Draco hastete in den Kerker - viel später, als er eigentlich müsste, denn als Pomfrey ihn vorhin nach dem Frühstück entlassen wollte, war jemand im Krankenflügel aufgetaucht, mit dem weder die Heilerin noch Draco gerechnet hatte.
Nun rannte er beinahe, seine Schultasche über der gesunden Schulter, den Arm immer noch in der Schlinge, um so wenig wie möglich zu spät zum Zaubertrankunterricht zu kommen. Natürlich war ihm bewusst, dass er bereits fast die Hälfte der Stunde verpasst hatte. Vermutlich wunderten seine Freunde sich, wo er blieb, und fragten sich, ob er vielleicht doch nicht entlassen worden war.
Vor der Tür zu Snapes Klassenzimmer blieb er kurz stehen, atmete tief durch und betrat dann vollkommen lässig den Raum.
Natürlich drehten alle Köpfe sich in seine Richtung, als er die Tür öffnete.
Verrückterweise fiel sein Blick als erstes auf Hermine Granger, die ihn wie alle anderen anstarrte. Dann suchte sein Blick seine Freunde, die gerade dabei waren, an zwei Tischen verteilt Tränke zu brauen. Sie grinsten ihn allesamt an - die Jungs und Pansy, sogar Millicents Mundwinkel hoben sich leicht.
Draco ging zu ihnen herüber.
„Setzen Sie sich", sagte Snape gleichmütig und Draco, der schon mit einem Rüffel gerechnet hatte, kam der Aufforderung nach.
Aber es lag nahe, dass Snape wusste, warum er zu spät war, dass er wusste, wer ihn besucht hatte.
Draco sah, wie Potter und Weasley am Nebentisch tuschelten und ihm böse Blicke zuwarfen - offensichtlich ärgerten sie sich, dass er keinen Ärger bekommen hatte, wo jeder Gryffindor fürs Zuspätkommen vermutlich Punkte Abzug und Nachsitzen bekommen hätte.
Draco vergewisserte sich, dass Snape gerade nicht hinsah, und zeigte den beiden den Mittelfinger.
Bei Salazar, sie gingen ihm einfach so auf die Nerven.
„Wo warst du?", flüsterte Theo.
„Mein Vater war da", flüsterte Draco zurück.
„Wie, heute Morgen?"
„Ja, ich erzähle es euch später."
Draco wollte nicht riskieren, dass sie doch noch Ärger von Snape bekamen.
Tatsache war, dass sein Vater heute Morgen unangekündigt im Krankenflügel gestanden hatte. Scheinbar hatte jemand - Snape? - ihn über den Unfall in Pflege magischer Geschöpfe informiert und er wollte sowohl von Draco selbst als auch von Pomfrey jedes kleinste Detail darüber hören.
Sein Vater wirkte ungehalten - sehr ungehalten.
„Was brauen wir?", fragte er leise.
„Eine Schrumpflösung", antwortete Theo. „Du musst dir einen Kessel holen."
Draco machte sich auf den Weg zum Regal, holte einen Kessel und stellte ihn, da bei seinen Freunden am Tisch kein Platz mehr war, auf Potters und Weasleys Tisch, da diese direkt daneben arbeiteten. Sie warfen ihm giftige Blicke zu, die er aber ignorierte. Granger stand einen Tisch weiter mit Longbottom zusammen, der einen hochroten Kopf hatte und vollkommen verzweifelt wirkte. Offensichtlich kam er wieder einmal nicht klar, er war wirklich eine Niete in Zaubertränke - und ja auch ansonsten überall.
„Seite einhundertdreiundsechzig", sagte Theo zu ihm, als er sah, dass Draco den Kessel geholt hatte.
Draco fummelte mit einer Hand das Buch aus seiner Tasche und schlug die Seite auf.
Er las die Zutatenliste und suchte sich alles zusammen. Dann überflog er die Anleitung.
„Professor", wandte er sich an seinen Hauslehrer, als dieser in der Nähe vorbei ging. „ich brauche Hilfe beim Zerkleinern der Gänseblümchenwurzeln... Mein Arm..."
Pomfrey hatte gesagt, er solle den Arm eine Woche schonen, und er würde sich daran halten, denn was ihm noch fehlte, war, dass er sich überanstrengte und dann nicht am Auswahlspiel teilnehmen konnte.
„Weasley, schneid die Wurzeln für Malfoy", sagte Snape knapp, ohne richtig hinzugucken.
Weasley schoss die Röte ins Gesicht.
„Dein Arm ist doch vollkommen in Ordnung", zischte Weasley ihm wütend zu, als Snape weiter gegangen war.
Draco kochte vor Zorn - Was wusste dieser Idiot schon? - aber nach außen hin blieb er ruhig und sagte nur hämisch: „Schneid mir die Wurzeln, Weasley."
Weasley zog das Schneidebrett zu sich und begann, die Wurzeln lieblos zu zerkleinern.
Draco standen die Haare zu Berge. So unsauber würde er niemals arbeiten und es konnte sich negativ auf den Trank auswirken. Und Weasley machte das offensichtlich absichtlich, einfach, weil er angepisst war.
„Professor, Weasley verhackstückt meine Wurzeln, Sir!"
Snape kam näher gerauscht und besah sich die Wurzeln.
Dann warf er Weasley über seine Hakennase einen unheilverkündenden Blick zu.
„Du nimmst diese Wurzeln, Weasley, und gibst ihm stattdessen deine."
„Was?"
Weasley wurde blass. Seine eigenen Wurzeln waren fein säuberlich geschnitten.
Da Snape ihn nur weiterhin streng ansah, schob er widerwillig die Wurzeln zu Draco herüber. Dieser grinste hämisch. Geschah diesem Idioten Recht. Potter sah Draco zornig an.
Draco hatte das dringende Bedürfnis, Potter und Weasley noch weiter zu schikanieren.
„Und, Sir, diese Schrumpelfeige müsste mir auch jemand schälen."
„Potter, schäl seine Schrumpelfeige", ordnete Snape an.
Draco lachte leise, als Potter ihm mit zornesrotem Gesicht die Feige schälte.
„Potter, die Raupe muss auch noch kleingeschnitten werden", grinste er.
Potter schien jeden Moment zu explodieren, doch es kam nicht dazu.
„Ich mach das schon, Harry."
Hermine Granger war zu ihnen gehastet und drängte sich zwischen ihn und Potter. Dieser schnaubte nur, warf Draco einen letzten, giftigen Blick zu und stellte sich dann wieder auf die andere Seite des Tisches zu Weasley.
Draco lenkte seinen Blick auf Hermine Granger, die sich gestresst die Locken aus dem Gesicht strich.
Interessant, dachte er. Wenn man Weasley und Potter lang genug schikanierte, rief man offensichtlich ihre Schlammblut-Freundin auf den Plan.
„Ich muss mich beeilen, Neville braucht meine Unterstützung", flüsterte sie ihm zu und begann, die Raupe genauso gründlich zu zerkleinern, wie Draco selbst es auch getan hätte. An ihrem Hals glitzerte die Kette, die ihm bereits am Abend zuvor aufgefallen war.
Er lehnte sich näher und begutachtete, wie Granger die Arbeit für ihn verrichtete.
„Schön kleine Stücke", raunte er ihr zu.
Sie warf ihm einen merkwürdigen Seitenblick zu und deutlich sah er, wie ihre Wangen dunkler wurden. Dieses Erröten in seiner Gegenwart fiel ihm bereits seit der ersten Klasse auf.
Außerdem war da wieder dieser Geruch. Er hatte ihn bereits wahrgenommen, als er sich am ersten Schultag in diesem Jahr beim Verlassen der Großen Halle nah zu ihr gebeugt hatte. Der Geruch ging eindeutig von ihren Locken aus.
Draco schnupperte unauffällig.
Ihr Haar roch... irgendwie blumig und karamellig, aber so richtig konnte er es nicht einordnen.
„Was... was machst du da?"
Draco unterdrückte das Bedürfnis, zusammen zu zucken.
Hatte sie etwas bemerkt? Aber nein, sie wunderte sich offensichtlich nur, dass er ihr so nahe gekommen war, sie hatte nicht bemerkt, dass er an ihrem Haar gerochen hatte.
„Ich überwache, dass du alles richtig machst", sagte er und grinste sie süffisant an.
Sie verdrehte die Augen, senkte den Kopf dann aber so, dass ihre Locken ihr wie ein Vorhang vors Gesicht fielen, fast so, als wollte sie sich vor ihm verstecken.
Draco wusste nicht, was an ihrer Gegenwart ihn so provozierte, aber er konnte es nicht lassen, sich wieder nah zu ihr zu beugen und leicht neckend nah an ihrem Ohr zu flüstern: „Gute Arbeit, Granger."
Sie holte tief Luft und schien etwas erwidern zu wollen, aber in diesem Moment fiel ihr Blick auf Snape, der sich Longbottom und dessen Trank näherte.
Longbottom war wirklich eine Katastrophe in Zaubertränke, und dass Snape ständig um ihn herumschlich und kein gutes Haar an seiner Arbeit ließ, machte es nicht besser. Auch jetzt schien Longbottom den Trank versaut zu haben, denn anstatt der giftgrünen Farbe, die er eigentlich haben sollte, war er...
„Orange, Longbottom", schnarrte Snape. „Sag mir, geht überhaupt irgendetwas in deinen dicken Schädel? Hast du nicht gehört, dass ich sagte, nur ein Spritzer Blutegelsaft genügt? Was soll ich tun, damit du das kapierst, Longbottom?"
Longbottom sah aus, als würde er jeden Moment in Tränen ausbrechen.
„Bitte, Sir!", meldete sich Granger neben Draco zu Wort. „Ich könnte Neville helfen."
Draco hatte gesehen, dass Granger Longbottom bereits zuvor geholfen hatte, und er war sich ziemlich sicher, dass Longbottom nun nur deshalb einen Fehler gemacht hatte, weil Granger Draco beim Schneiden der Raupe unterstützt hatte. Sie konnte sich eben nicht zerteilen, auch wenn sie das offensichtlich gerne wollte. Aber man konnte nun einmal nicht überall gleichzeitig sein.
„Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand Sie gebeten hat, die Wichtigtuerin zu spielen, Miss Granger", sagte Snape kalt und das Mädchen presste fest die Lippen zusammen. „Longbottom, am Ende der Stunde werden wir ein paar Tropfen dieses Tranks an Ihre Kröte geben und schauen, was passiert. Vielleicht lernen Sie es so endlich."
Longbottom schluchzte leise auf und kaum, dass Snape sich abgewandt hatte, huschte Granger zu Longbottom. Dabei hinterließ sie eine nicht unangenehme blumig-karamellige Duftwolke.
Draco beeilte sich, seine Schrumpflösung zu brauen, schließlich fehlte ihm ein gutes Stück der Stunde, aber mit etwas Hilfe von Theo und Blaise schaffte er es, ebenfalls bis zum Ende der Stunde fertig zu sein. Natürlich war sein Trank perfekt.
Am Ende der Stunde begutachtete Snape alle Tränke und ging als letztes zu Longbottom. Draco tauschte gespannte Blicke mit seinen Freunden.
Snape flößte, wie angekündigt, Longbottoms hässlicher Kröte ein paar Tropfen des Tranks ein. Alle hielten den Atem an.
Es dauerte nur wenige Sekunden, dann hörte man ein leises Ploppen und statt der Kröte tummelte sich eine Kaulquappe auf Longbottoms Hand. Die Gryffindors murmelten begeistert, einige klatschten sogar verhalten.
Snape zog eine säuerliche Miene. Kurz fiel sein Blick auf Hermine Granger.
„Fünf Punkte Abzug für Gryffindor", schnarrte Snape kalt. „Miss Granger, ich sagte deutlich, Sie sollen ihm nicht helfen! Der Unterricht ist beendet."
„Wow, Punkte Abzug für einen richtig gebrauten Trank, das ist hart", stellte Theo fest, als sie nach dem Aufräumen den Klassenraum verließen.
