CHLOE
Hast du schon an deinem Aufsatz weiter geschrieben? Ich komme gleich noch mal kurz vorbei.
-xo Jen
Was eine Frage, natürlich nicht.
Ich zerknüllte die kleine, auf Papier mit Glitzer Stift geschriebene Notiz von Jenna. Oh Mann, ich hasste diesen blöden Stift, aber sie liebte ihn und nutzte es auch noch liebend gern aus, mich damit zu provozieren.
Sie drückte mir den kleinen Zettel, heimlich beim vorbeigehen im Schulflur in die Hand.
Direkt musste ich wieder an diese eine penetrante Frage denken, die mir die ganze Zeit im Kopf umschwirrte ...
Jetzt saß ich in der Schulbibliothek an einem der Computer und wartete auf sie, da sie mich tatsächlich dazu überredet hatte, noch heute an meinem Familien Aufsatz für Englisch weiter zu schreiben. Ich hätte ihr am besten gar nicht erst davon erzählen sollen. Egal wie gut das Schuljahr bisher verlief, bei dieser Aufgabe war ich mir sicher, dass ich versagen würde. Einen Aufsatz über meine Familie und die verbundenen Probleme damit zu schreiben, war nichts, was mir leicht fiel.
Schon gestern Abend lag ich zwei Stunden in meinem Bett und starrte an die Zimmerdecke, unfähig mich an den Laptop zu setzen und anzufangen, über meine Familie zu schreiben. Am liebsten hätte ich einfach eine 6 eingesteckt, aber Jenna redete so lange auf mich ein, bis ich ihr versprach, ich würde es wenigstens versuchen.
Normalerweise tat ich in Freistunden nichts anderes als draußen auf dem Dach eine zu rauchen, aber das letzte Mal, als ich geraucht hatte, hatte sich Jenna eiskalt geweigert in meiner Nähe zu sein. Sie meckerte, dass es ekelig und ungesund sei, also hörte ich auf.
Schön wär's. Ich hörte nur auf, in ihrer Reichweite zu paffen.
"Familie ... Familie, Familie", murmelte ich zu mir selbst, während ich mit dem Kugelschreiber in meiner Hand wackelte. "Alles begann ... Nein. Damals ... Fuck!", fluchte ich genervt.
Irgendwo erklang ein psst-Geräusch, also streckte ich meinen Kopf über die Trennwand hinter dem alten Computer. Die Sitzplätze an den Computern waren an allen Seiten mit Trennwänden übersät, damit jeder in Ruhe arbeiten konnte.
Daraufhin schenkte mir nun unsere alte Bibliothekarin einen finsteren Blick.
Augenrollend starrte ich wieder auf das leere Dokument auf dem Bildschirm. Meine Augen schmerzten beinahe schon, durch den grellen Monitor.
Wieso fiel mir das so schwer?
"Buh!", schreckte mich eine Stimme auf. Mit einem halben Herzinfarkt drehte ich mich um, nur um zu erkennen, dass Jenna freudig über mein zusammenzucken lachte.
"Pssst!", mahnte uns die griesgrämige Bibliothekarin wieder.
Jenna zügelte ihr Lachen und schenkte ihr kaum noch Beachtung. "Na? Wie läuft es?", fragte sie.
"Hm, lass mich überlegen ... Frustrierend, scheiße, beschissen, grausam, erfolglos ..."
"Wow," Sie schnaubte. "Noch irgendwelche Synonyme für schlecht?"
"Gib mir noch 'ne Minute, dann fallen mir bestimmt mehr ein." Ich lächelte falsch.
Sie seufzte und gab mir einen kleinen Klaps auf den Hinterkopf, woraufhin ich mir schmollend über die betroffene Stelle streichelte.
"So schwer kann das doch gar nicht sein", sagte sie und stützte sich an meiner Stuhllehne ab. "Schreib einfach das, was dir zu deiner Familie einfällt. Wenn nötig, kannst du auch das aufschreiben, was du dir immer für deine Familie gewünscht hast."
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Missing part of Mine
Romance[Roman] emotional + spicy + romantic • • KEINE K.I. WURDE IN DIESEM BUCH VERWENDET!!! • • Jenna Darwin, das arroganteste, sowohl beliebteste Mädchen aus der ganzen Stadt und Chloe White, ein negatives, launisches Mädchen, voller Wut, hassen sich. ...
