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Seojun legte den schmerzenden Kopf auf die staubige Theke und fühlte sich für einen wackeligen Moment in die Vergangenheit zurückkatapultiert. Damals, kurz nachdem er seine Familie verlassen hatte, war er häufig in Bars gegangen um sich zu betrinken. Doch jetzt wurde ihm auch ohne Alkohol schwindlig.
Es war eine große Überraschung für ihn gewesen, Mina und Yuna wiederzusehen und zu wissen, das es ihnen den Umständen entsprechend gut ging. Als er erfuhr, dass auch sein Sohn noch in der Nähe sein konnte, hatte sich seine Hoffnung gesteigert. Wenn das alles hier vorbei ist..., lautete der ständige Gedankenansatz, der sich durch eine traurige und sehnsuchtsvolle Stimme bemerkbar machte. Aber es war naiv, zu glauben das sich irgendwann einfach alles zum Guten wenden würde und er dann mit seiner Familie zurück auf den Hof kehren könnte. Er stellte sich vor, wie sie ihr Leben von vor sechs Jahren weiterleben würden, als hätte es nie einen Bruch gegeben. Er wollte die Seiten seines Versagens mit Bildern der Liebe überkleben. Er liebte seine Familie.
Doch das Aufeinandertreffen mit seinem Sohn im Kontext dieses misstrauen erweckenden Auftrages missfiel ihm und saugte all seine Kräfte auf. Jetzt hing eine schwere Regenwolke, voll von Gewissensbissen und Verzweiflung über ihm und drückte seinen Kopf mit bloßem Gewicht nieder.
Er hatte von Anfang an befürchtet, dass er bei diesem Auftrag in Dinge hineingezogen werden würde, die im Gegensatz zu seinen Hoffnungen und Wünschen standen. Aber er wusste auch, dass er keine Wahl hatte. Würde er sich widersetzen, würde er zurück ins Gefängnis geschickt werden, dieses Mal allerdings nicht als Berufstätiger, sondern als Insasse.
Vielleicht bot ihm dieser Job sogar eine Möglichkeit, einen tieferen Einblick in die Machenschaften der Krone werfen zu können und somit entgegenzuwirken, ohne alles zu verlieren. Er musste sein Vorhaben irgendwie geheimhalten. Dies
hatte sich als große Herausforderung dargestellt, als er eine Kutsche auf Anweisung des hochmütigem Herrn zu einer Kreuzung geführt hatte und dort auf seinen 17-Jährigen Sohn gestoßen war.
Blass war dieser geworden. Park Jimin hatte schon immer eine schlanke Gestalt gehabt, doch seine Wangen waren immer füllig und mit einem rosafarbenen Schimmer überzogen gewesen. Jetzt hatte er Schatten unter den Augen und seine Stirn zog sich ständig in Falten vor Besorgnis. Diese - das merkte Seojun sofort, trotzdem er nur geringe Möglichkeiten hatte, das Geschehen zu verfolgen - galt vorwiegend seinem noch blasseren, müde aussehenden Kameraden, der unentwegt wortkarg und geistlich abwesend zu sein schien.
Seojun hatte es an der Art erkannt, wie Stille und Sprache gleichermaßen dazu beitrugen, eine unangenehme Atmosphäre zu beschwören. Sein Vorgesetzter legte gegenüber Seojuns Sohn und dem zweiten Jungen ein unnatürliches und vor allem unerwartetes Verhalten an den Tag. Seojuns Puls hatte zu steigen begonnen. Er hatte die Zügel fester gegriffen und mit Mühe versucht, eine klare Sicht zu behalten. Über jeden Stein war die Kutsche mit so einer Wucht gerollt, dass das Knirschen und Ruckeln sich wie das Stapfen eines tobsüchtigen Riesen angehört hatte. Gleichzeitig hatte er sich so schwer gefühlt, dass er das Gefühl hatte von einer unsichtbaren Last niedergedrückt zu werden.
Wenn er nicht schon zuvor verzweifelt gewesen war, dann war er es jetzt.
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Haunted Prince || Yoonmin
FanfictionJimin ist ein armer Bauernjunge, der alles für das Wohl seiner Familie tun würde. Als sich plötzlich ein besonderes Tier unter seine Pferdeherde mischt, merkt er immer deutlicher, dass etwas gewaltiges im Land falsch läuft. Und er ist dazu auserwähl...
