Noch mehr Versteinerungen

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Nach den Osterferien bekamen alle Zweitklässlerinnen und Zweitklässler eine besondere Aufgabe: Sie sollten die Zusatzfächer für Jahrgang drei wählen.
Theo war der einzige ihrer Jungengruppe, der strategisch abwog, welche Fächer zueinander und zu ihm am besten passten und sie danach auswählte. Greg und Vincent hatten keine Ahnung, was sie wählen sollten und Blaise und Draco fühlten sich heillos überfordert mit der Auswahl.
Woher sollten sie jetzt schon wissen, was sie nächstes Jahr interessierte? Und woher sollten sie wissen, welche Fächer vielleicht in Zukunft für sie wichtig sein würden, in den kommenden Jahrgängen?
Am liebsten hätte Draco Verteidigung gegen die Dunklen Künste abgewählt. Das Fach gefiel ihm überhaupt nicht. Im ersten Schuljahr hatte Quirrell sich vor allem erschreckt und daher stets langweilige Lerninhalte gewählt, und in diesem Schuljahr hatte Draco regelrechten Hass auf dieses Fach entwickelt, da Lockhart ihn einfach nur nervte. Außerdem lernten sie bei dem sowieso auch gar nichts, außer vielleicht dass man Wichtel nicht einfach so in einem Klassenraum freilassen sollte und ob man einen fliederfarbenen Umhang mit einer burgunderfarbenen Hose kombinieren konnte oder nicht.
„Wir können die alten Fächer nicht abwählen, die behalten wir alle, nur bei den neuen können wir auswählen", sagte Theo in belehrendem Ton.
„Ich weiß", maulte Draco. „Aber das Fach nervt mich wirklich total!"
Tatsächlich entwickelte Zaubertränke sich immer mehr zu seinem Lieblingfach. Snape war zwar stets miesepetrig, aber er verstand etwas von dem, was er da unterrichtete, außerdem bekamen die Gryffindors immer so herrlich bei ihm ihre Unfähigkeit um die Ohren geknallt.
„Ich wünschte, wir würden nächstes Jahr einen anderen Lehrer in Verteidigung gegen die Dunklen Künste kriegen", seufzte Blaise. „So einen richtig coolen Typen, der auch Ahnung hat."
„Ja, ich will jetzt nicht jahrelang diesen dämlichen Gockel Lockhart haben", bestätigte Draco.
Aber leider hatten sie keinen Einfluss darauf und Draco würde wohl seine Zeit in diesem Fach einfach weiter absitzen.
Theo jedenfalls brütete tagelang über der Liste mit neuen Fächern und referierte über Arithmantik und Alte Runen.
„Beides unglaublich interessante Fächer, wenn ihr mich fragt", meinte er. „Wahrsagen klingt aber auch spannend, ich meine, wie cool wäre es, ein bisschen in die Zukunft blicken zu können? Allerdings ist es eine sehr umstrittene Wissenschaft... Pflege magischer Geschöpfe ist aber auch klasse, es gibt so krasse Tierwesen, stellt euch mal vor, man darf die versorgen..."
„Dann wähl doch einfach alles", empfahl Blaise ihm.
Theo warf ihm einen vernichtendenden Blick zu.
„Meinst du, ich würde nicht, wenn ich könnte? Aber das geht doch gar nicht! Teilweise liegen die Kurse doch gleichzeitig! Ich würde wirklich gerne alles wählen... Außer Muggelkunde, was soll ich denn mit dem Scheiß?"
Zumindest darin waren sie sich alle einig.
Viel Gedanken konnte Draco sich aber nicht machen, denn sein Kopf war in den nächsten Wochen voll mit Hausaufgaben, Quidditch - das Training war nun zwar wieder angenehmer und trockener, aber Marcus drillte sie ziemlich - und mit Mädchen.
Seitdem sie die Fünftklässlerinnen in Unterwäsche gesehen hatten, hatte Draco plötzlich das Gefühl, dass das andere Geschlecht mit zu den wichtigsten Dingen auf diesen Planeten gehörte.
