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Jaehyuns Leben klammerte sich nie an Hoffnung. Er wurde von Ambition erdrosselt und von Ambition getrieben. Und dieses Mal wurde er verdammt noch mal in die Enge getrieben. Sein Eifer, die beiden Jungen als Objekt seiner Rache zu benutzen, wurde von einer Königin gelenkt, die ihre eigenen Pläne hatte. Und Jaehyun musste ihren Wegen Folge leisten wie ein Pferd dem Kutscher.
Als er von dem Eilbrief aufschaute, musste er sich nicht umschauen um zu wissen, dass die Jungen fort waren. Ein scharfes Lachen verließ seine zugeschnürte Kehle. Kurz war er erleichtert, dass es dazu gekommen war. Dieses ganze Aufpassen und freundlich sein überstieg so langsam seine Fähigkeiten. Er hatte vieles gelernt. Er war ein Mediziner. Er besaß mehr Eigentum als viele andere in dieser Stadt. Aber ein freundliches Lächeln? Das war für ihn wie auf einer Bühne zu stehen und den Text vergessen zu haben. Es konnte nicht vom Herzen kommen. Seine Zähne knirschten. Dann erreichte er jetzt seine Ziele also auf anderem Wege... Wenigstens musste er jetzt niemandem mehr etwas vormachen.
Der Brief verlangte eine sofortige Überlieferung der Jungen. Ursprünglich war geplant, sie anzulocken, um der Gefahr eines Widerstandes zu vermindern. Durch Jaehyuns vorgetäuschte Sicherheit sollten sie direkt in die Gefahr gestoßen werden.
Aber die Königin hatte umentschieden. Einige wichtige Familien stellten sich gegen sie. Sie brauchte eine Hinrichtung, bevor noch weitere unangenehme Zwischenfälle passieren konnten. Die Schwäche ihres Ehemanns vergiftete ihr schon so vereiteltes Herz und ließ eine Gewalt los, die an Radikalität zunahm.
Wenn also Schluss mit Verheimlichung war, würde alles vielleicht schneller vorbei sein. Aber Jaehyun wurde nicht von Hoffnung getrieben. Gerade stand er mit leeren Händen da. Er musste die Jungen abliefern. Und wie?
„Kutscher! Halten sie die Zügel stramm! Wo sind die Jungen hin?"
„Ich habe es nicht gesehen, Sir.", entschuldigte sich der Kutscher schwach.
Eine Truppe Soldaten näherte sich feierlich marschierend.
„Aus dem Weg!", wurde gerufen.
Jaehyun bedachte den Älteren mit einem argwöhnischem Blick. Dieser wiederum versteckte seinen versteinerten Ausdruck unter seiner Kappe.
„Hinterhältiges Missstück!", spuckte der Tierarzt aus: „Du weißt etwas. Du willst ihnen helfen."
Er trat nah an das Gestell heran, sodass niemandem das tiefe Knurren seiner Stimme auffiel. Die Pferde merkten es allerdings und stampften unruhig.
„Sag mir, wo sie sind!"
„Ich vermute sie wollen zum Gefängnis, Sir.", gab der Kutscher nach.
„Und was wollen sie dort?"
„Die Mutter des jungen Park und seine Schwester sind dort gefangen gehalten."
Ein knappes Nicken folgte der Erklärung. „Na dann, worauf warten Sie noch? Auf zum Gefängnis!"
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Haunted Prince || Yoonmin
FanfictionJimin ist ein armer Bauernjunge, der alles für das Wohl seiner Familie tun würde. Als sich plötzlich ein besonderes Tier unter seine Pferdeherde mischt, merkt er immer deutlicher, dass etwas gewaltiges im Land falsch läuft. Und er ist dazu auserwähl...
