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Selbst in dem dunkel gehaltenem Haus seiner Beschützer konnte Min Yoongi die lauter werdende Musik wahrnehmen, die mit tiefen Trommelschlägen und übertönenden Trompeten und Posaunen den Höhepunkt der Veranstaltung ankündigte. Sie waren nicht allzu weit von der Hauptstraße entfernt, die auf den Palast zuführte. Ihm wurde abermals angenehm warmer Tee eingeschenkt, an dem er leider nicht die erhoffte beruhigende Wirkung finden konnte.

Ein dringliches Räuspern hinter ihm bedurfte seiner Aufmerksamkeit. „Unser Bote hat berichtet, dass die Parade losgeht. Einige gutmütige Adelsfamilien haben etwas geplant. Sie kommen zu mehrt mit weißen Fahnen an ihren Wagen. Wir dachten Eure königliche Hoheit wolle sich ihnen anschließen?"

„Ich muss einen Jungen finden. Park Jimin. Er ist womöglich da draußen und er ist in Gefahr.", erklärte er an der Tür. Ein Teil seiner neuen Freunde würde ihn begleiten. Mina und Yuna würden im Haus bleiben und all ihre Hoffnung auf ihn setzten. Ihre Blicke waren voll von Wärme und Angst und so verzogen sich ihre Gesichter aufgrund dieser hohen Gefühle in tränenreiche Grimassen. Yoongi drückte ihnen die Hände und blickte ihnen fest in die Augen, auch wenn es ihm schwer fiel, das Gesicht nicht selbst abzuwenden, um seine feuchten Augen verstecken zu können.

Sie passten den Moment ab, als die gutgesinnte Parade vorüberzog und Yoongi sich, dennoch mit Kapuze, ohne große Sorge an einem Wagen festhalten und mitfahren konnte.
„Dort, das sind unsere Retter!"
Der junge Prinz schaute in angegebene Richtung. Fast an der Spitze fuhr ein moderner Wagen mit besonders hoch aufgestellten weißen Fahnen, die im zunehmendem Wind ihren Job ernstzunehmen schienen.
Yoongi konnte sich trotz der Aufregung seines Gefährten, der ihm höchst ergeben war, nicht wirklich auf die Geschichte ihrer Befreiung konzentrieren. Seine Gedanken kreisten um Jimin und dessen Sicherheit. Yoongi war sich nicht sicher, ob er ihn hier entdecken wollte. Es war schon gefährlich genug, dass er sich so sehr seinen Visionen ergab. Hätte Jimin im Haus bleiben sollen? Aber nein, seine Visionen hatten ihm nicht das Schlimmste gezeigt. Er konnte nicht riskieren, dass es durch seinen Widerstand zu einer Verschlimmerung der Umstände kam. Er musste sich seinem Schicksal ergeben. Und so würde es auch Jimin tun müssen. Yoongi war sich beinahe sicher, dass der Stein ihm etwas genützt hatte, den das Ziehen in seiner Brust und ein außergewöhnliches Gefühl, dass ihn an seine Zeit als Einhorn zurückerinnerte, deutete darauf hin. Er wusste die Zeichen nicht so gut zu verstehen wie seine Freunde im friedlichen Wald, doch er vertraute auf die Wirkung ihrer Magie.



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Haunted Prince || YoonminGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt