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⚠️ sexuelle Inhalte ⚠️

Es war noch dunkel, als der Wecker klingelte. Ich blinzelte und drehte mich um, spürte die Kühle der frühen Morgenstunden, die durch das Fenster strömte. Es war noch viel zu früh, und ich hätte noch stundenlang liegen bleiben können, aber Julian und ich hatten uns entschieden, so früh wie möglich loszufahren, um dem Verkehr zu entkommen.

„Bist du wach?" hörte ich Julian leise fragen, während er seine Tasche durch das Zimmer zog. Ich sah ihn durch den Spalt der Vorhänge und konnte das Schimmern des Mondlichts auf seinem Gesicht sehen.

„Natürlich", antwortete ich und rieb mir die Augen. „Ich bin schon wach, aber ich glaube, mein Gehirn braucht noch ein paar Minuten."

Er lachte leise, zog seine Jacke an und kam zu mir, streichelte mir über den Kopf. „Wirst du noch ein Nickerchen im Flugzeug machen?"

„Wahrscheinlich", erwiderte ich und grinste. „Aber erstmal müssen wir den Flug überstehen."

Es war halb fünf Uhr morgens, und ich fühlte mich irgendwie wie ein Kind, das sich heimlich auf eine Reise begibt.

Der Weg zum Flughafen war schnell, der Verkehr war so gut wie nicht existent. Als wir auf die Autobahn fuhren, spürte ich, wie sich mein Nervosität gemischt mit einer ruhigen Vorfreude vermischte.

„Bist du aufgeregt?" fragte Julian, als er mich kurz ansah. Ich nickte leicht, obwohl ich es selbst nicht wirklich zugeben wollte. Wer konnte bei einem Urlaub nach Mallorca nicht aufgeregt sein? Die Sonne, das Meer, zwei Wochen, um einfach mal abzuschalten.

Aber irgendwie war ich auch nervös, wie sich der Urlaub zwischen uns entwickeln würde.

„Ja, ein bisschen", antwortete ich ehrlich. „Aber es fühlt sich irgendwie auch komisch an, so früh unterwegs zu sein."

„Wir sind halt auch keine Morgenmenschen", grinste Julian und legte eine Hand auf meinen Oberschenkel. „Aber es wird großartig. Ich habe das Gefühl, dass wir hier einfach richtig sind."

Ich nickte, ließ mich aber von seiner Zuversicht anstecken. Als wir den Flughafen erreichten, war es immer noch früh, und es war ziemlich leer. Die Stille passte irgendwie zu unserer seltsamen Mischung aus Aufregung und Müdigkeit.

Die Uhr zeigte schon 5:47 Uhr. Aber dann stimmte ich mich mit dem Gedanken ein, dass es das alles wert sein würde. Mallorca, Sonne, Entspannung, was konnte besser sein?

Der Flug war ruhig, und ich konnte mich kaum noch auf den Moment freuen, an dem wir endlich landeten. Als wir in Mallorca landeten, war es warm, und der Geruch von Salz und Meer begrüßte uns sofort. Es war, als ob die Sonne schon auf uns wartete, um uns die Reise zu versüßen.

Wir verließen den Flughafen und schauten uns nach Kai und Sophia um. Für mich etwas schwieriger, schließlich hatte ich kaum eine Ahnung mehr, wie die beiden aussahen.

„Da seid ihr ja!", rief Kai, als er uns entdeckte. Die beiden sahen genauso entspannt aus wie wir. Sie waren aus England angereist und hatten den gleichen Flug wie wir genommen, nur eben einen anderen Startpunkt.

„Perfekt, dass ihr schon da seid", begrüßte Julian die beiden mit einem breiten Grinsen, und fielen sich in die Arme.

„Wir haben einen Mietwagen organisiert", sagte Sophia und hielt den Schlüssel in der Hand. „Also können wir direkt los, oder?"

Ich nickte, froh, dass alles so reibungslos lief. Gemeinsam fuhren wir Richtung Finca, die wir für die nächsten zwei Wochen gemietet hatten. Es war ein bisschen abgelegen, aber genau das wollte Julian: weit weg von der Stadt, inmitten von Natur und Ruhe.

When we meet againWhere stories live. Discover now