Theo schien es ähnlich zu gehen, sehr zum Gefallen von Blaise. Er schien nur darauf gewartet zu haben, sich endlich intensiver über Mädchen mit ihnen beiden austauschen zu können.
„Wie ist das eigentlich so... Rumknutschen?", hatte Draco sich irgendwann getraut zu fragen und Blaise erzählte ihnen von den richtigen Kusstechniken, behauptete aber auch, dass man sowieso instinktiv das meiste richtig machen würde.
Er verriet ihnen auch, welche Komplimente ein Mädchen besonders mochte und das man testen konnte, ob sie bereit war, sich küssen zu lassen, indem man ihr Haar berührte oder sogar eine Strähne hinter ihr Ohr strich.
„Wenn sie das zulässt, ist es für sie eigentlich auch in Ordnung, sich küssen zu lassen", erklärte er.
Zögerlich fragte Draco, ob bei Blaise denn schon mehr gelaufen sei als küssen.
„Leider nein", seufzte dieser daraufhin. „Die Mädchen wollten bisher nie weiter gehen. Aber nur küssen, das kann auch wirklich scharf sein. Manchmal fast zu scharf."
Er müsse sich dann immer selbst Abhilfe schaffen, sagte er, und Theo und Draco, die zu verstehen glaubten, was Blaise meinte, tauschten einen halb überraschten, halb verlegenen Blick.
„Wie?", hatte Blaise daraufhin perplex gesagt, denn der Blick war ihm nicht entgangen. „Sagt bloß, ihr habt das noch nie gemacht?"
Sie waren alle drei nicht weiter darauf eingegangen, aber Draco konnte natürlich nicht widerstehen.
Schnell fand er heraus, dass das angenehme Gefühl aus einer gewissen Nacht auch sehr leicht selbst herbei geführt werden konnte - und er im komplett wachen Zustand auch viel mehr davon hatte.
So plätscherte das Frühjahr dahin.
Draco fiel auf, dass die kleine Gruppe Hufflepuff-Mädchen, die ihn angestarrt und gekichert hatte, als er am Valentinstag die Große Halle betreten hatte, jedes Mal rot wurde und tuschelte, wenn er vorbeiging und sie ansah. Er gewöhnte sich an, kurz eine Augenbraue oder einen Mundwinkel zu heben, wenn er sie ansah, und sie schienen regelrecht verzückt davon.
Erst nach einer Weile wurde ihm bewusst, dass er tatsächlich begann, ein wenig zu flirten.
Er fragte nun andauernd Marcus und Lucian nach besseren Traningsmöglichkeiten, da sein Körper ihm immer wichtiger wurde, und die beiden älteren Schüler mussten ihn mit beinahe liebevoller Geduld ausbremsen.
„Die Pubertät hat aber sehr zugeschlagen bei euch", lachte Terence eines Tages, als er mitbekam, wie sie die Köpfe zusammensteckten und über Lu Baddock aus der Vierten und ihre Freundinnen redeten. Draco konnte sich immer noch nicht sattsehen an der brünetten Slytherin und er fragte sich, wie es möglich sein konnte, dass man so hübsch war.
Schließlich rückte das nächste Quidditch-Spiel der Saison, Gryffindor gegen Hufflepuff, näher.
Slytherin hatte die Dachse komplett in Grund und Boden gespielt. Dracos Mannschaft hatte nicht nur viel mehr Tore geschossen, Draco gelang es auch, den Schnatz zu fangen und war auf den Schultern seiner Teamkameraden in die Umkleidekabine getragen worden.
Gut wäre nun, wenn Hufflepuff gegen Gryffindor gewinnen würde, da dies eine Rangsteigerung von Slytherin bedeutet hätte, aber Draco war sich ziemlich sicher, dass Gryffindor den Sieg davon tragen würde, sie hatten einfach die stärkere Mannschaft.
