Hogsmeade

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„Aber Terence! Es ist nicht fair!"
Draco sah auf, als er Blaise' Stimme hörte.
Sie lümmelten auf den Sofas im Gemeinschaftraum. Pansy hatte einen Platz neben ihm ergattert und sie teilten sich, amüsiert über die gelegentlich angewiderten Gesichtsausdrücke des jeweils anderen, eine Packung Bertie Bott's Bohnen. Theo spielte konzentriert eine Runde Zauberschach gegen Jake aus der Vierten. Malcolm Baddock, Lus kleiner Bruder, saß mit einem Freund aus seinem Jahrgang daneben und sah interessiert zu. Vincent lag langgestreckt auf dem Sofa beim Kamin und schien zu dösen, Greg übte lachend mit Marcus Flint Armdrücken, er hatte natürlich keine Chance gegen dieses Kraftpaket aus der Siebten.
Blaise war irgendwo im Schloss mit seiner Freundin gewesen. Draco stellte fest, dass Blaise sich in letzter Zeit immer häufiger mit seiner Freundin zurückzog, zweimal waren sie sogar schon nach Sperrstunde heimlich unterwegs gewesen.
„Es ist fair, Blaise. Die Regel bezieht sich nun einmal auf den Jahrgang, und das weißt du", sagte der Vertrauensschüler in diesem Moment zu Blaise.
„Aber ich bin diesen Monat vierzehn geworden!"
Was immer Blaise wollte, er schien nicht so leicht aufgeben zu wollen.
Terence seufzte, während sie der Sitzgruppe immer näher kamen.
„Ich habe es doch gerade gesagt", meinte er, offensichtlich um Ruhe bemüht. „Es geht nicht um dein Alter, sondern darum, in welchem Jahrgang du bist."
Blaise zog eine Schnute.
„Terence! Meine Freundin ist doch auch dabei. Kann man nicht eine Ausnahme machen?"
„Nein, Blaise, und das ist wirklich mein letztes Wort. Versteh mich nicht falsch, ich würde dich gerne dabei haben. Du und deine Freunde, ihr seid mittlerweile auch wie Freunde für mich. Aber würde ich es erlauben, würde es Diskussionen geben - zu Recht! Und wenn man unsere Regel aufweicht, wäre der Gemeinschaftraum einfach zu überfüllt. Tut mir leid, Blaise."
Terence ging zu seinen Freunden aus der Fünften, während Blaise mit finsterem Gesichtsausdruck zu ihnen kam und sich neben Pansy setzte.
„Was war los? Um was ging es?", fragte Draco, der genau genommen eine Ahnung hatte, worum es ging.
„Die Party an Halloween", sagte Blaise finster.
Draco nickte.
Die Slytherins feierten gerne, das hatte er bereits mitbekommen, und es gab auch immer eine „Zurück-in-Hogwarts"-Party zu Beginn des Schuljahres. Dieses Jahr hinkten die älteren Schülerinnen und Schüler aber etwas mit der Planung hinterher, weswegen die erste Feier an Halloween stattfinden sollte - nach dem Ausflug nach Hogsmeade und dem anschließenden Festessen in der Großen Halle, also dieses Wochenende.
„Terence hat Recht, weißt du", meinte Draco. „Es geht einfach nicht, dass jemand unter Jahrgang vier an den Parties teilnimmt."
„Ja ja", brummte Blaise. Nach einer kurzen Pause ergänzte er: „Es ist nur so komisch, dass Anastasia ohne mich bei der Party sein wird."
„Wieso?", mischte sich nun Pansy ein. „Traust du ihr nicht? Denkst du, sie geht dir auf der Party fremd?"
Blaise warf ihr einen bösen Blick zu.
„Natürlich nicht! Ich wäre nur gerne zusammen mit ihr dahin gegangen."
„Du kannst doch vorher mit ihr was in Hogsmeade unternehmen", meinte Pansy gelassen.
„Mach ich ja", entgegnete Blaise.
