Mein Kopf lag auf Julians Brust, und sein gleichmäßiger Atem hob und senkte sich. Der Raum war still, nur das leise Ticken einer Uhr war zu hören. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen, als ich meinen Kopf leicht drehte und sein friedliches Gesicht betrachtete. Er sah so entspannt aus, eine lockere Strähne seines Haares hing ihm in die Stirn.
Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Glück, Aufregung, aber auch eine ungewohnte Ruhe durchströmten mich. Es war, als ob alles in der Welt gerade perfekt war. Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so gut geschlafen hatte. In seinen Armen fühlte ich mich einfach sicher und aufgehoben.
Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, hob ich eine Hand und strich ihm die Strähne aus dem Gesicht. Meine Finger berührten nur leicht seine Haut, und dennoch spürte ich die Wärme, die von ihm ausging. Julian rührte sich leicht, seine Wimpern zuckten, und ich hielt für einen Moment den Atem an.
Dann öffnete er langsam die Augen. Sein Blick war verschlafen, aber warm, und ein kleines Lächeln zog sich über seine Lippen. „Guten Morgen", murmelte er mit seiner rauen Morgenstimme, die mein Herz schneller schlagen ließ.
Ich erwiderte sein Lächeln, fühlte, wie meine Wangen warm wurden. „Morgen", sagte ich leise.
Julian betrachtete mich einen Moment und lachte dann leise. „Was ist los? Du siehst aus, als hättest du gerade irgendeinen süßen Gedanken."
Ich schüttelte den Kopf und spürte, wie mein Lächeln breiter wurde. „Es ist nichts. Ich bin nur... glücklich. Und ich genieße den Moment."
Sein Blick wurde weicher, und ich konnte sehen, dass er meine Worte ernst nahm. Er hob eine Hand und strich mir sanft über den Rücken. „Ich bin auch glücklich", sagte er ehrlich. „Ich könnte mich daran gewöhnen, so aufzuwachen."
Ich senkte mein Kinn auf seine Brust, sah ihn von unten an und spürte, wie mein Herz noch einmal schneller schlug. „Wirklich?", fragte ich leise, obwohl ich die Antwort schon kannte.
„Ja, wirklich", bestätigte er, seine Finger wanderten weiter über meinen Rücken, und sein Blick hielt meinen fest. „Es fühlt sich gut an, weißt du? Als würde alles passen."
Ich nickte, unfähig, etwas zu sagen, und rutschte unbewusst ein Stück höher, um ihm näher zu sein. Meine Augen wanderten zu seinen Lippen, und bevor ich überhaupt wusste, was ich tat, beugte ich mich vor und küsste ihn.
Für einen Moment war Julian überrumpelt, seine Lippen waren still, als ob er den Moment verarbeiten müsste. Dann jedoch erwiderte er den Kuss, seine Hand wanderte in meinen Nacken, und ich fühlte, wie er sich sanft zu mir zog. Es war ein leiser, zärtlicher Moment, der uns beide einhüllte und alles um uns herum verschwinden ließ.
Doch plötzlich hörten wir ein lautes Kichern. Wir zuckten beide auseinander, und ich drehte mich zur Tür, wo zwei grinsende Gesichter uns anstarrten.
Kai lehnte lässig am Türrahmen, Sophia neben ihm, die sich das Lachen kaum verkneifen konnte. „Langsam angehen lassen, ja?", fragte Kai mit einem breiten Grinsen.
Meine Wangen wurden sofort heiß, und ich setzte mich auf, während Julian nur gelassen lachte. „Schlechtes Timing, wie immer, Kai", sagte er trocken, aber sein Grinsen verriet, dass ihm die Situation nicht peinlich war.
„Jaja, Brandt", erwiderte Kai lachend. „Ich hab dich schon vermisst, Mann."
Ich biss mir auf die Lippe, um mein eigenes Lachen zu unterdrücken, und beschloss, meine Scham mit einem neckenden Kommentar zu überspielen. „Na, immerhin war der Kuss besser als eure Versuche auf dem Spielfeld", sagte ich mit gespieltem Ernst.
Kai lachte laut und klatschte in die Hände. „Touché, Olivia. Aber pass auf, ich merke mir das."
Sophia schüttelte grinsend den Kopf und versuchte, die Situation zu entschärfen. „Okay, ihr zwei. Wie wär's, wenn wir jetzt alle frühstücken? Ich sterbe vor Hunger."
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When we meet again
FanfictionOlivia hat in ihrem Leben mehr Kämpfe ausgefochten, als sie zählen kann. Aufgewachsen, immer mit dem Gefühl, funktionieren zu müssen, statt wirklich zu leben. Julian, den sie wegstößt, weil sie glaubt, nicht gut genug zu sein. Julian, mit dem sie v...
