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Unter Flüstern und neugierigen Blicken
wurde die Gruppe mitsamt des jungen Prinzen in einen Raum geführt, dessen Vorhänge sorgfältig zugezogen waren und jeden Eintritt von Licht verweigerten.
Zwei Kerzen wurden in ihre Mitte gestellt und die Gäste nahmen auf Decken und Polstern platz, während Yoongi gebeten wurde, den Sessel einzunehmen. Der Herr, welcher dieses Haus zu verwalten oder zu bewohnen schien, umfasste würdevoll die Hand des Prinzen und verbeugte sich tief, bevor er zurücktrat und sich an die verschlossene Tür stellte. Yoongi war erst nicht wohl dabei, von erhöhter Position auf diese hoffnungsvoll aufblickenden Menschen hinabzuschauen. In diesem Moment, wo sich Gegenwart und Zukunft in abstrakter Form zu vermischen meinten, blieb ihm kurz der Atem weg. Er schluckte und hoffte, seinen Mund zum Sprechen bewegen zu können.
„Erzählt mir bitte erst, was im Gefängnis geschehen ist. Wie seit ihr entkommen?"
Obwohl sich diese Worte nicht gerade als edel oder anmutig erwiesen, wollte es den Entkommenen nicht auffallen. Und vielleicht, wagte er zu hoffen, erwartete man von ihm auch garnicht solch ein Benehmen. War es nicht Entschuldigung genug, dass er untertauchen musste und sein Leben ein anderes geworden war, sodass er der gehobenen Sprache nicht mehr wie einst mächtig war? Und gerade in den Jahren seiner Jugend! War er nicht im Herzen noch ein Kind?
Der Mann mit dem zuckenden Auge, der ihn zuerst als den Prinzen erkannt hatte, begann zu erzählen:
„Schon seit gestern hatte sich eine Unruhe zu uns in die dunklen Zellen gesellt. Ein Stück Papier ist herumgereicht worden..."
Mina zog es aus ihrem Gewand hervor, ein zerknüllter Zettel. Sofort erkannte Yoongi die Ähnlichkeit des Papiers und der Handschrift. Die seltsame Frau, der sie im Park begegnet waren, hatte ein vergleichbares Stück gehabt.
„So ist eine Legende verbreitet worden. Der Prinz solle zurückkehren, war eine der vielen Deutungen. Und siehe da!"
Die Menge vergaß sich für einen Moment in glücklichem Seufzen und Jauchzen und einander Hände und Schultern tätscheln, als wäre ein Wunder geschehen. Als hätte sich ein Wirbelsturm in bedrohlicher Nähe im letzten Augenblick dazu entschieden, seine Gewalt in eine andere Richtung zu lenken.
„Nach solch einer Prophezeiung konnten wir noch weniger Schlafen als zuvor. Hoffnungsvolle Fantasien nahmen von mir Besitz.", fügte eine blasse Frau der Erzählung hinzu.
„Was aber schließlich geschah, war Folgendes: düster dreinblickende Werter kamen an unsere Zellen und sogleich merkten wir, dass etwas anders war, denn nie war mehr als Einer zur selben Zeit gekommen! Und jetzt hatten sie einen Mann bei sich; einen vornehm gekleideten, der eine aufrechte Haltung versuchte, auch wenn man sah, wie er einen äußerst verbogenen Oberkörper hatte. Sein Kinn war von einem kantigen Bart verdeckt und seine buschigen Augenbrauen hingen tief, sodass sein Blick einem sehr düster erschien."
„Doch wie sich herausstellte, sollte er der Retter unserer verzweifelten Lage sein. Einer der Wächter schloß die Zelle auf und wir staunten sprachlos und wagten nicht, uns zu bewegen. Der fremde Mann trat vor und hielt sich knapp: „Ich bin verpflichtet dazu, alle Unschuldigen aus diesem düsteren Kerker zu holen. Doch lasst euch gesagt sein, da draußen ist es möglicherweise nicht sicherer für euch."
„Damit traten alle drei Figuren aus dem schwachen Licht und man hörte sie einige Meter weiter die Szene von vorne anfangen."
Yoongi seufzte und versuchte Haltung zu bewahren. Er war glücklich über dieses Ereignis; glücklich darüber, dass Mina und Yuna und viele andere Unschuldige nicht mehr so hilflos waren wie zuvor. Doch wie lange würde das halten? Und was war mit den Menschen, die, zurecht, nicht einfach draußen herumlaufen sollten?
„Unser Befreier gehört - so sagt man - einer adeligen Familie an. Oder er hat sich als solcher bloß ausgegeben, denn es wird auch gemunkelt, dass der Befehl von der Krone aus kam, aber..." wieder verfiel die Gruppe in dumpfes Gemurmel: „nein, das kann nicht sein" „niemals könnte man denken" „nicht einmal im Traum" „das wäre zu eigenartig"
„Ist bekannt, wo sich dieser Herr nun aufhält?", hakte der junge Prinz nach. Seine Finger tippten nervös auf der Sessellehne. Seine Frage wurde verneint. Man merkte, dass ihn etwas beschäftigte, was die Erleichterung über ihre Erzählung in den Schatten warf.
Eine der Frauen - sie hatte noch kaum ein Wort zuvor gesagt - kroch auf die freie Stelle direkt vor ihm zu und verbeugte sich so tief, dass ihre Stirn den Teppich berührte. Als sie sich wieder aufrichtete, sagte sie mit tiefer, fast männlich wirkender Stimme: „Unsere Hoffnung liegt nun auf Euch, Prinz. Ich spreche sicher für uns alle wenn ich sage, das wir alles in unserer Macht stehende tun werden, um Euch zu helfen, den rechtmäßigen Platz einzunehmen."
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Haunted Prince || Yoonmin
FanficJimin ist ein armer Bauernjunge, der alles für das Wohl seiner Familie tun würde. Als sich plötzlich ein besonderes Tier unter seine Pferdeherde mischt, merkt er immer deutlicher, dass etwas gewaltiges im Land falsch läuft. Und er ist dazu auserwähl...
