Hallo ihr schönen Wesen,
fast zwei Monate musstet ihr warten, bis es hier weitergeht.
Die Pause war keine wirkliche Pause, denn ich habe fleißig weitergeschrieben. Zwar nur drei Kapitel von A Death Eater's Tale, aber ich habe auch an anderen Projekten gearbeitet.
Jedenfalls wird es jetzt wieder die wöchentlichen Kapitel geben.
Außerdem habe ich zwei Ankündigungen zu machen, über die ich mich riesig freue. Dazu mehr aber später, denn sicherlich sitzt ihr schon auf heißen Kohlen und wollt wissen, wie es weitergeht
Ich freue mich jetzt schon auf eure Kommentare!
Eure Jenny
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Kapitel 95: Kesselaufstände und silberne Abzeichen
Die Musik dröhnte laut in seinen Ohren. Der Rhythmus war im Boden und bis in seine Fingerspitzen zu spüren, so dass er beinahe das Gefühl hatte, sein Herz wurde gezwungen, im gleichen Takt zu schlagen.
Draco fühlte sich wie in eine andere Welt katapultiert, was nicht nur an dem Feuerwhiskey lag, der ihm mittlerweile ziemlich zu Kopf gestiegen war, sondern auch an den flackernden Lichtern und dem magisch erzeugten Qualm.
Es war das erste Konzert in seinem Leben, und obwohl die Band nicht zu seinen favorisierten gehörte, fand er es ziemlich gut, hier zu sein.
Draco und seine Freunde hatten sich gewünscht, einmal die Venomous Vipers auf der Bühne zu sehen, aber diese Band spielte in der nächsten Zeit nicht in ihrer Nähe. Und da sie noch nicht alleine apparieren konnten, mussten sie sich aufs Flohnetzwerk und Besen verlassen.
Also waren sie nun hier, auf einem Konzert von Cauldron Riot. Die Musikrichtung war Chaos Rock, aber Blaise hatte gesagt, die Band würde nach einer Mischung aus den Weird Sisters und einem explodierenden Kessel klingen.
Sie standen am äußeren Rand. Ins Getümmel hatten sie sich nicht stürzen wollen. Direkt vor der Bühne hatten sich die meisten Hexen und Zauberer versammelt, eine wogende Menge, die nach Beenden jedes Liedes schrie und applaudierte. Auf dieses Gedränge hatten sie keine Lust. Aber die Bühne war hoch genug, so dass sie trotzdem alles sehen konnten, während sie einen Feuerwhisky nach dem anderen tranken. Eigentlich war der Ausschank an Minderjährige nicht erlaubt, doch glücklicherweise hatten Draco, Theo und Blaise einige volljährige Freunde hier - unter anderem Marcus Flint. So war ihr Alkoholkonsum gesichert.
Tatsächlich waren ihnen schon etliche Hogwarts-Absolventen aufgefallen - bis auf die Slytherins ignorierten sie alle anderen allerdings. Auch ein paar Jugendliche, die wie sie die Schule noch besuchten, waren anwesend, unter anderem tatsächlich auch Dracos ehemalige Freundin, Lynn. Sie war immer noch ziemlich hübsch, wie Draco feststellte.
„Haben Marcus und Adrian sich wirklich unter diese Bekloppten gemischt?", fragte Blaise sehr laut, um die Musik zu übertönen, und breit grinsend. Seine Augen waren leicht glasig.
Draco nickte.
Tatsächlich schien es den beiden besten Freunden, Marcus Flint und Adrian Pucey, nichts auszumachen, in dem Gedränge zu stehen. Allerdings vermutete Draco, dass Marcus noch etwas anderes antrieb; vorhin hatte er Oliver Wood mit ein paar ehemaligen Gryffindors gesehen, die sich mit eindeutigem Vergnügen unter die vielen Menschen gemischt hatten. Aber selbstverständlich behielt er diese Theorie stillschweigend für sich.
„Leute, seht mal, wer dort drüben ist!", rief Theo und deutete überschwänglich mit dem billigen Becher, gefüllt mit Feuerwhiskey, den er von Marcus bekommen hatte. Ein Schluck schwappte dabei über den Rand und klatschte auf den Boden, aber Theo beachtete es nicht.
