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Yoongi, bereits in beträchtlicher Nähe zum Podest, bei der er Gesichtsausdrücke der darauf Stehenden deuten konnte, verfolgte mit widerstrebender Aufmerksamkeit eine Gestalt in eindrucksvoller Tracht, die mit verkrampfter Haltung an die Königin herantrat. Es war Jaeyhun, der sich da hinabbeugte und untergeben der hohen Frau etwas zuflüsterte. Letztere nickte kaum merklich mit dem Kopf; es war wohl mehr ein Schlucken, als eine Bewegung, und ein kurzweiliges aufreißen der Augen, dass sich schnell wieder verflüchtigte. Sonst war ihr keine weitere Unruhe anzumerken.
Jaehyun blieb auf dem Podium stehen, allerdings einige Schritte zur Seite und nach hinten tretend, wo er stocksteif in seinem dunklen Inneren verweilte und Yoongi und Jimin wahrscheinlich verfluchte.
Ein Räuspern hinter sich zog Yoongis Aufmerksamkeit fort. Hatte es ihm gegolten? Sollte er es wagen, anderen Personen ins Gesicht zu sehen? Ihm wurde auf die Schulter getippt. Ein schlanker Junge in unauffälliger Kleidung, die ihn hier nur umso komischer wirken ließ, drängte sich an seine Seite. Der blaue Pullover wies Spuren undefinierbarer Substanzen auf; wahrscheinlich war das meiste Dreck. Er war etwa so groß wie Yoongi aber hatte die schlaksige Gestalt eines etwa 13-Jährigen. Er wischte sich mit dem Ärmel die staubigen Haare aus dem Gesicht. „Entschuldigen Sie. Ich habe Sie gesehen, als Sie der Kutsche entwischt sind.", flüsterte der Junge. Erst jetzt merkte Yoongi, wie atemlos der Jüngere war. Ein starkes Bedürfnis überkam Yoongi, den Jungen aus der Menge zu geleiten und ihn einen warmen und ruhigen Ort zum Erholen zu geben.
„Du kommst auch aus dem Gefängnis?", wollte Yoongi mit möglichst vorsichtigem Ton in der Stimme wissen.
„Nein. Lebe auf der Straße. Aber das ist nicht so wichtig...", wieder wischte er sich über das Gesucht, als wolle er einen unsichtbaren Schleier von seinen Augen entfernen.
„Was ist es dann?"
Der etwas ungeduldige Klang war nun davon gekommen, dass ein Raunen durch die Menge ging und Yoongi nicht mitbekommen hatte, was die Königin gesagt hatte; was der Auslöser dieser vereinten Entgegnung gewesen war.
„Naja, ich habe gesehen, wie Sie kurz vorm Einsteigen in die Kutsche seltsam getaumelt sind. Und da wusste ich, was es war, weil mir das auch passiert. Es sind diese Visionen..."
Aufgeregt fasste Yoongi den Jungen an der Schulter. „Was siehst du in deinen Visionen?"
„Es ist immer dasselbe. Ein älterer Herr, der sich schützend vor einen jungen Mann stellt... und es wird passieren, ich weiß, dass es ganz bald passieren wird!"
Diesen Worten des Jungen folgte ein lautes Schimpfen irgendwo in der Menge. Einige Köpfe reckten sich nach der Stelle, doch Yoongi wusste, dass er über die Masse hinweg kaum etwas erkennen würde. Er stellte sich auf die Zehenspitzen, um stattdessen Jaehyun auf dem Podest zu beobachten, während er dem Jungen sagte: „Hör zu, ich werde jetzt wohl offiziell gesucht. Es ist gefährlich, in meiner Nähe zu stehen, sollte mich die falsche Person entdecken. Ich kann dir nicht sagen, warum du diese Visionen hast, wenn das deine Frage sein sollte. Und jetzt muss ich...", seine Stimme ebbte ab, da Jaehyun sich nun tatsächlich bewegte. Er hatte mutmaßlich die Ursache der Unruhe entdeckt und fand es wohl sehr interessant, da er angestrengt dorthin schaute und dabei sogar vergaß, gerade zu stehen. Schließlich wendete er sich ruckartig zur Königin und unterbrach sie erneut in ihrer Rede. Er deutete auf etwas in der Menge. Da wusste Yoongi, dass es soweit war.
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Haunted Prince || Yoonmin
FanfictionJimin ist ein armer Bauernjunge, der alles für das Wohl seiner Familie tun würde. Als sich plötzlich ein besonderes Tier unter seine Pferdeherde mischt, merkt er immer deutlicher, dass etwas gewaltiges im Land falsch läuft. Und er ist dazu auserwähl...