„Ach, Draco", wandte Pansy sich an ihn und klang beinahe gezwungen beiläufig. „Ich wollte dich noch fragen... Gehen wir zusammen nach Hogsmeade dieses Wochenende?"
„Äh...", machte Draco wenig geistreich. Er musste wieder an das denken, was Blaise und Theo zu Beginn des Schuljahres zu ihm gesagt hatten: Pansy sei angeblich in ihn verknallt. Er räusperte sich und zwang sich, zu antworten: „Schwierig, Pansy. Ich gehe mit den Jungs hin."
„Dachte ich mir. Aber wir sind doch alle mehrere Stunden da, wir beide können doch sicherlich auch was zusammen unternehmen?"
„Naja..." Er wich ihrem Blick aus. „Ich bin nicht die ganze Zeit mit den Jungs zusammen."
„Was meinst du?", fragte Pansy verwirrt.
„Ich... ähm... hab noch eine andere Verabredung."
Draco merkte deutlich, dass bei Pansy der Knut fiel.
„Du hast ein Date", sagte sie tonlos.
„Mhm", machte Draco ausweichend.
Pansys Gesichtsausdruck war eine Maske, nichts deutete darauf hin, dass es sie störte, dass er ein Date hatte.
Aber sie redete den ganzen restlichen Abend nicht mehr mit ihm.


„Ok, erklär es mir noch mal."
Blaise lachte nach Dracos Worten.
„Draco, jetzt mach dir nicht ins Hemd. Du wirst das großartig machen."
In einer halben Stunde würden sie sich nach Hogsmeade aufmachen.
Theo stand bei geöffneter Tür im Bad und wühlte unglücklich in seinem Haar. Offensichtlich versuchte er, das wilde braune Chaos zu zähmen, was kläglich misslang. Obwohl er kein Date hatte, hatte er Kleidung angezogen, die sie zusammen mit Blaise in der Winkelgasse ausgesucht hatten, und scheinbar wollte er mit Draco und Blaise optisch mithalten, die sich natürlich für ihre Verabredungen besonders herausgeputzt hatten.
Vince und Greg schien das ganze nicht so sehr zu interessieren. Sie saßen auf Gregs Bett und klatschten sich lachend ihre Kopfkissen ins Gesicht.
„Ich hoffe", meinte Draco mit etwas Verspätung. „Ich habe echt Sorge, dass ich den richtigen Moment verpasse oder das Gegenteil eintritt und ich zu voreilig bin."
„Draco, die Kleine steht total auf dich. Ich bin mir sicher, dass du merken wirst, wann der richtige Zeitpunkt ist. Genau genommen glaube ich, dass sie nur darauf wartet, dass du sie endlich küsst. Sie wird Wachs in deinen Händen sein."
„Dein Wort in Merlins Ohr", murmelte Draco.
Blaise lachte laut auf.
„Es ist richtig süß, wie du dich verrückt machst. Gut, ich gebe dir noch einen Tipp: Wenn du dir unsicher bist, ob sie sich wirklich küssen lassen will, dann berühr ihr Haar."
„Hä?"
Wieder lachte Blaise.
„Du sollst ihr Haar berühren. Streich ihr eine Strähne aus dem Gesicht oder tu so, als würdest du ein Blatt aus ihrem Haar ziehen oder was weiß ich. Wenn sie dir nicht ausweicht, nicht zurückzuckt oder irgendwie anders abweisend wirkt, dann küss sie. Mädchen, die zulassen, dass du ihr Haar berührst und dich dabei vielleicht auch noch ansehen oder sich näher lehnen, wenn du es tust, sind in der Regel bereit, sich küssen zu lassen."
Draco sah ihn skeptisch an.
„Wirklich!", beteuerte Blaise. „Du darfst nur nicht zu lange zögern. Am besten küsst du sie, noch während deine Hand in ihrem Haar ist."
„Ok", sagte Draco und er hörte selbst, er klang etwas atemlos vor Aufregung.
