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Gemeinsam mit der schwachen Septembersonne stiegen festliche Wappen und Fahnen über Seojuns Kopf hinauf, als er aus dem Zentrum in die abgelegene Dorflandschaft fuhr.
Die Masten quietschten schrill und wankten im Wind. Girlanden und Lampinions wurden an allen möglichen Hauswänden befestigt. Die dunkelsten Ecken bekamen ein Licht und eine Reihe an Soldaten, die bei Seojun ein mulmiges Gefühl verursachten, probten ihren Auftritt für den morgigen Tag.
Doch die Stimmung der Menschen, ob Soldaten oder andere Arbeiter, war weniger festlich und mehr ernst als amüsiert. Keine Vorfreude war in den Gesichtern zu finden, sondern mürrisch verzogene Münder und kalte Augen. Er fuhr an einigen, sich streitenden Frauen vorbei, die wie im Tanz ihre Arme energisch bewegten und mal auf die Ortschaft zeigten, mal auf sich selbst oder ihre Gegenüber.
Es quälte Seojun, an den königlichen Soldaten vorbei zu fahren. Einst hatte er zu ihnen aufgeschaut, ja wollte zu ihnen gehören und die Ehre des Landes mit einem solchen Dienst vertreten.
Wie weit sich solche Hoffnungen entfernt hatten!
Doch es war aus vielerlei Sicht verständlich, dass sich keine vergnügte Stimmung über das Land legte. Ein Fest baute sich nicht von alleine auf und die überlasteten Bürger mussten mehr tun, als man von einem Fest, dass für eben sie geschaffen war, erwarten würde.
Angesteckt von der Trägheit dieses Morgens bog Seojun gähnend in den schmalen Weg zum Grundstück ein, in welchem sein Sohn und Prinz Min Yoongi untergebracht waren.
Jaehyun erwartete ihn schon an der Tür.
Seojun nahm eine möglichst unterwürfige Haltung ein und teilte die ihm anvertraute Nachricht mit: „Sir, Sie werden im Königshaus erwartet. Es handelt sich um eine Dringlichkeit und Sie sollen sich auf Befehl der Königin persönlich dort einfinden... sobald wie möglich."
„Dann werden Sie hier bleiben. Ich nehme die Kutsche und sobald ich zurückkehre kümmern Sie sich um die erschöpften Tiere.", entschied Jaehyun und nahm so wieder die Oberhand im Gespräch.
Gezwungen stimmte der Kutscher mit einer Verbeugung zu und Jaehyun trat beiseite, sodass er hineingehen konnte. Obwohl es an diesem Morgen deutlich abgekühlt war und die Luft bei einem Blick auf die Landschaft flimmerte, erschauerte er durch einen Anflug von unerwarteter Kühle, als er durch den grauen Flur lief.
Die Abwesenheit seines Arbeitgebers bot ihm vielleicht eine sichere Gelegenheit, Kontakt mit seinem Sohn und dem Prinzen aufzunehmen. Die beiden hatten ihre Köpfe schon allzu tief in abstrakte Komplikationen gesteckt, sodass ihnen nicht bewusst zu werden schien, in was für einer gefährlichen Lage sie eigentlich waren. Seojun musste sie warnen, bevor Türen und Fenster auch noch am nächsten Tag verschlossen blieben. Denn er war sich ziemlich sicher, dass die beiden gerade nicht die Möglichkeit hatten, aus ihrem Zimmer zu entkommen.
Aber er wusste, wie sich ihre Tür öffnen ließ. Also trat er in die Küche, wo Lea - wie sie seit immer hier genannt wurde - gerade das Frühstück vorbereitete.
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Haunted Prince || Yoonmin
Fiksi PenggemarJimin ist ein armer Bauernjunge, der alles für das Wohl seiner Familie tun würde. Als sich plötzlich ein besonderes Tier unter seine Pferdeherde mischt, merkt er immer deutlicher, dass etwas gewaltiges im Land falsch läuft. Und er ist dazu auserwähl...