Trotzdem wollten sie sich das Spiel ansehen.
Da es aber nicht so wichtig für sie war, gingen sie nicht sehr früh zum Spiel, sondern hingen vorher in der Bibliothek rum. Greg und Vincent gingen dann irgendwann zum Quidditch-Feld vor, weil sie keine so große Lust auf Bücher hatten.
Blaise saß etwas abseits und flirtete ganz offensichtlich mit einer Slytherin aus der Dritten, während Theo vollkommen konzentriert ein Buch über Arithmantik las.
Draco blätterte derweil in seinem Notizbuch, überflog die Infos über die Gründer und die Schutzmaßnahmen und Slytherins Kammer. Ihm fiel ein, dass sie sich bald wieder mit Kanja treffen mussten. Während er sich seine Zeichnungen von den Schlangen und anderen Dingen ansah, achtete er sehr darauf, gewisse Bilder zu überblättern.
Gerade überlegte er, was er als nächstes zeichnen konnte, als Blaise sagte: „Guckt mal."
Draco sah sofort was er meinte, Theo benötigte ein paar Sekunden, um sich von seinem Buch loszureißen.
Da war wieder eine kleine Gruppe Spinnen, die gemeinschaftlich durch einen Riss im Mauerwerk verschwand.
„Warum laufen die in letzter Zeit ständig im Rudel?", fragte Draco.
Theo hatte sein Blick schon wieder auf das Buch gesenkt, Blaise sah aus dem Fenster neben dem Riss im Mauerwerk.
„Kommen sie auf der anderen Seite wieder- Nanu, was macht denn dieser Wildhüter da?"
Neugierig trat Draco zu Blaise ans Fenster.
Hagrid schleppte mehrere schlichte, hölzerne Käfige, in denen es flatterte.
„Sind das Hühner?", fragte Blaise.
Draco kniff die Augen zusammen, um es über die Entfernung besser erkennen zu können.
„Ich glaube ja."
„Möglich", mischte sich Theo vom Tisch aus ein. „Er hing wohl sehr an den alten, hab ich gehört, und er brauchte wohl eine Weile, um sich von dem Tod der anderen zu erholen."
Draco drehte sich um.
„Woher weißt du das?"
Theo zuckte vage mit den Schultern, ohne vom Arithmantik-Buch aufzusehen.
„Hab mal die Weasley-Zwillinge drüber reden hören."
„Und wieso sind die alten alle gestorben?", fragte Draco. „Also alle auf einmal oder wie?"
Theo nickte.
„Ja, Kehle", sagte er.
„Wie, Kehle?", hakte Draco nach.
Theo sah nun doch auf.
„Sie hatten eines morgens alle eine offene Kehle", erklärte er.
Ein merkwürdiger Schauder überkam Draco.
„Jemand hat ihnen die Kehle aufgeschlitzt?", flüsterte er.
Er wusste selbst nicht so genau, warum sich so ein komisches Grauen in ihm ausbreitete.
„Na, bestimmt nicht jemand", meinte Theo. „Etwas. Ein Tier. Gibt doch viele Tiere, die Hühner essen. Füchse, Marder, was weiß ich. Vermutlich hat dieser Wildhüter den Stall für die Nacht nicht richtig gesichert."
„Hm", machte Draco.
Immer noch war da dieses merkwürdige Unwohlsein in ihm.
Theo war bereits wieder in sein Buch vertieft, Blaise setzte sich an den Tisch zu der Drittklässlerin. Er musste eben mit ihr komuniziert haben, ohne dass Draco es mitbekommen hatte.
Draco sah erneut nach draußen, aber der Wildhüter war nicht mehr zu sehen.
Also ging er wieder zum Tisch, wo er sich zu seinem Notizbuch setzte.
Geistesabwesend blätterte er darin, dann glitt sein Blick nachdenklich zum Fenster, dann zu dem Riss daneben, in dem die Spinnen verschwunden waren.
Da war eine Erinnerung, die in seinem Hinterkopf anklopfte, und das ziemlich penetrant.