Er war froh, als sie endlich aus dem Kerker nach oben und zum Haupteingang des Schlosses gingen. Das Warten hatte ihn ganz wuschig im Kopf gemacht. Er fühlte sich besser dabei, endlich etwas zu tun und sich abzulenken.
Am Haupteingang tummelten sich unglaublich viele Jugendliche. Die Älteren machten sich bereits auf den Weg nach Hogsmeade. Alle aus dem dritten Jahrgang versammelten sich um den griesgrämigen Squib-Hausmeister, Filch, der dabei war, die Einwilligungserklärungen der Erziehungsberechtigten einzusammeln.
Gerade war Hermine Granger dabei, ihre Einwilligung zusammen mit Weasley abzugeben. Potter stand in der Nähe wie ein begossener Pudel.
„Wir bringen dir was Süßes aus dem Honigtopf mit", sagte Granger mit tröstender Stimme und strich Potter in einer mitfühlenden Geste über den Arm.
Irgendetwas an der Geste machte Draco furchtbar wütend.
Und gleichzeitig erfüllte es ihn mit hämischer Freude, dass Potter offensichtlich nicht mit nach Hogsmeade gehen durfte und so das Traumpaar Potter und Granger getrennt wurde. Nach wie vor war er sich nämlich nicht sicher, ob da nicht etwas zwischen den beiden lief.
„Ach, du bleibst hier, Potter?", schnarrte er gehässig. „Du hast wohl Angst vor den Dementoren draußen?"
Vincent und Gregory lachten.
Potter ignorierte ihn - was sehr ungewöhnlich war - und trottete traurig ins Schloss zurück.
Nachdem sie ihre Einwilligungserklärungen abgegeben hatten, machten sie sich auf den Weg nach Hogsmeade. Wenige Meter vor ihnen gingen Granger und Weasley, sich angeregt unterhaltend.
Draco war froh, aus dem Schloss heraus zu kommen. Nicht, dass er sich in Hogwarts unwohl fühlte, im Gegenteil. Es war wie ein zweites Zuhause für ihn. Aber es tat gut, mal etwas anderes zu machen. Er sollte sich angewöhnen, auch in den Ferien mehr mit seinen Freunden alleine Zeit zu verbringen, so wie gegen Ende der letzten Sommerferien.
Hogsmeade war zwar kein allzu großes Dorf, aber es fiel sofort auf, dass es rein magisch war. Mit Magie wurde hier ganz offen umgegangen, an allen Ecken sah Draco Hexen und Zauberer zaubern. Einkäufe wurden nicht getragen, sondern schwebten, hier und da disapparierten Leute. Das Postamt wurde gut genutzt. Eulen flogen hinein und hinaus. Durch die Scheibe konnten sie sehen, dass auf Stangen im Gebäude sicherlich an die zweihundert Eulen saßen. Im Zaubereiladen Derwish und Banges gab es scheinbar alles an magischer Ausstattung, was das Herz begehrte. Draco fühlte sich sofort sehr wohl.
„Wo gehen wir als Erstes hin?", fragte Gregory.
„Was ist das da hinten?", erkundigte Blaise sich neugierig und deutete.
„Oh, das muss Zonko's sein", meinte Theo. „Ein Scherzartikelladen. Der soll Freud und Leid in der Winkelgasse um nichts nachstehen."
Sie tauschten Blicke.
„Na, dann...", meinte Blaise grinsend und sie machten sich auf den Weg.
Zonko's war umwerfend und sie hatten eine Menge Spaß dabei, die verschiedenen Scherzartikel auszuprobieren. Und sie konnten nicht widerstehen, ein paar Stinkbomben zu kaufen.
„Die kann man garantiert immer irgendwie gebrauchen", grinste Vincent.
Nach ihrem Besuch bei Zonko's entdeckte Draco einen magischen Zooladen schräg gegenüber und er hatte spontan eine Idee.
„Leute, ich will kurz in den Laden da. Wollt ihr mitkommen oder soll ich alleine gehen?"
„Ein Zooladen?", fragte Vincent desinteressiert.
