Der Plan für heute? Kein Plan. Nur wir beide.
Nach einer Woche mit Kai und Sophia hatten Julian und ich beschlossen, uns einen Tag nur für uns zu nehmen. Nicht, dass es nicht schön mit den beiden war, ganz im Gegenteil. Aber ich hatte das Bedürfnis, einfach mal einen Tag lang nur mit ihm zu verbringen, ohne Ablenkung, ohne andere Menschen.
Und anscheinend ging es ihm genauso.
„Bereit für den perfekten Tag?" fragte Julian grinsend, als wir aus dem Bett krochen.
„Kommt drauf an", erwiderte ich und streckte mich genüsslich. „Was hast du geplant?"
Er zwinkerte. „Wirst du schon sehen."
Nach einem schnellen Frühstück setzten wir uns ins Auto und fuhren los. Ich hatte keine Ahnung, wo es hinging, aber ich vertraute Julian. Die Straßen führten uns immer weiter weg von der Finca, durch kleine Dörfer und an Feldern vorbei, bis wir schließlich an einem abgelegenen Strand ankamen.
Und er war leer. Keine Menschen, keine Liegestühle, keine laute Musik. Nur wir, das Meer und die Sonne.
„Wie hast du das gefunden?" fragte ich, während ich ausstieg und mich umsah.
„Ein Geheimtipp", sagte er mit einem stolzen Grinsen. „Und perfekt für unseren Tag."
Ich musste zugeben, es war tatsächlich perfekt.
Wir verbrachten Stunden hier. Schwammen im Meer, sonnten uns im Sand, Julian versuchte, erfolglos, mich mit einer Kokosnuss zu beeindrucken, die er irgendwo aufgetrieben hatte. Und als die Sonne sich langsam senkte, holte er eine kleine Picknickdecke aus dem Auto, zusammen mit einer Flasche Wein und etwas zu essen.
„Okay", sagte ich und sah ihn beeindruckt an. „Jetzt wird's romantisch."
„War doch der Plan", erwiderte er schmunzelnd, während er sich neben mich setzte.
Ich lehnte mich an ihn und seufzte zufrieden. Das hier fühlte sich so richtig an. So leicht.
„Weißt du was?" sagte ich leise. „Ich wünschte, wir könnten noch länger hierbleiben."
Julian zog mich ein Stück näher zu sich. „Dann bleiben wir einfach für immer."
Ich lachte leise. „Sehr realistisch."
„Lass mich doch träumen."
Ich hob den Kopf, sah ihn an, und dann küsste ich ihn. Langsam, intensiv, so, als wollte ich ihm genau das zeigen, was ich fühlte.
Und für diesen Moment war es egal, wie lange wir noch hier waren. Es war einfach perfekt.
Ich löste mich nur einen Moment von seinen Lippen, sah ihm tief in die Augen und spürte, wie mein Herz raste.
„Ich liebe dich, Julian."
Die Worte kamen einfach heraus. Ohne nachzudenken. Ohne Zweifel.
Es breitete sich dieses weiche, warme Lächeln auf seinem Gesicht aus, das Lächeln, das mich immer wieder schwach machte.
„Sag das nochmal", flüsterte er.
Ich grinste leicht. „Ich liebe dich."
Er ließ die Worte einen Moment auf sich wirken, bevor er meine Wange sanft mit seiner Hand umfasste. „Ich liebe dich auch, Olivia. Mehr als du ahnst."
Mein Herz machte einen Sprung, während er mich erneut küsste. Langsam, voller Gefühl. Als wäre das hier alles, was zählte.
„Ich bin so glücklich mit dir", murmelte ich gegen seine Lippen.
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When we meet again
Hayran KurguOlivia hat in ihrem Leben mehr Kämpfe ausgefochten, als sie zählen kann. Aufgewachsen, immer mit dem Gefühl, funktionieren zu müssen, statt wirklich zu leben. Julian, den sie wegstößt, weil sie glaubt, nicht gut genug zu sein. Julian, mit dem sie v...