Einen Augenblick benötigte Draco, um zu verstehen, wen sein bester Freund meinte. Dann stahl sich ein seltenes Grinsen auf sein Gesicht.
Sie mussten sich nicht absprechen, sondern setzten sich instinktiv zeitgleich in Bewegung.
Lucian Bole entdeckte sie wenige Meter, bevor sie ihn und Ava erreichten. Er begann breit zu grinsen und stupste seine Freundin an, um ihr zu zeigen, wer da auf sie zukam.
Es gab ein großes Hallo. Tatsächlich hatten sie das ehemalige Vertrauensschüler-Paar seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen.
„Ihr wirkt so viel älter als ich euch in Erinnerung habe", lachte Ava Scott. Sie trug ein locker sitzendes Muggel-T-Shirt, die bunten Tattoos auf ihrer dunklen Haut waren gut zu sehen - an Armen und am Hals. Draco hätte schwören können, dass die Stecker und kleinen Ringe an ihren Ohren mehr geworden waren. „Und trotzdem habe ich euch sofort erkannt."
Sie waren sofort in ein Gespräch vertieft, redeten über die Zeit, als Lucian und Ava noch Hogwarts besucht hatten.
Draco stellte erstaunt fest, dass er die beiden vermisste. Terence und Lu waren ebenfalls sehr gute Vertrauensschüler, aber Lucian und Ava waren damals neben Marcus von den älteren Schülern seine ersten Vertrauenspersonen gewesen, die immer für ihn da waren, ihm alles erklärten und ihn unterstützten, so dass sie sich immer ein wenig wie Familie angefühlt hatten - wie ältere Geschwister, die sich um ihn sorgten. Wie klein und naiv er damals noch gewesen war!
„Warum kommt ihr eigentlich nicht auch mal zu unseren Treffen?", fragte Draco laut gegen die Musik an, die von der Bühne herüberwehte.
In den Ferien trafen sie sich regelmäßig auch in größeren Gruppen. Neben Theo und Blaise sah Draco natürlich auch Vincent und Gregory häufig. Und tatsächlich war er in diesen Sommerferien auch häufiger mit Pansy verabredet gewesen. Ihr Streit von letztem Schuljahr schien begraben zu sein, und Draco hatte das Gefühl, dass sie nun auch wieder wie früher mit ihm umging, bevor sie der Meinung war, in ihn verknallt zu sein. Vielleicht hatte sie die Schwärmerei endlich aufgegeben. Theo und Blaise waren der Meinung, dass sie nur nicht mehr darüber redete, aber davon wollte Draco nichts hören.
Die Treffen, die er aber nun meinte, waren die, bei denen sie Quidditch spielten oder eine Party bei jemanden veranstalteten, der sturmfrei hatte. Sie waren dann ein bunt gemischter Haufen - alles Slytherins, natürlich - aus ehemaligen und aktuellen Mitschülern. Meistens war auch fast die ganze Quidditch-Mannschaft aus Lucians Zeit dabei.
Ava und Lucian tauschten einen Blick.
„Die Zeiten haben sich geändert", sagte Lucian, plötzlich ernst.
Sofort bemerkte Draco, wie sich eine unwohle Stimmung über sie alle senkte. Blaise und Theo sahen sich kurz an.
Dracos Magen zog sich zusammen.
„Das hat doch nichts mit unserer Freundschaft zu tun", behauptete er.
„Natürlich nicht", antwortete Lucian. „Aber gerade ist die Situation für Ava und mich etwas schwierig." Er machte eine kurze Pause und gerade, als Draco Luft holte, um etwas zu erwidern, ergänzte er: „Aber lasst uns nicht heute darüber reden. Nicht hier. Ein Konzert ist dazu da, um Spaß zu haben."
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A Death Eater's Tale
FanfictionJeder kennt sie - die Geschichte vom Jungen, der überlebte. Auch Draco Malfoy muss in seinem Leben immer wieder feststellen, dass die Geschichte dieses Jungen Einfluss auf seine eigene Geschichte hat. Auch wenn er es anfänglich nicht bemerkt und spä...