„Geschieht denen Recht", mischte Pansy sich ein und klang dabei überraschend bösartig. „Besonders dieser hochnäsigen Granger. Die denkt, sie ist sonstwie schlau, dabei ist sie total hohl und lernt nur alles auswendig. Und hässlich ist sie noch dazu! Diese buschigen Haare und diese hässlichen Flecken im Gesicht..."
„Das sind Sommersprossen", erklärte Draco automatisch.
Pansys Blick schien Blitze auf ihn zu schießen.
„Das weiß ich selber! Aber es ist hässlich! Und wie ein Biber sieht die aus. Oder etwa nicht? Draco?"
„Mhm", machte Draco abwesend.
Pansys Augen verengten sich, aber sie sagte nichts mehr.
Draco sah, wie Potter und Weasley um die Ecke bogen, dicht hinter ihnen Hermine Granger.
Er musste wieder daran denken, wie sie ihn im Krankenflügel besucht hatte. Und sie hatte ihm eben im Unterricht geholfen... Aber vermutlich nur, damit er sich nicht mit Potter stritt, oder?
Pansy schnippste mit den Fingern vor seinem Gesicht herum.
„Hey, an was denkst du denn jetzt schon wieder?"
Er sah sie ärgerlich an.
„Alter, Pansy, was ist in letzter Zeit eigentlich los mit dir?"
„Was ist los mit dir?", hielt Pansy gegen.
„Mit mir? Ich-"
Er brach ab, denn in diesem Moment sah er Hermine Granger - aus Richtung Kerker kommend und um die gleiche Ecke verschwindend, um die sie eben gerade mit Potter und Weasley gegangen war. Sie wirkte gehetzt.
„Hast du das gesehen?", fragte er Pansy.
Sie sah sich um.
„Gesehen? Was gesehen?"
Draco sah Theo und Blaise an, die ihm am nähesten waren.
„Habt ihr das eben gesehen?"
„Was meinst du?", fragte Theo und tauschte einen Blick mit Blaise.
„Da war... Granger. Sie kam eben wieder aus Richtung Kerker, aber eben ist sie doch mit Potter und Weasley bereits von dort gekommen."
Wieder tauschten seine beiden Freunde einen Blick.
„Wir haben sie nicht gesehen, nein."
„Aber warum kam sie wieder aus der gleichen Richtung...", murmelte Draco.
Pansy zog eine Schnute.
„Vermutlich hat die blöde Schnepfe ihre Tasche vergessen oder so", mutmaßte sie. „Was interessiert es dich, was das Schlammblut macht?"
„Es interessiert mich nicht", sagte Draco schnell. „Ich war nur- ach egal, kommt Jungs."
„Wir sollten nicht übers Gelände gehen", sagte Theo draußen beunruhigt, als sie zu dritt waren, ohne die anderen. „Es könnten jeden Moment Dementoren um die Ecke kommen."
„Ich muss nur kurz den Kopf frei kriegen", sagte Draco und genoss die frische Luft. „Kommt, lasst uns zum See gehen und nach Kanja sehen."
„Draco, das ist gefährlich... Die Dementoren..."
„Es wird schon gut gehen. Kommt, schnell, wir haben nicht viel Zeit bis zum nächsten Unterricht."
Sie liefen zum See hinunter.
„Was war heute eigentlich mit Pansy los?", fragte Draco auf dem Weg. „Sie war so zickig..."
Seine beiden Freunde tauschten einen Blick. Dann prusteten sie.
„Was ist so witzig?"
„Draco, Pansy will eben unbedingt deine Aufmerksamkeit", sagte Blaise. „Sie steht auf dich."
Draco blieb wie angewurzelt stehen.
„Was? Was redest du für einen Blödsinn?"
„Kein Blödsinn", sagte Blaise.
Draco starrte ihn an - und begann dann schallend zu lachen.
„Sehr witzig, Blaise."
„Draco, Blaise hat Recht", meldete sich nun Theo zu Wort. „Pansy ist verknallt in dich, und ich glaube, sogar schon länger."
Draco schüttelte den Kopf.
„Blödsinn! Wir reden hier von Pansy, Jungs! Sie... sie ist praktisch eine von uns. Die verknallt sich doch nicht. Zumindest nicht in mich. Ich meine, wir haben praktisch zusammen krabbeln gelernt!"
