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„Mein Kind, du musstest sicher viel durchmachen." Yuna tätschelte den gesenkten Kopf des Mädchens, dass sich ermattet gegen ihre Schulter gelehnt hatte. „Wir sollten dich nicht so mit Fragen durchlöchern. Aber eines muss ich noch wissen: war ein weiterer Mann etwa in meinem Alter bei ihnen? Und konnte er mit den Jungen sprechen?"
„Der Kutscher? Vielleicht der Kutscher... Er humpelt ein wenig. Er hat die Aufgabe, die Jungen zu bewachen und aufzupassen, dass ihnen nichts passiert." Etwas an diesem Satz störte Lea. Es machte doch keinen Sinn... was sollte den Beiden passieren, wenn sie nicht einmal das Grundstück verlassen durften? Im Haus war es vollkommen sicher. Nicht ohne Grund war das Gebäude als Gefängnis benutzt worden.
Yuna drückte ihre Hand und mit der anderen tastete sie nach der ihrer Tochter, die sich ebenfalls an sie geschmiegt hatte.
„Okay. Dann müssen wir jetzt all unsere Hoffnung auf ihn setzten. Er muss die beiden da rausholen.", seufzte die ältere Frau mit niedergeschlagenen Augen.
„Aber es ist so gefährlich. Wie soll Papa das schaffen? Er muss gegen seinen Befehl handeln, wenn er ihnen hilft...", wimmerte Mina gegen die Schulter ihrer Mutter. Lea entzog sich der Umarmung. Es war so viel passiert und jeder Satz offenbarte eine weitere Überraschung. Ihr Leben war von Gewohnheit geprägt gewesen. Jetzt konnte sie kaum noch in zusammenhängenden Sätzen denken.
„Der Kutscher ist dein Vater?", murmelte sie angestrengt: „Also auch Jimins Vater?" Die Mutter und ihre Tochter nickten bestätigend. „Aber Jimin...Er hat sich nicht so verhalten als wäre das... hätte man das nicht bemerkt, wenn..."
„Er weiß es nicht, oh Gott, Jimin weiß es nicht!", rief Minas Mutter aus und diese Erkenntnis schien für alle ein Schock zu sein, auch wenn niemand wirklich verstand, warum.
„Das sieht Seojun ganz ähnlich. Er ist ein Angsthase! Er hat nicht den Mut, seinem Sohn in die Augen zu schauen.", erzählte sie und rieb sich energisch ihre eigenen Augen. „Aber es ist wahr. Er ist älter geworden. Er hat sich verändert in dieser hässlichen Stadt. Und jetzt erkennt sein eigener Sohn ihn nicht mehr wieder..."
Eine Rastlosigkeit überkam die Insassen. Jeder Tag brachte solch ein Gefühl mit sich. Immer ein wenig anders. Anspannung, Ruhelosigkeit, Verzweiflung. Es konnte einen verrückt machen, abgeschottet von der Außenwelt zu sein, wenn eben dort die Hölle los war. „Wir müssen doch etwas tun können", war ihr stetiger Leitsatz.
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Haunted Prince || Yoonmin
FanfictionJimin ist ein armer Bauernjunge, der alles für das Wohl seiner Familie tun würde. Als sich plötzlich ein besonderes Tier unter seine Pferdeherde mischt, merkt er immer deutlicher, dass etwas gewaltiges im Land falsch läuft. Und er ist dazu auserwähl...
