden ☺️

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Shadow - Gefangen und VersklavtWo Geschichten leben. Entdecke jetzt