Hey!
Hiermit ist Band 2 beinahe beendet - auf einen kleinen Epilog und ein paar letzte Worte meinerseits dürft ihr euch dann Ende der Woche freuen!
Aber bis dahin:
Viel Spaß :D
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Alle Masken waren gefallen.
Das wusste Lova bereits, bevor Viggo zurücktrat und den Blick auf sie freigab. Sie wusste es, sobald die ersten Silben ihres Namens durch die Luft surrten und der bekannte Klang die Gesichtszüge der Drachenreiter entgleisen ließ.
Vor zwei Jahren, bei ihrer letzte Begegnung, da hatte Lova vehement jegliche Verbindungen zu dem Mann verleugnet, der nun öffentlich ihre Verlobung bekanntgab.
Binnen eines einzigen Augenblickes hatten die Figuren auf dem Spielbrett ihre Position getauscht; aus der Frau, die man mit Leichtigkeit vergessen hatte, war plötzlich die Verräterin geworden. Nicht nur eine Verräterin, sondern diejenige, die die Drachenreiter nicht einmal, sondern zweimal hinters Licht geführt und schamlos gelogen hatte, um nicht ihren Kopf zu verlieren.
Gäbe man Louvisa eine zweite Gelegenheit, sie würde es wieder tun.
Ihre Fingerkuppen schmiegten sich passgenau in die Vertiefungen zwischen Viggos Knöcheln, als sie zu ihm trat und seine Hand ergriff. In dem glänzenden Silber ihrer Verlobungsringe spiegelte sich das Sonnenlicht.
„Hicks", sagte Lova und deutete eine halbe Verbeugung an – sieben Jahre in Viggos unmittelbarer Nähe gingen schließlich nicht spurlos an einem vorbei. „Astrid." Sie kniff die Augen zusammen, während sie den Blick über die anderen Drachenreiter schweifen ließ. An die Zwillinge hatte sie lebhafte Erinnerungen, doch die anderen beiden... „Und... der Rest."
Viggos Lachens strich über die empfindliche Haut ihres Nackens, als er sich über sie beugte, um ihren Scheitel zu küssen. „Charmant", murmelte er gegen ihr Haar. „Wirklich charmant."
Taffnuss, der neben seiner Schwester als Einziger weder eine Waffe gezückt, noch eine finstere Miene gezogen hatte, täuschte ein Würgen vor. „Die sind ja noch schlimmer als Hicks und Astrid!", beschwerte er sich lautstark, obwohl die beiden Erwähnten im Moment meilenweit von einem glücklichen Pärchen entfernt waren.
Hicks' Hand lag auf Ohnezahns Nacken, seine Knöchel traten weiß unter seiner Haut hervor, weil er sich anstrengen musste, seinen Drachen zurückzuhalten. Ohne die beruhigenden Worte, die Hicks ihm zuflüsterte, wäre der Nachtschatten längst auf Viggo losgegangen.
Astrid zeigte weniger Zurückhaltung – die Axt in ihren Händen blitzte mit der Wut in ihrem Blick um die Wette. Ihre Augen, eigentlich hellblau, glühten schärfer als jeder Dolch.
Wieder lachte Viggo leise, weil er Louvisas Blick vermutlich gefolgt war. Lova konnte seine Gedanken beinahe hören, als sie beide zugleich die blonde Kriegerin musterten.
Genau wie Elin, wenn man sie vor der Mittagssonne weckt.
Doch zwischen Elin und Astrid gab es einige Unterschiede. Der bedeutendste von ihnen?
Elin hatte keinen Grund, einen Groll gegen sie zu hegen. Astrid dagegen schon.
Und so, wie die Axt unter ihrem festen Griff bebte, war sie sich dessen überaus bewusst.
„Du hast mich belogen", knurrte sie, das hübsche Gesicht zu einer hasserfüllten Grimasse verzogen. Jeder Muskel in Astrids schlankem Körper war zum Zerreißen gespannt, ihre Stiefel hinterließen tiefe Schleifspuren auf dem Schotterweg. „Damals, auf Berk. Du hast uns alle belogen und behauptet, du hättest nichts mit... mit..." Astrid geriet ins Stocken, rote Flecken breiteten sich auf ihren Wangen aus. Das Blatt ihrer Axt durchschnitt die Luft, als sie mit der Waffe auf Viggo deutete. „Er! Du hast gesagt, er wäre tot."
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Forget-me-nots
FanfictionEinige Monate sind vergangen, seit Viggo und Lova auf der Insel der Beschützer Zuflucht gefunden haben. Doch nicht nur das Misstrauen von Königin Mala zerren an den Nerven der Beiden, sondern auch alte Feinde und Erinnerungen, die sie lieber begrabe...