Sein Blick senkte sich auf sein Notizbuch, und wie fremdgesteuert begann er wieder darin zu blättern.
Die Seeschlange, die Gehörnte Schlange, der Basilisk.
Erst nach etlichen Sekunden bemerkte er, dass er beim Basilisken hängen geblieben war und die Zeichnung anstarrte.
Draco blinzelte, riss seinen Blick von der Zeichnung los und überflog die Notizen, die er sich gemacht hatte.
König der Schlangen... gekrönte Riesenschlange... Zucht verboten... Zauberstabkern Slytherin... Blick tödlich...
Er las nur die wichtigsten Schlagworte und starrte dann wieder aus dem Fenster.
Er erinnerte sich, nicht alles aufgeschrieben zu haben, der Text über den König der Schlangen war länger gewesen. Einen großen Teil des Textes hatte er einfach überflogen.
Draco legte die Stirn in Falten, dann klappte er sein Notizbuch ruckartig zu.
Rasch verstaute er es in seiner Umhängetasche, ehe er auftstand und schnell und gezielt durch die Regelreihen ging. Blaise und Theo beachteten ihn gar nicht, sie hatten andere Dinge zu tun.
Draco benötigte einen Augenblick, bis er das Buch gefunden hatte und aus dem Regal ziehen konnte. Er ging zum nächstbesten Lesetisch, machte sich nicht die Mühe, sich zu setzen, klappte das Buch auf und überflog das Inhaltsverzeichnis.
Schnell hatte er den Basilisk gefunden und blätterte zur entsprechenden Seite.
Seine Augen huschten über den Text:
Die grüne gekrönte Riesenschlange, auch Basilisk genannt, ist die vermutlich gefährlichste magische Schlange. Bereits seit dem Mittelalter ist es daher verboten, sie zu züchten. Dem Basilisken wächst ein Horn, welches als Zauberstabkern verwendet werden kann. Der einzig bekannte Zauberstab mit diesem Kern gehörte Salazar Slytherin. Wegen der unausweichlichen Todesgefahr, die Basilisken für alle in ihrer Umgebung darstellen, gelten sie als höchst gefährlich einzustufende magische Geschöpfe. Ein einziger Blick in die Augen der Schlange tötet wahllos und sofort.
Soweit kannte er den Text, den Rest hatte er bisher nur quergelesen.
Nun las er ihn rasch, aber aufmerksam:
Die Riesenschlange tötet durch das Gift ihrer Zähne oder durch ihren Blick. Basiliskengift kann durch Phönixtränen neutralisiert werden. Der direkte Blickkontakt ist allerdings in jedem Fall tödlich und muss daher zwingend vermieden werden. Das macht die Begegnung mit einem Basilisken so gefährlich. Man sollte die Augen in seiner Gegenwart geschlossen halten, wird somit aber leichtes Opfer für seine Giftzähne, da ein Fluchtweg nicht mehr gesehen werden kann. Basilisken haben kaum natürliche Feinde. Spinnen, selbst die große Acrumantula, fürchten den König der Schlangen. Tödlich für den Basilisken ist allerdings das Krähen eines Hahns, so dass das Halten eines solchen einen zuverlässigen Schutz gegen die Riesenschlange bietet.
Langsam ließ Draco das Buch sinken und starrte ins Leere.
War es tatsächlich möglich...?
Seine Gedanken rasten.
Es passte fast alles zusammen.
Schon seit einer geraumen Weile schienen die Spinnen in kleinen Gruppen aus dem Schloss zu fliehen. Jemand - ja, jemand, ein Mensch, kein Tier, wie Theo glaubte - musste die Hühner des Wildhüters ermordet haben. Zwar war nur der Hahn die tatsächliche Gefahr für den Basilisken, aber vielleicht wollte die Person einfach auf Nummer sicher gehen oder konnte in der Dunkelheit die Hennen und den Hahn nicht auseinander halten oder war in eine Art Blutrausch geraten. Bei allen vier Gründern... war es möglich, dass der Erbe Slytherins wirklich an der Schule war und die Tiere getötet hatte? War Tom Riddle der Erbe Slytherins?
