Donnerstagabend, und endlich hatten wir die Einladungskarten in den Händen. Es fühlte sich surreal an, sie so fertig und perfekt vor uns zu sehen. Vor zwei Tagen hatten wir sie in den Druck gegeben, und jetzt war es soweit: Wir konnten sie verteilen.
„Okay", sagte Julian und ließ sich auf einen der Küchenstühle fallen, während ich die Karten in kleine Stapel sortierte. „Also, morgen ist Freitag. Wir könnten beim Training den Jungs die Karten persönlich geben."
Ich nickte. „Genau. Ich finde, das macht mehr her, als wenn sie einfach nur einen Umschlag in der Post haben."
Er grinste. „Und dann sehe ich ihre Gesichter direkt. Ich bin gespannt, wie sie reagieren."
Ich lachte. „Wetten, dass sie erstmal denken, es wäre ein Spaß?"
„Definitiv." Julian nahm eine Karte in die Hand und betrachtete sie. „Die sind echt schön geworden."
Ich setzte mich zu ihm und lehnte mich an seine Schulter. „Ja, ich bin auch richtig zufrieden. Morgen bekommt Sophia ihre, wenn ich sie sehe. Sie und Kai freuen sich bestimmt."
„Und die restliche Familie und Freunde?" fragte er.
„Schicken wir mit der Post. Es ist einfach zu knapp, um alle persönlich zu treffen."
Er nickte und zog mich ein Stück näher zu sich. „Dann haben wir das ja fast erledigt."
Ich atmete tief durch. „Ja, endlich."
Es fühlte sich gut an, wieder einen Punkt auf unserer Hochzeits-To-Do-Liste abhaken zu können. Die letzten Tage waren voll gewesen mit Planungen, aber es war schön, dass es langsam alles greifbarer wurde.
Julian drückte mir einen Kuss auf die Stirn und grinste. „Bald ist es soweit."
Ich sah zu ihm hoch und lächelte. „Ja, bald."
Freitagmorgen, und die nächste Aufgabe stand an: die Auswahl der Speisen für die Hochzeit. Zum Glück mussten wir uns nicht um einen Caterer kümmern – das Restaurant, das wir für die Feier gemietet hatten, übernahm das Essen. Wir mussten nur noch entscheiden, was serviert werden sollte.
Julian saß am Küchentisch und blätterte durch die Menüvorschläge, während ich mir einen Kaffee machte. „Also, hier gibt's echt viel Auswahl", meinte er und hob eine Augenbraue. „Drei-Gänge-Menü oder Buffet?"
Ich nahm einen Schluck Kaffee und setzte mich neben ihn. „Ich finde Buffet entspannter. Dann kann sich jeder nehmen, was er mag."
Er nickte. „Ja, sehe ich auch so. Dann brauchen wir nur noch die Gerichte festlegen."
Ich zog die Liste näher zu mir. „Okay, Vorspeisen... Wir könnten was Leichtes nehmen, vielleicht eine Suppe oder so?"
„Oder Antipasti", schlug Julian vor. „So eine Platte mit verschiedenen Sachen. Das kommt meistens gut an."
„Klingt perfekt", sagte ich und schrieb es auf. „Hauptspeisen... Ich denke, wir sollten mindestens eine vegetarische Option nehmen."
„Definitiv", stimmte Julian zu. „Fleischgericht, Fischgericht und was Veggie-mäßiges – dann ist für alle was dabei."
Wir gingen die Liste durch und entschieden uns schließlich für eine Auswahl, mit der wir beide zufrieden waren. Ein Mix aus klassisch und modern, nichts zu Extravagantes, aber trotzdem besonders.
„Dessert fehlt noch", meinte ich schließlich und grinste. „Ganz wichtig."
Julian lachte. „Ja, da hört der Spaß auf. Ich sag's dir – wenn wir kein Schokoladendessert haben, dann werde ich offiziell protestieren."
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When we meet again
FanficOlivia hat in ihrem Leben mehr Kämpfe ausgefochten, als sie zählen kann. Aufgewachsen, immer mit dem Gefühl, funktionieren zu müssen, statt wirklich zu leben. Julian, den sie wegstößt, weil sie glaubt, nicht gut genug zu sein. Julian, mit dem sie v...
