„...und dann sind sie weggelaufen, wobei Weasley eine Spur aus Schnecken hinter sich gelassen hat."
Theo, Blaise, Pansy, Millicent, Gregory und Vincent lachten.
Sie alle hatten an seinen Lippen gehangen, während er die Geschichte vom Vormittag zu Besten gab. Sie saßen beim Mittagessen und Draco tat sich nun eine große Portion Nachtisch auf.
„Bei Merlin, ich kann es mir richtig bildlich vorstellen", japste Blaise.
„Geschieht Weasley recht", brummte Greg. „Ich verzeihe dem nie, dass er seine Ratte auf mich losgelassen hat. Der trägt die andauernd mit sich rum, sogar beim Essen. Das ist doch krank."
„Merlin und Morgana, ich hätte so gerne gesehen, wie Weasley Schnecken spuckt!", grinste Theo.
„Ich auch", mischte sich Pansy ein.
Vorhin hatte sie sich schnell neben Draco gesetzt, bevor Theo es hatte tun können, so dass er nun zwischen Blaise und Pansy saß. Millicent saß ihnen gegenüber, zusammen mit Vince und Greg, und Theo hatte neben Pansy Platz genommen.
„Übrigens", fuhr Pansy fort und schob ihre Hand unter Dracos Arm, um sich im Sitzen bei ihm einzuhaken. „Ich finde es richtig cool, dass du jetzt in der Mannschaft bist, Draco. Beim nächsten Training will ich unbedingt zugucken."
„Danke, Pansy", sagte Draco und machte seinen Arm los, um besser den Nachtisch essen zu können.
Er freute sich wirklich über Pansys Lob. Er schätzte sie als Freundin sehr, und erst jetzt fiel ihm auf, wie sehr sie sich seit Hogwarts aus den Augen verloren hatten. Früher hatte er viel mehr Kontakt zu ihr gehabt, da die Parkinsons sich gut mit Dracos Eltern verstanden und sie sich regelmäßig besuchten.
„Jedenfalls", fuhr Draco fort. „für heute bin ich durch mit Training und es ist Samstag, wir haben noch nicht so viel für den Unterricht zu tun und... naja, was haltet ihr davon, wenn wir ein wenig in der Bibliothek recherchieren?"
Draco war sich sicher, dass Blaise und Theo sofort wussten, was er recherchieren wollte.
„Am Wochenende in die Bibliothek?", fragte Vincent schockiert und Greg ergänzte: „Ganz bestimmt nicht!"
„Kein Ding", meinte Draco gelassen. Er hatte tatsächlich sowieso nicht mit der Gesellschaft der beiden gerechnet.
„Ich kann mitkommen", kam es sofort aus Pansy geschossen.
„Oh... äh..."
Draco tauschte einen raschen Blick mit Theo.
Ja, Pansy war seine Freundin, aber er wollte doch, dass so wenig Menschen wie möglich von Kanja wussten. Außerdem hatte er das Gefühl, da ein ganz besonderes Geheimnis mit Theo und Blaise zu teilen.
„Lass mal", sagte er und sah die Enttäuschung in Pansys Blick. „Das machen wir alleine."
„Warum?", fragte Pansy, halb gekränkt, halb ärgerlich.
„Naja, wir recherchieren so Jungskram, nichts, was dich interessiert."
„Jungskram?", fragte Pansy zweifelnd und tauschte einen kurzen Blick mit Millicent.
„Genau", bestätigte Draco.
Er sah, Pansy glaubte ihm kein Wort, aber sie schwieg.
„Also? Theo? Blaise?"
„Auf jeden Fall komme ich mit", grinste Theo.
Blaise zögerte.
„Äh... Ich hab ehrlich gesagt was vor", erklärte er.
„Ok", sagte Draco überrascht. „Gut, dann eben Theo und ich alleine."
Draco überlegte gerade, bei Blaise nachzuhaken, was er vorhaben könnte, aber in diesem Moment kam neben ihm jemand zum Stehen.
„Hey."
Als Draco den Kopf drehte, blickte er unabsichtlich direkt in den tiefen Ausschnitt einer Bluse. Er spürte, wie seine Ohren heiß wurden, als er den Ansatz von weißer Spitzenunterwäsche hervorblitzen sah.
Rasch riss er sich von diesem Anblick los und sah nach oben, in ein Paar caramelfarbener Augen.
Lu strich sich in ihrer typischen Art das glatte, braune Haar aus dem Gesicht, was sofort wieder zurückfiel und dabei ihre Wange kitzelte.
„Glückwunsch zum Beitritt in unser Team."
Draco klappte den Mund auf, klappte ihn wieder zu und versuchte dann, sich möglichst lässig mit dem Ellenbogen auf dem Tisch abzustützen, wobei er gegen sein Saftglas stieß.
