Unterwasserstimmen und süße Naschereien

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Anmerkung: Der mit einem * gekennzeichnete Text wurde wortwörtlich übernommen aus J.K. Rowlings "Harry Potter und der Feuerkelch", Kapitel "Das Ei und das Auge".

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Kapitel 84: Unterwasserstimmen und süße Naschereien

„Alle mal herhören!"
Terence und Lu standen auf der kleinen Treppe, die zum Ausgang des Gemeinschaftsraumes führte. Sie alle wussten, dass dies der Ort war, den sie aufsuchten, wenn sie eine wichtige Ankündigung zu machen hatten.
Langsam kehrte Ruhe ein, ein paar Jungen und Mädchen flitzten noch in die Schlafräume, um fehlende Freunde zu holen.
Draco saß lässig auf einem der dunklen Ledersofas zusammen mit seinen Jungs.
Wie immer, wenn er Lu sah, spürte er, wie ihm warm wurde.
Sofort waren nämlich immer die Bilder in seinem Kopf: Lu und er, auf der Party vor ein paar Tagen. Sie hatten nach dem Muggelspiel immer wieder herumgeknutscht, bis sie es nicht mehr aushielten und sich vom Gemeinschaftsraum zu einem leerstehenden Klassenraum geschlichen hatten.
Draco war angetrunken, und nur so konnte er sich erklären, dass er sich traute, was daraufhin passierte. Trotzdem erinnerte er sich an seine Aufregung, seine Nervosität. Und seine Angst, erwischt zu werden.
Er war rückblickend froh, die Erfahrungen mit Océane gemacht zu haben - es ließ sich wunderbar auf Lu übertragen. Diese Erfahrungen in Kombination damit, dass Lu ihm deutlich zeigte, was ihr gefiel und auch seine Hand führte, half ungemein. Wie damals Océane kam auch Lu auf dem Rand eines Schülertisches sitzend.
Draco hoffte dananch inständig, Lu möge ihn dann genauso befriedigen wie Océane damals - aber es kam besser.
Obwohl er angetrunken gewesen war, erinnerte Draco sich an jedes kleinste Detail:
Wie sie seine Hose geöffnet hatte und er auf einen Stuhl gesunken war. Wie Lu den Verhütungszauber gesprochen und dann rittlings auf ihn geglitten war.
Und dann dieses wunderbare Gefühl.
Es war nicht im Ansatz damit vergleichbar, es sich selbst zu machen.
Er hatte schwer geatmet und sich mit den Händen an ihrer Hüfte festgeklammert. Ein wenig hatte er das Gefühl, mit diesem wunderbaren Gefühl komplett überfordert zu sein, während sie sich langsam auf ihm bewegte.
Er hatte immer ein wenig Sorge gehabt, bei seinem ersten Mal etwas falsch zu machen, aber in diesem Fall war es nahezu unmöglich, dass das eintrat, denn Lu übernahm eigentlich alle wichtigen Schritte.
Es war Draco nicht einmal peinlich, dass er regelrecht im Rekordtempo kam.
Auch jetzt heftete sein Blick sich fest auf die Vertrauensschülerin. Sehr lebendig waren wieder die Bilder der Partynacht in seinem Kopf.
Er war gespannt, welche Ankündigung sie und Terence zu machen hatten.
Theo beugte sich nah zu ihm.
„Du bist verknallt in Lu, was?", fragte er leise.
Draco warf ihm einen Seitenblick zu.
„Ja", sagte er widerwillig.
Er kannte Lu. Er wusste, dass sie selten etwas Festes mit einem Jungen hatte. Sie schien ihre Freiheit und Ungebundenheit zu genießen.
Bisher war Draco genauso gewesen - das Unverbindliche mit Océane hatte ihm besser gefallen als das Zusammensein mit seinen Freundinnen zuvor.
Aber Lu... Lu würde er sich schon als feste Freundin wünschen.
Er fand sie einfach unfassbar toll - was sollte das also anderes sein als Verliebtheit?
Außerdem hatte er sein erstes Mal mit ihr erlebt, was auch noch unfassbar gut gewesen war.
Ja, verdammt, er war verknallt in sie - wie könnte er es nicht sein?
„Schön, dass ihr alle zuhört", begann Terence und blickte einnehmend in die Runde. „Wir haben eine tolle Ankündigung zu machen."
Er nickte Lu auffordernd zu.
Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen und Draco konnte nicht aufhören, sie anzustarren.
Bei Merlin, er hatte wirklich mit diesem tollen Mädchen geschlafen...
„Wirklich eine tolle Ankündigung", bestätigte Lu. „Alle ab Jahrgang vier haben sich vielleicht schon gewundert, warum sie in diesem Jahr auf ihrer Liste auch einen Festumhang und festliche Kleidung als Punkt stehen hatten. Snape hat uns gerade mitgeteilt, dass es beim Trimagischen Turnier Tradition ist, dass zur Feier von Yule ein Ball stattfinden wird, und zwar am zweiten Weihnachtsfeiertag."
Lu strahlte, und Draco hörte begeistertes Gemurmel um sich herum.
Auch er tauschte Blicke mit seinen Freunden.
Bälle kannten sie - von klein auf mussten sie daran teilnehmen, in maßgeschneiderten Anzügen, und sie mussten perfekt mit den gleichaltrigen Reinblut-Mädchen tanzen.
Anfänglich kamen sie sich noch toll und erwachsen vor bei diesen Veranstaltungen, irgendwann wurden sie aber öde.
Aber ein Ball hier an der Schule... mit Schülerinnen und Schülern, die auf ihren privaten Veranstaltungen nicht eingeladen waren, außerdem mit den Beauxbatons und Durmstrangs und ohne Eltern - das könnte spannend werden.
„Snape hat uns noch ein paar weitere Informationen gegeben", verschaffte Terence sich wieder Gehör. „Alle ab Jahrgang vier können an dem Ball teilnehmen. Jüngere Schülerinnen und Schüler dürfen nur dann erscheinen, wenn sie die Begleitung von jemandem aus einem höheren Jahrgang sind."
Enttäuschtes und empörtes Gemurmel von den Jüngeren.
„Das ist nicht fair!", maulte Malcolm Baddock, Lus kleiner Bruder.
Draco hatte vollstes Verständnis. Er erinnerte sich noch zu gut daran, wie es gewesen war, in der Ersten oder Zweiten zu sein und ständig zu sehen, was für tolle Dinge die Älteren machen durften.
„Wir haben die Regeln nicht gemacht", sagte Terence ruhig und Lu ergänzte: „Es ist aber auch ein wenig verständlich. Es soll ja hauptsächlich um die Champions und das Trimagische Turnier gehen. Es stand erst zur Diskussion, den Ball nur für den Abschlussjahrgang und die Champions zu veranstalten. Also haben wir sogar noch Glück. Übrigens wird der Ball um acht Uhr abends mit einem Tanz der Champions eröffnet und endet um Mitternacht."
„Schon um Mitternacht?", nölte Vance Urquardt.
„Überlegt euch, wer mit wem zum Ball geht", schloss Terence.

A Death Eater's Tale Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt