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Während das morgendliche Licht versuchte mich zu trösten, hörte ich ein Geräusch an unserer Tür. Auch Yoongi hob prüfend den Kopf an und wir beobachteten beide, wie das Mädchen namens Lea mit einem großen Tablett hineinkam, dass sie auf einem Rollwagen platziert hatte und diesen jetzt langsam, wie nach jedem Schritt innehaltend, nahe der Wand abstellte.
„Ach...", murmelte ich und stand auf. Sofort zog das Mädchen sich zurück und wollte schon wieder aus der Tür verschwinden, doch mit einer entschiedenen Bewegung stellte ich mich dazwischen. Mit einer direkt darauf folgenden Bewegung - als hätte sie sich an dem Material die Hand verbrannt - ließ sie den Türknauf los. Sie schaute mit großen Augen zu mir hoch.
Ein wenig irritiert von dieser so plötzlich entstandenen Situation einer offenen Tür, versuchte ich klarzustellen: „Sorry... Ich wollte dich nicht einschüchtern... es ist nur so... wir wollen ungern eingesperrt sein. Und wir würden gerne mit Jaehyun sprechen. Weißt du, wo wir ihn finden können?"
„Jimin! Lass das...", wollte Yoongi mich unterbrechen, doch ich ignorierte seine mahnende Stimme mit einem schwerem Schlucken und lächelte weiterhin das kleine Mädchen an.
Ihre Hände klammerten sich aneinander fest und sie verlagerte ihr Gewicht verlegen von einen Fuß auf den anderen. Ihre großen dunklen Augen blickten rasch zu mir und dann wieder zu Yoongi und dann zur Seite - ängstlich - , als wage sie es nicht, sich umzudrehen um einen Blick hinter sich zuwerfen.
„Also... nochmal von vorne. Hallo, mein Name ist Jimin.", begann ich lächelnd, um ihr Vertrauen zu gewinnen: „Und da haben wir Yoongi. Mach dir nichts aus seiner grimmigen Miene. Ich habe ihn geärgert, deswegen ist er gerade ein bisschen mürrisch drauf."
Dabei beugte ich mich ein wenig zu ihr und verfiel in einen Flüsterton, damit der Ältere meine taktlose Beschreibung seiner Person nicht mitbekam.
„Jaehyun ist nicht da.", sagte sie bloß mit dünner Stimme, doch die Bewegung ihrer Augen beruhigte sich nach und nach.
Yoongis Schatten flimmerte über ihr auf, als er neben mich trat. Ich richtete mich wieder auf und sah den Prinzen eindringlich an, doch er war mir unvermittelt sehr nah gekommen. Mich beschlich eine Nervosität, bei der ich genau wusste, dass sie aus den Gefühlen entstand, die ich ständig versuchte zu unterdrücken.
„Wir brauchen das Buch, Yoongi.", verteidigte ich mich sofort, da sein Blick schon Anschuldigung genug für mich war. Er nickte schließlich und lief stumm zum Fenster. Sofort hatte ich ein schlechtes Gewissen, doch fokussierte mich wieder auf das Mädchen, dass jetzt mit den Händen in den Taschen ihrer kleinen Schürze locker dastand, und beinahe neugierig diese Szene beobachtet hatte.
Ich seufzte und fragte schließlich: „Ist denn niemand sonst im Haus? Der Kutscher vielleicht? Wir brauchen ein Buch, das Jaehyun sich gestern... ausgeliehen hat."
Sie zuckte mit den Schultern, doch sie drehte auch den Kopf leicht, um den Gang hinter ihr hinunterzuschauen. Kurz entschlossen tat ich einige große Schritte an ihr vorbei und lief den Gang entlang, der auch zur Küche und dem düsteren Esszimmer führte.
Ich hörte ihren leichten Schritt hinter mir. Ich fragte mich, ob sie dazu angeleitet war, uns unter ständiger Beobachtung zu behalten, oder ob sie eigentlich dafür sorgen sollte, dass wir garnicht erst aus dem Zimmer kamen. Ich blinzelte ihr aufmunternd zu und verlangsamte meinen Schritt. Sie sah skeptisch, aber anerkennend, zu mir auf und tat nichts, um mich zurückzuhalten. Sie wusste, dass ich körperlich stärker war als sie selbst und sie nicht viel tun könnte, sollte ich versuchen abzuhauen. Doch ihre Mimik verriet mir eine sanfte Akzeptanz, die mir zu verstehen gab, dass sie mein Verhalten billigte.
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Haunted Prince || Yoonmin
FanfictionJimin ist ein armer Bauernjunge, der alles für das Wohl seiner Familie tun würde. Als sich plötzlich ein besonderes Tier unter seine Pferdeherde mischt, merkt er immer deutlicher, dass etwas gewaltiges im Land falsch läuft. Und er ist dazu auserwähl...