„Wir könnten schon mal in den Honigtopf gehen", meinte Gregory. „Und du kommst dann nach."
„Gut, bis gleich", bestätigte Draco.
„Ich gehe mit dir mit, wenn du willst", meinte Theo, was Draco freudig bejahte.
„Ich werde Greg und Vince begleiten", sagte Blaise. „Bis gleich!"
Draco betrat gemeinsam mit Theo Brood and Peck, den magischen Zooladen. Eine Türglocke kündigte sie an.
Der Laden war leer bis auf zwei Verkäufer und einer jungen Familie, die offensichtlich auf der Suche nach einem Haustier war und sich beraten ließ.
Einer der beiden Verkäufer kam auf sie zu.
„Hallo, Jungs. Wie kann ich euch helfen?"
Draco trat vor.
„Ich würde gerne etwas kaufen. Irgendetwas Leckeres oder so... Für eine Art... Kater."
Der Verkäufer lupfte eine Augenbraue.
„Eine Art Kater?"
„Ähm... ja. Er ist ein Kniesel-Mix."
„Ah, ich verstehe. Dann komm mal mit."
Theo und Draco folgten dem jungen Mann in den hinteren Teil des Ladens.
„Also, wir haben natürlich Futter und Leckerlies für gewöhnliche Katzen, das essen Kniesel und Mixe auch, aber wenn du deinem Tier eine besondere Freude machen willst, nimmst du die hier."
Er hielt Draco eine kleine, durchsichtige Tüte hin, die fest verschlossen war.
„Die schmecken und riechen nach einer Mischung aus Katzenminze und Käsetortillas, sollte man normalen Katzen nicht geben, aber darauf fahren Kniesel richtig ab."
„Klingt gut", meinte Draco.
„Ja, sie sind auch gut verschlossen, damit das Aroma erhalten bleibt - und damit wir Menschen den Geruch nicht die ganze Zeit in der Nase haben müssen. In jeder Tüte sind so viele einzelne Leckerchen, wie man bedenkenlos bei einer normalen Ernährung täglich zufütterm könnte. Es ist getreidefrei und gut verdaulich. Bei zehn Tüten bekommst du zehn Prozent Rabatt."
„Dann nehme ich zehn", sagte Draco. Er nahm sich fest vor, dem Kniesel-Mix in den seltenen Fällen, den er ihn zu Gesicht bekam, nur wenig zuzufüttern. Schließlich wusste er nicht, wieviel Leckereien das Tier neben dem normalen Futter schon von seinem eigentlichen Besitzer bekam. „Wäre es möglich, sie per Eule nach Hogwarts zu schicken? An Draco Malfoy?"
Es war möglich, worüber Draco froh war. Er wollte nicht zu seinem Date die Taschen mit Katzenfutter vollgestopft haben.
Danach machten er und Theo sich auf zum Honigtopf.
Hier war es brechend voll. Sowohl viele Bewohner des Dorfes waren hier, aber auch noch mehr Schülerinnen und Schüler aus Hogwarts. Trotzdem fanden sie Blaise, Greg und Vince schnell, die hellauf begeistert waren.
Es war ein Paradies.
Es gab Schokolade in mehreren hundert Sorten und Theo war ganz versessen auf eine Sorte mit Chilligeschmack, während Blaise auf eine mit Nougat abfuhr, die auch Draco ziemlich zusagte. Dann gab es Lollis, so groß wie Wagenräder, und offensichtlich hatte der Laden einen neuen Sirup im Sortiment, es wurden davon Kostproben von Ambrosius Flume, dem Ladenbesitzer, verteilt. Der Sirup war so süß, dass man beinahe Zahnschmerzen davon bekam.
Es gab natürlich Körbe voll mit Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung und Regale voll mit Schokofröschen, aber auch Zischende Wissbies, Pfefferkobolde, Toffees, unzählige Sorten Kaugummis, Pfefferminzlakritze und vieles mehr. Am liebsten hätten sie von allem etwas gekauft und sie nahmen sich vor, beim nächsten Besuch in Hogsmeade einen großen Vorrat zu kaufen.