Wenn ja, dann musste er schon weit über sechzig sein. Und warum hatte ihn dann bisher niemand bemerkt?
Dann überkam Draco die Erkenntnis so abrupt, dass ihm das Buch aus den Händen glitt und auf dem Tisch vor ihm polterte, aber er beachtete es nicht.
Das Buch. Das Buch, das erst Ginny Weasley gehabt hatte und dann Potter. Es hatte diesem Riddle gehört. Und es war ein schwarzmagisches Artefakt, dessen war Draco sich mittlerweile sicher.
Draco wusste nur zu gut, dass fremde Bücher mit Vorsicht zu genießen waren. Sein Vater hatte - gut gesichtert und für Draco nicht erreichbar, im Kellergewölbe versteckt wie alle schwarzmagischen Dinge - einige gefährliche, dunkle Bücher. Bücher, die einen wahnsinnig machten, las man auch nur ein Wort darin. Bücher, die einem bei einem Blick hinein die Augen ausbrannten. Bücher, die zum Erstickungstod führten, wenn man sie berührte.
Und Bücher, von denen man besessen wurde, die einen zwangen, Dinge zu tun, schreckliche Dinge.
Vor Dracos innerem Auge entstand ein Bild - ein Bild von einem rothaarigen Mädchen, das wie getrieben umherhuschte, das ganze Schuljahr schon, mit einem offensichtlich verfluchten Buch an die Brust gepresst. Ein Mädchen, das in der Nacht Hühner tötete. Draco sah es deutlich vor Augen: Kleine, zarte Mädchenhände, die mit Hühnerblut Worte an eine Mauer schrieben: Die Kammer des Schreckens wurde geöffnet. Feinde des Erben, nehmt euch in acht.
Die nächste Erkenntnis ließ Draco entsetzt nach Luft schnappen und er musste sich einen Augenblick auf dem Tisch vor ihm abstützen.
Sein Vater, sein eigener Vater, hatte dafür gesorgt, dass dieses verfluchte Buch nach Hogwarts gekommen war.
Und dann kam ein anderer Gedanke.
Aber wenn eine Riesenschlange durchs Schloss kroch, hätte das doch jemandem auffallen müssen. Wieso waren ihr bisher nur so wenige - die nun Versteinerten - begegnet?
Der Brief seines Vaters kam Draco wieder in den Sinn. Was hatte er geschrieben?
Als in Hogwarts das Rohrsystem gebaut wurde, war die Kammer beinahe entdeckt worden.
Das Rohrsystem. Natürlich.
Potter hatte das Buch nun vermutlich, sicher wusste Draco es nicht.
Aber wenn es so war... Bedeutete es auch, dass die Menschen, die Potter umgaben, besonders in Gefahr waren? Wurde der Basilisk vielleicht durch das Buch angelockt?
Draco verstand nicht, warum bisher niemand getötet worden war, sondern nur versteinert. Er verstand auch nicht, warum Potter Parsel sprach und ob das ganze einen Zusammenhang hatte.
Aber irgendetwas hatte in diesem Moment sowieso Kontrolle über sein Denken und Handeln übernommen.
Mit einem einzigen Ruck riss er die Seite über den König der Schlangen aus dem Buch und ließ es einfach liegen.
Während er zu Theo zurück hastete, dachte er beinahe hysterisch belustigt, dass er es normalerweise verabscheute, Seiten aus Büchern zu reißen oder Bücher anderweitig zu beschädigen.
Bei Theo angekommen zerrte er sein Tintenfass und seine Adlerkielfeder aus der Tasche und schrieb rasch, viel unordentlicher als sonst, ein einziges Wort an den Rand des herausgerissenen Blattes:
Rohre.
Dann schnappte er sich seine Tasche und stürmte aus der Bibliothek.

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