Es war Blaise zu verdanken, der blitzschnell reagierte und das Glas festhielt, ehe es umkippen konnte.
„Danke", brachte Draco endlich heraus und er hatte einfach nicht unter Kontrolle, dass sein Blick immer wieder von Lu Baddocks Gesicht zu ihrer Oberweite huschte.
Sie schenkte ihm ein Lächeln.
„Wir haben ja sowieso das beste Team", sagte sie. „Und jetzt auch noch diese Besen... Irre! Richtig gut, Draco."
Noch eimal lächelte sie, was er etwas schief erwiderte, dann ging sie an ihm vorbei.
Draco starrte ihr einen Augenblick nach.
„Alter, hör auf ihr auf den Hintern zu starren!"
Draco sah ertappt zu Blaise. Theo prustete.
„Was? Spinnst du?"
„Du hast ihr voll auf den Arsch geguckt", lachte Blaise.
Draco wurde warm.
Erst jetzt, da Blaise es aussprach, wurde ihm bewusst, dass es stimmte. Es war ein merkwürdiger Reflex gewesen, von dem er nicht wusste, woher er kam.
„Stimmt ja gar nicht!", verteidigte er sich.
„Klar, hast du wohl. Und davor hast du ständig ihren Busen angestarrt", behauptete Blaise.
Draco hatte das Gefühl, seine Wangen hätten Feuer gefangen.
Pansy neben ihm verschränkte die Arme vor dem Oberkörper.
„Hab ich nicht."
„Hast du wohl", stellte sich der verräterische Theo auch noch auf Blaise' Seite. „Aber wo soll man auch sonst hingucken, wenn sie vor einem steht, während man sitzt? Die Dinger sind ja kaum zu übersehen."
Blaise lachte schallend.
Nun musste auch Draco grinsen.
„Ihr seid bescheuert", lachte er.
„Ach komm, du hast gern hingeguckt", behauptete Blaise.
Draco schaffte es, sich wieder einigermaßen zu fangen.
Ja, Lu Baddock gefiel ihm, das wurde ihm immer bewusster.
Und so langsam kam sein übliches Selbstbewusstsein zurück. Kurzzeitig hatte Lu ihn etwas aus der Bahn geworfen.
„Neidisch?", fragte er und zog provokativ die Augenbrauen hoch.
Theo lachte und Blaise grinste breit.
„Spinner", sagte Blaise.
„Ach ja? Ich habe eben übrigens ihre Unterwäsche gesehen."
Nun lachte Blaise wieder und Theo gab ein leises Johlen von sich.
Pansy stand ruckartig auf und ging. Draco nahm nur am Rande wahr, dass Millicent ihm einen merkwürdigen Blick zuwarf, ehe auch sie auftstand und ihrer Freundin folgte.
„Ich hab noch nie die Unterwäsche eines Mädchens gesehen", sagte Theo und klang nun tatsächlich ein bisschen neidisch.
„Tja", machte Draco großspurig und legte seinen Kopf erst nach rechts, dann nach links, um lässig seine Wirbel knacken zu lassen.
Blaise und Theo lachten leise.
„Ich verderbe die gute Laune der Herrschaften nur ungern", sagte eine schnarrende Stimme hinter ihnen. „Aber ich würde gerne Mr Nott sprechen."
Draco zuckte zusammen.
Wie aus dem Nichts stand Snape bei ihnen, düster und ernst wie eh und je.
Snape fixierte mit seinen dunklen Augen Theo.
„Melden Sie sich in fünfzehn Minuten in Mr Filchs Büro", sagte Snape. „Er wird sie den ganzen Nachmittag und den Abend beschäftigen."
„Aber", begann Theo. „wir wollten gleich-"
„Keine Diskussionen, Mr Nott. Seien Sie froh, so glimpflich davon gekommen zu sein."
Theo senkte zerknirscht den Blick.
„Ja, Sir."
Snape rauschte ohne ein weiteres Wort davon.
„Scheiße", maulte Theo. „Der ganze Samstag ist hin. Ich wollte doch mit dir in die Bibliothek, nach einem Unterwasserzauber recherchieren."
„Ich frage mich, was du so viele Stunden machen sollst", meinte Blaise.
Draco musste wieder grinsen.
„Und ich frage mich, wieviel von unserem Gespräch Snape mitbekommen hat", warf er ein.
Theo und Blaise starrten ihn einen Augenblick an - dann warfen sie beide die Hände vors Gesicht und prusteten hinein.
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A Death Eater's Tale
FanfictionJeder kennt sie - die Geschichte vom Jungen, der überlebte. Auch Draco Malfoy muss in seinem Leben immer wieder feststellen, dass die Geschichte dieses Jungen Einfluss auf seine eigene Geschichte hat. Auch wenn er es anfänglich nicht bemerkt und spä...