„Glaub es oder glaub es nicht, Draco, aber es ist so", behauptete Blaise und Theo nickte bekräftigend.
„Schwachsinn", murmelte Draco und ging mit ausgreifenden Schritten hinunter zum See.
„Wenn du das sagst", sagte Blaise und deutlich hörte er ein Grinsen heraus.
Sie kamen am See an, ohne auf Dementoren zu treffen und Draco kramte das Muschelhorn aus seiner Schultasche, das Kanja ihm geschenkt hatte. Er hielt es ins Wasser und blies hinein. Man hörte nichts, aber Draco wusste, dass das unter Wasser anders war - dort hörte man den Klang des Horns, und Draco wusste von Kanja, dass jedes Horn einen individuellen Klang hatte. Glücklicherweise ahmten die Grindelohs aber wohl ständig die Hornklänge der Wassermenschen nach, so dass außer Kanja niemand wusste, dass es Draco war, der so auf sich aufmerksam machte. Sie warteten vielleicht eine Minute, dann zeichnete sich ein grün schimmernder Körper unter der Wasseroberfläche ab und Kanja steckte den Kopf aus dem Wasser.
Draco musste grinsen, als er den Wasserjungen sah. Kanja war ihm nach wie vor unfassbar sympathisch. Allerdings war er erstaunt, wie sehr sich der Merrow verändert hatte - er war gewachsen, viel muskulöser und sein Gesicht hatte erwachsenere Züge angenommen.
Sein nadelspitzzahniges Lächeln war allerdings immer noch das gleiche.
Draco grinste zurück, begab sich schnell ins Wasser und führte den Kopfblasenzauber aus, ehe er untertauchte.
Sofort sog sich seine Kleidung mit Wasser voll.
„Wir haben uns ewig nicht mehr gesehen!", strahlte Kanja.
Auch seine Stimme hatte sich verändert - sie war viel tiefer, als Draco es in Erinnerung hatte.
„Ja, und leider werden wir uns dieses Schuljahr auch nicht wirklich sehen können", sagte Draco. „Wir dürfen uns eigentlich gar nicht ohne Aufsicht draußen bewegen."
Kanja nickte ernst.
„Die Dementoren", sagte er. „Mein Vater sagt, Dumbledore ist sehr wütend, dass die Wächter Askabans hier sein müssen. Was ist eigentlich mit deinem Arm passiert?"
„Ein Unfall im Unterricht", sagte Draco knapp. „Sag mal, kannst du uns nicht ab und zu am Fenster unseres Schlafraums besuchen kommen?"
„Ich kann es versuchen", versprach Kanja. „Aber Draco... Bist du mittlerweile mit deinem Rätsel weiter gekommen? Weißt du, was die Schutzmaßnahme von Gryffindor ist?"
Draco schüttelte den Kopf.
„Nein", gestand er. Wenn er ganz ehrlich war, hatte er gar nicht mehr darüber nachgedacht. Er machte sich eine gedankliche Notiz, demnächst sein Notizbuch aus der Schatulle zu holen und seine Aufzeichnungen noch einmal durchzulesen.
„Wenn du es weißt, erzähl es mir. Und versprich mir, dass du zumindest zu unserem Frühlingsfest kommst - ich freue mich schon ewig, es dir zu zeigen."
„Versprochen", sagte Draco. „Aber vorher werde ich es vermutlich nicht mehr wagen, zu viel hierher zu kommen. Hoffentlich wird Sirius Black bald geschnappt und die Dementoren wieder abgezogen."
„Das hoffe ich auch", bestätigte Kanja. „Mein Vater sagt, die Dementoren sind sehr gefährlich - für euch, aber auch für uns."
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A Death Eater's Tale
FanfictionJeder kennt sie - die Geschichte vom Jungen, der überlebte. Auch Draco Malfoy muss in seinem Leben immer wieder feststellen, dass die Geschichte dieses Jungen Einfluss auf seine eigene Geschichte hat. Auch wenn er es anfänglich nicht bemerkt und spä...
