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Der Tag verlief wirklich ruhig

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Der Tag verlief wirklich ruhig. Angèlique hat keine Probleme gemacht und mir mehr geholfen, als ich ihr. In der Deutschstunde hat sie mir erklärt, was sie noch alles wissen will und wo sie schon genug gelernt hat und ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert von ihr. Sie kann Deutsch fast fließend sprechen und auch ihren Akzent hört man nicht so stark heraus, wie bei ihrem Vater. Immer mehr frage ich mich auch, wie er ein solch wunderbares Wesen nur als Tochter haben kann... Neben Deutsch hat sie mir erklärt, hat sie sich auch etwas Russisch beigebracht, da ihr Vater anscheinend viel mit Russen zu tun hat. Zudem kann sie Koreanisch verstehen und teilweise sprechen, was sie sich wegen ihrer Idole beigebracht hat.

Ich habe sie darauf angesprochen und habe mir fast dreißig Minuten einen Vortrag über eine sogenannte KPop Band namens BTS anhören müssen. Sie hat mir die einzelnen Mitglieder gezeigt und erklärt, wer welche Rolle hat, wo sie herkommen, was ihre Lieblingssachen sind und und und. Ich konnte ihren Redeschwall nicht stoppen, bis ich sie gefragt hab, ob sie mir eines deren Lieder zeigen kann. Schlussendlich hat sie mir nicht nur eins gezeigt und ich muss zugeben, dass deren Musik nicht schlecht ist. Dann wurde ich jedoch von der Köchen zu ihr bestellt und musste mich leider leider von Angèlique und BTS lösen. Beim herausgehen fällt mir auch auf, dass ihr Poster wohl auch von BTS sein muss. Es sind zumindest sieben Koreanische Jungs, aber erkennen oder gar auseinanderhalten kann ich sie nicht.

Zum Abendessen bekommen wir die Mittteilung, das Mister Nori wieder da ist und kaum habe ich den Tisch fertig gedeckt, lässt er mich auch schon in sein Büro rufen. Also gehe ich mit mulmigem Gefühl zu diesem und klopfe leise an die Türe an. Ich warte nur einen Moment und schon wird mir die Türe geöffnet und ich gehe in das Innere des Büros. Der Butler verlässt das Zimmer wieder und so bin ich alleine mit Anzugmann. Er sitzt hinter seinem Schreibtisch und wirkt relativ genervt. Mit einer flüchtigen Handbewegung fordert er mich auf, mich zu ihm zu gesellen und so gehe ich etwas näher zu ihm und setzte mich auf den Stuhl gegenüber von ihm.

„Alles Idioten...", murmelt er und steht auf. Ich beiße meine Lippen zusammen und beobachte nun, wie er durch das Büro geht und immer wieder einen Moment bei mir stehen bleibt. „Du hast keinerlei Erfahrung?", fragt er und ehe ich verwirrt nachfragen kann, verzieht er das Gesicht. „Nein... Natürlich nicht.. Stand ja in seiner Akte..." Welche Akte? Und was für Erfahrungen? Aber er sagt diesbezüglich nichts mehr und geht weiter unruhig in dem Zimmer umher. „Bei mir...", murmelt er nun und geht zur Türe. „Komm!", wendet er sich dann doch noch an mich und ich sehe zu, dass ich schnell wieder aufstehe und zu ihm gehe. Egal was er gerade vorhat oder was in ihm vor geht, es ist nicht gut. Es ist ganz und gar nicht gut.

Ich folge ihm in das große Ess- und Wohnzimmer und er setzt sich an den Tisch. Dann deutet er mir an, dass ich meinen Pflichten als Diener weitergehen soll und so helfe ich der Köchin das Essen zu servieren und dafür zu sorgen, dass es immer genug Trinken gibt. Anschließend beginne ich aufzuräumen, werde aber grob an meinem Oberarm gepackt und mit gezogen. Ich quickte erschrocken auf und handelte mir dafür direkt einen Klapps auf meinen Po ein. „Nein! Komm mit und halt den Mund!", wird mir zugezischt und ich erkenne die Stimme von Anzugmann.

Also bin ich leise und lasse zu, dass er mich ins Auto bringt und mit mir wieder los fährt. „Den Samstagabend und den kompletten Sonntag wirst du bei mir verbringen! Und ich würde dir raten, mich nicht zu nerven... Ich bin äußerst schlecht gelaunt!", meint er und ich mache mich auf meinem Sitz etwas kleiner. Das hört sich nicht gut an... Als wir wieder in der Tiefgarage ankommen und aussteigen, kann ich die Stimmung die in der Luft liegt schon nicht mehr einschätzen. Sie ist anders... Angespannt und so, als ob sie jeden Moment eskalieren würde. Aber ich versuche mir nichts anmerken zu lassen und folge ihm schnell in den Fahrstuhl.

Doch kaum sind die Türen geschlossen, werde ich auch schon von ihm an die gespiegelte Wand gedrückt und spüre seine Lippen grob auf den meinen. Vollkommen erschrocken reagiere ich erst gar nicht und schucke ihn dann mit aller Kraft weg. Das lässt ihn zurück taumeln und ich starre ihn schwer atmend und komplett überfordert an. Was sollte das gerade? Doch ich kann nicht so lange darüber nachdenken. Ich kann nämlich gerade beobachten, wie sich sein Gesichtsausdruck verändert und sich ein bösartiges Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitet.

„Okay, dann eben anders...", kaum haben sich die Türen zu seinem Apartment geöffnet, schon zieht er mich mit sich und direkt in die Küche. Dort nimmt er ein Glas Wasser und schüttet dort eine klare Flüssigkeit dazu, dann dreht er sich zu mir und mit einem Mal umgreift er mein Kiefer und zwingt mich dazu, diese Zeug zu trinken. Natürlich versuche ich es auszuspucken, aber er hält mir den Mund und die Nase zu und nach einer Weile schlucke ich es gezwungenermaßen um wieder Luft zu bekommen. Direkt lässt er von mir los und setzt sich ganz lässig auf die Couch. Ich hingegen weiche immer mehr zurück und lehne nun an der Wand. Noch ist alles okay...

Doch ich merke schon nach einigen Minuten die Wirkung. Mein Kopf füllt sich langsam mit Nebel und ich nehme am Rande wahr, wie Musik angeht und sich mein Körper direkt beginnt dazu zu bewegen. ‚Ich mag die Musik' schießt es mir durch den Kopf und ich Summe leise. Mein Körper schaukelt zur Musik und ich schließe genießend meine Augen. So frei und schwerelos habe ich mich lange nicht gefühlt, glaube ich... Auf einmal nehme ich zwei starke, warme Arme um mich wahr und lege den Kopf ein wenig zurück. Nun liegt dieser auf der Brust des hinter mir tanzenden und mich umarmenden Mannes. Leicht lächele ich als ich seine schönen graublauen Augen sehe.

Ich kann nicht bestreiten, es fühlt sich großartig an.

Ich kann nicht bestreiten, es fühlt sich großartig an

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Shadow - Gefangen und VersklavtWo Geschichten leben. Entdecke jetzt