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⚠️Sexuelle Inhalte⚠️
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Eine halbe Stunde später stand ich vor meiner Wohnungstür, als es klingelte. Ich öffnete, und da stand Julian eine Tüte Essen in der einen Hand, in der anderen eine Cola.

„Lieferdienst Julian steht bereit", sagte er mit einem übertrieben professionellen Tonfall.

Ich schmunzelte und trat zur Seite. „Na dann, komm rein."

Er betrat meine Wohnung, stellte das Essen auf den Tisch und sah sich kurz um. „Immer noch so ordentlich wie gestern. Beeindruckend."

„Danke für das Kompliment, aber vielleicht solltest du dir mehr Sorgen um dein eigenes Chaos machen", erwiderte ich und zog eine Augenbraue hoch.

„Mein Chaos hat seinen eigenen Charme."

„Wenn du das sagst."

Ich ging in die Küche, holte Besteck und setzte mich dann zu ihm auf die Couch. „Also, was hast du überhaupt geholt?"

„Dein Lieblingsessen."

Ich blinzelte überrascht. „Woher weißt du, was mein Lieblingsessen ist?"

Julian grinste nur. „Ich hab halt gut aufgepasst."

Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer. Ich wollte nicht, dass es das tat, aber es war zu spät. Ich sah ihn an, sah das selbstzufriedene Lächeln auf seinen Lippen, und mir wurde bewusst, dass er genau wusste, was er tat.

Wir aßen zusammen, redeten über alles Mögliche, über das Training, über die Jungs, über völlig unwichtige Dinge. Und doch war da dieses Kribbeln, das mit jedem Blick, den Julian mir zuwarf, stärker wurde. Er war so aufmerksam, so liebevoll in den kleinen Dingen. Schob mir beiläufig mein Getränk näher, als er merkte, dass es außer Reichweite stand. Fragte, ob ich genug gegessen hatte, als würde er sich wirklich Sorgen machen.

Er machte mich wahnsinnig.

Ich war es nicht gewohnt, dass jemand so mit mir umging. Und vielleicht genau deshalb traf es mich so sehr.

Julian lehnte sich nach dem Essen entspannt auf der Couch zurück, streckte die Beine aus und sah mich mit diesem weichen Blick an, der mich beinahe nervös machte. „Das war eine gute Idee", sagte er leise. „Einfach ein bisschen abschalten."

Ich nickte und spielte gedankenverloren mit meiner Cola-Flasche. „Ja ..."

Er betrachtete mich einen Moment, als wollte er etwas sagen, hielt dann aber inne. Stattdessen hob er eine Hand, strich mir eine lose Strähne hinters Ohr. Eine beiläufige Geste, und doch setzte mein Herz aus.

„Du siehst müde aus", murmelte er.

„Danke für das Kompliment." Ich verdrehte die Augen, doch meine Stimme klang weicher, als sie sollte.

Julian grinste. „Nicht so müde. Eher ... erleichtert. Zufrieden."

Ich sah ihn an. Spürte, wie meine Brust sich eng anfühlte, weil er recht hatte.

Und bevor ich noch nachdenken konnte, bevor meine Zweifel mich zurückhalten konnten, tat ich es einfach.

Ich beugte mich vor und küsste ihn.

Sanft. Vorsichtig.

Seine Lippen waren warm, weich, doch für einen Moment erstarrte er. Doch dann legte er eine Hand an meine Wange, zog mich näher und erwiderte den Kuss.

Ich spürte, wie meine Atmung schneller wurde, wie mein Herz raste, doch alles fühlte sich so ... richtig an.

Als ich mich langsam löste, blieb mein Gesicht nah an seinem. Mein Blick fiel auf seine Lippen, dann hob ich ihn wieder.

When we meet againWhere stories live. Discover now