Hey,
Passend zum Wahlsonntag bin ich mal wieder aufgetaucht - ich hoffe jeder von euch, der wählen kann, hat das auch getan!
Ich versuche, nächste Woche wieder pünktlich hochzuladen, aber ich kann nichts versprechen. In letzter Zeit kommt das Leben doch oft dazwischen. Aber ich hoffe, euch allen geht es gut - falls sich der ein oder andere noch hierher zurück verirrt.
(Falls sich jemand wundert, der auch auf Fanfiktion.de aktiv ist; ich bin zur Zeit auf der Suche nach meinem Passwort. Wenn ich es bis nächste Woche nicht finde, versuche ich mal, ob ich das Passwort zurücksetzen kann, also... Daumen drücken?)
In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen!
--------------------------------------------------------------------------------------------
Man sollte meinen, dass er sich mittlerweile an das Gefühl gewöhnt hatte, welches Viggo überkam, wenn man ihm ein Schwert gegen die Kehle hielt; doch das hatte er nicht. Vielleicht war es sogar eines dieser Dinge, an die man sich niemals gewöhnte. Denn jedes Mal, wenn es geschah, wurde Viggo erneut klar, wie empfindlich die Fäden waren, die ihn am Leben hielten.
Damit meinte er nicht nur eine metaphorische Ebene, die ihn und alles um ihn herum in nichts weiter als Marionetten in einem Puppenspiel der Götter verwandelten, sondern vor allem die dünne Schicht aus Haut und Muskeln, die eine Schneide aus poliertem Metall von seiner Kehle trennte.
Ein winziger Schnitt, nur ein wenig Druck, und er könnte sich von seinem Leben verabschieden.
Doch wie hatte es überhaupt soweit kommen können? Viggo würde gutes Gold dafür zahlen, um das zu erfahren. Seines Wissens nach war es von einer Sekunde auf die andere geschehen, ein Überraschungsangriff, denn er um keinen Preis hätte verhindern können.
Drei Drachenjäger hatten sie überfallen, doch vorher mussten sie Kiran ausgeschaltet haben – denn der hatte kein Alarmsignal von sich geben können, um sie zu warnen. Danach war Elin an der Reihe gewesen, die einer der Männer bewusstlos geschlagen hatte. Viggo wiederum hatte den dumpfen Aufprall gehört und war Ivar direkt in die Falle gelaufen, als er nach ihr hatte sehen wollen.
Von all den Jägern, die es hätten sein können – ausgerechnet Ivar.
Er lehnte an einem der Regale, sein eigenes Schwert in den Händen und ein selbstzufriedenes Grinsen auf dem Gesicht. Das Glänzen in seinen Augen sprach nicht nur von schierer Belustigung, sondern auch von wahnsinniger Vorfreude. Ivar wartete darauf, dass Lova ihm in die Falle lief. Eigentlich hatte er das schon immer getan.
Und Viggo hatte keine andere Wahl, als stillzustehen und abzuwarten, denn sonst würden die Drachenjäger nicht nur ihn, sondern auch Elin und Kiran töten. Der Mann hinter ihm würde Viggo die Kehle aufschlitzen, bevor er auch nur ein einziges Wort herausbrachte.
„Ich wusste doch, dass ihr noch einen Fluchtversuch wagen würdet." Ivar drehte den Schwertgriff zwischen seinen Fingern, ein Ausdruck purer Langeweile lag auf seinem Gesicht. Blondes Haar fiel ihm in die Stirn, einige der Strähnen streiften seine Nase, die dank des mittlerweile verheilten Bruches eine unansehnliche Kurve trug. Lova hatte ganze Arbeit geleistet, als sie sie ihm gebrochen hatte. „Ich hätte nur nicht gedacht, dass es so lange dauern würde."
Zwischen den Regalreihen ertönten schnelle Schritte, ein stechender Geruch erfüllte die Luft. Viggo hätte ihn im Schlaf erkannt – Zippergas. Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen.
„Warum grinst du so?", fuhr Ivar ihn an. Eine hässliche Röte erschien auf seinen Wangen und breitete sich bis zum Kragen seines Hemdes aus. „Ich werde endlich die Frau heiraten, die mir zusteht, nachdem du deine dreckigen Finger an sie gelegt hast – und du wirst nicht mehr am Leben sein, um zuzusehen. Das sollte dir das Lachen austreiben, Grimborn."
DU LIEST GERADE
Forget-me-nots
FanficEinige Monate sind vergangen, seit Viggo und Lova auf der Insel der Beschützer Zuflucht gefunden haben. Doch nicht nur das Misstrauen von Königin Mala zerren an den Nerven der Beiden, sondern auch alte Feinde und Erinnerungen, die sie lieber begrabe...