Sie hielten sich im Honigtopf noch länger auf als bei Zonko's und irgendwann verteilten sie sich im Laden, jeder auf der Jagd nach der Süßigkeit, die ihm am besten gefiel.
Draco stand gerade an einem Schokoladenkarussell und probierte die verschiedenen Sorten. Auf dem Karussell, das auf einem Tisch stand, waren in Schalen unterschiedliche, kleine Schokoladenstückchen verteilt, so dass man sich durchprobieren und seine Lieblingssorte herausfinden konnte. Auch andere Schülerinnen und Schüler standen dort und naschten mit Begeisterung. Draco hatte es besonders eine Sorte mit Minze, Karamell und Mandelsplittern angetan.
Es dauerte einen Augenblick, bis Draco bemerkte, wer sich ebenfalls an das Karussell gestellt hatte.
Einen Moment erstarrte Draco, dann sah er sich um. Nein, von Weasley war nichts zu sehen.
Und seine Beine setzten sich von alleine in Bewegung, umrundeten den Tisch, um sich langsam Hermine Granger zu nähern.
Sie war vollkommen in die Kostproben vertieft, suchte die Schokoladenstückchen mit Bedacht aus, nachdem sie die Beschriftung an den Schüsseln ausführlich gelesen hatte.
Draco beobachtete, wie sie sich jedes Stück langsam zwischen die Lippen schob und er merkte, wie sich sein Kiefer lockerte. Warum konnte er nicht einfach wegsehen?
Bei einer Sorte schloss sie genießerisch die Augen, und als Draco sich vorsichtig näher schob, sah er, dass es die Sorte war, die auch ihm am besten geschmeckt hatte.
„Hey Granger", sagte er leise zu ihr und ihre Augen schnappten wieder auf.
Natürlich roch er ihr Haar - Karamell und Blumen. Der Geruch vermischte sich auf erschreckend anregende Weise mit dem Geruch von Schokolade.
Dracos Magen schlug Purzelbäume und er konnte sich nicht erklären, wieso.
„Was willst du?", zischte sie.
„Warum so angriffslustig?", grinste er.
Sie redeten beide leise und ohne sich lange anzusehen, so als wollten sie beide vermeiden, dass jemand bemerkte, dass sie miteinander kommunizierten.
„Weil ich dich mittlerweile kenne. Du machst nichts ohne Hintergedanken."
„Nein, wie fies von dir", flüsterte er mit einem Lachen in der Stimme. „Ich dachte, Schokolade macht glücklich. Dafür wirkst du aber sehr angespannt und übellaunig."
Sie schnaubte und nahm aus einem Korb neben dem Karussell eine Packung der Minze-Karamell-Mandelsplitter-Schokolade.
Offensichtlich hatte ihr die Sorte so gut geschmeckt, dass sie sie kaufen wollte.
„Gute Wahl", sagte er und ruckte mit dem Kopf in Richtung der Schokolade.
Und irgendwie konnte er den Gedanken nicht unterdrücken, dass jetzt nicht nur ihr Haar nach Karamell roch, sondern vermutlich auch ihr Atem, wenn man ihr sehr nahe kommen würde.
Sie sah ihn an, und eindeutig wusste sie wieder einmal nicht, was sie von seinem Verhalten halten sollte.
„Wenn du das sagst", sagte sie abweisend und drückte die Packung Schokolade näher an ihren Körper. Dann wandte sie sich ab, um zur Kasse zu gehen.
„Wir sehen uns", sagte er noch, und an dem Stocken ihrer Schritte merkte er, dass sie ihn gehört hatte.
Er starrte ihr nach, bis sie die Kasse erreichte. Dann riss er seinen Blick von ihr los und richtete ihn auf dem Korb mit seiner neuen Lieblingsschokolade, die sie ebenfalls ausgesucht hatte.
Er nahm gleich drei Packungen, um sie zu kaufen.

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