Hey!
Es tut mir leid, dass ich schon wieder für ein paar Wochen verschwunden bin - irgendwie kommt mir in letzter Zeit dauernd das Leben dazwischen. Erst war ich krank, dann kamen noch ein paar andere Sachen dazu und plötzlich war die Zeit schon wieder um xD
Aber ich habe euch nicht vergessen - und in dem Sinne; viel Spaß mit Kapitel 71!
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„Das ist ein Himmelfahrtskommando."
„Hierzubleiben ist ein Himmelfahrtskommando, Elin. Eine Flucht ist unsere einzige Möglichkeit."
„Sag das zu derjenigen mit dem gebrochenen Fuß – ich fliehe nicht, ich stolpere."
„Solange du in die richtige Richtung stolperst..."
„Das ist nicht hilfreich, Viggo", sagte Kiran, als er den Vorhang beiseiteschob und eintrat, die Hände wie immer voller Kräuter. „Ich dachte, wir hatten eine Lösung für Elins Problem?"
„Hatten wir auch." Elin warf Lova ein halbherziges Grinsen zu. „Aber meine Lösung ist vorübergehend außer Gefecht."
„So würde ich das nicht formulieren." Lova zerrte an den Bändern ihres Mieders, um das Leder zu lockern, ehe es die Wunden auf ihrem Rücken aufscheuerte. „Ich bin einsatzfähig."
„Sicher", erwiderte Elin. „Möchtest du mich nochmal durch die Drachenjägerbasis tragen?"
Allein bei dem Gedanken jagte ein stechender Schmerz Lovas Wirbelsäule entlang. „Nein, danke."
„Da seht ihr es." Stoff raschelte, als Elin sich zurück auf ihr Bett sinken ließ. Der Verband aus weißen Leinen um ihren Knöchel hob sich kaum von ihrer Haut ab, die nach den langen Wochen in Kirans Zelt jede Farbe verloren hatte. „Wir haben ein Problem."
„Nein, wir haben kein Problem." Normalerweise hätte Viggo seine Aussage mit passenden Gesten unterstrichen, doch er war damit beschäftigt, sich die Schläfen zu massieren. Lova konnte sich an keinen Zeitpunkt in den letzten Wochen erinnern, in denen er das nicht getan hatte – selbst in einer ruhigen Minute plagten ihn ständige Kopfschmerzen. „Wir haben bereits hunderte Male hierüber gesprochen, Elin. Ich weiß, dass es dir nicht gefällt, aber meine Hilfe wird ausreichen müssen."
Das Flügelmädchen rümpfte die Nase. „Zuhause würde man mich dafür von der Insel werfen."
„Dann erzähl es ihnen nicht." Viggo lehnte sich gegen den Pfosten von Lovas Bett und schenkte Elins finsteren Blicken keine Aufmerksamkeit. Papier raschelte, als er den Stapel in seinen Händen wohl bereits zum dritten Mal überprüfte. „Unser Zeitplan ist straff genug."
„Wenigstens haben wir diesmal einen Plan", murmelte Lova und verknüpfte die letzten beiden Bänder ihrer Rüstung. Das Leder knarzte, als sie sich erhob und probeweise die Schultern rollte. Ein unangenehmes Ziehen ging von ihrem Rücken aus, wann immer ihr Hemd unter dem Mieder über die alten Wunden rieb, doch es war auszuhalten. Sie musste es aushalten.
„Das ist eine deutliche Verbesserung zum letzten Mal."
„Ich schätze deinen Optimismus." Viggo blickte von dem Pergament auf, ein feines Lächeln umspielte seine Lippen, als er sie ansah. „Aber ich muss zugeben, dass ich selten einen Plan gesehen habe, dessen Scheitern so wahrscheinlich war."
„Mit dieser Einstellung beschwörst du es herauf", sagte Lova und trat zu ihm. Der Verlobungsring schimmerte an ihrem Finger, als sie Viggo die Hand auf die Schulter legte – eine weitere Sicherheitsmaßnahme. „Du hast diesen Plan entworfen; er kann nicht schiefgehen."
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Forget-me-nots
FanfictionEinige Monate sind vergangen, seit Viggo und Lova auf der Insel der Beschützer Zuflucht gefunden haben. Doch nicht nur das Misstrauen von Königin Mala zerren an den Nerven der Beiden, sondern auch alte Feinde und Erinnerungen, die sie lieber begrabe...
