Noch ein Brief und eine Lüge

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Draco glitt ins kalte Nass - und stellte fest, dass es gar nicht kalt war. Der Wärmezauber, den Ava ihm beigebracht hatte, funktionierte einwandfrei.
Kanja wartete ungeduldig mit etwas Abstand, während Draco den Kopfblasenzauber ausführte.
Dann tauchte er unter und schwamm die wenigen Meter zu dem Wasserjungen herüber.
Es war gefühlt ewig her, dass Draco sich mit Kanja getroffen hatte und er freute sich, ihn zu sehen.
Erstaunt stellte er aber fest, dass Kanja noch genauso nackt war wie im Sommer.
„Friest du nicht?", rutschte es ihm daher ohne eine Begrüßung heraus.
Kanja grinste sein spitzzahniges Grinsen.
„Nein, natürlich nicht."
Draco schauderte, obwohl ihn der Wärmezauber warm hielt. Er war sich sicher, er würde am ganzen Körper schlottern, wenn er keinen Zauber gewirkt hätte, schließlich war es mitten im Winter und der See würde vermutlich in den nächsten Wochen zufrieren.
„Kann ich dich etwas fragen?", erkundigte sich Kanja.
„Ähm... klar."
Eigentlich lagen Draco tausend Fragen auf der Zunge, aber er wollte den Wasserjungen nicht vor den Kopf stoßen.
„Stimmt es, dass ihr in einer großen Halle esst, wo Feuer in der Luft schwebt?"
Draco schmunzelte.
„Feuer nicht direkt, nein. Kerzen schweben dort. Und die brennen, das stimmt."
„Kerzen", wiederholte Kanja fasziniert. „Oh, das würde ich so gerne mal sehen."
„Kerzen oder die Große Halle oder beides?"
„Beides", lachte Kanja.
„Naja, in die Große Halle werde ich dich wohl leider nicht mitnehmen können. Aber Kerzen kann ich dir mal am Fenster unseres Schlafsaals zeigen. Am besten nächstes Jahr an Halloween. Dann zeige ich dir Kürbisse, in denen Kerzen brennen. Feiert ihr auch Halloween?"
Kanja schüttelte den Kopf.
„Wir feiern glaube ich gar keine Feste, die die Menschen feiern. Wir haben unsere eigenen Feste. Zum Beispiel das Frühlingsfest. Das ist sehr beeindruckend. Vielleicht kann ich es dir nächstes Jahr heimlich zeigen, oder übernächstes. Dafür müsstest du natürlich tiefer in den See mitkommen. Aber der Kopfblasenzauber reicht bestimmt lang genug dafür. Beim Frühlingsfest verschließen wir Gesang in Gegenstände, zum Beispiel in Muscheln."
„Ich würde das gerne sehen", sagte Draco und stimmte so weder zu, noch lehnte er ab.
Denn ja, er würde es wirklich gerne sehen, aber er wusste nicht, ob er den Mut hatte, so weit und tief in den See hinein zu tauchen.
„Was ich dich fragen wollte", sagte Draco schnell, ehe Kanja noch etwas anderes sagen oder fragen konnte. „Weißt du, ob ihr hier in den See als Schutz für die Schule eingesetzt wurdet?"
„Als Schutz? Wir leben hier, es ist mein Zuhause", lachte Kanja.
„Ja, ich meinte auch nicht dich und deine Familie und die Wassermenschen, die hier im Moment leben. Sondern die ersten, die hierher kamen. Kann es sein, dass einer der Gründer sie hier vielleicht zum Schutz eingesetzt hat? Vielleicht... Salazar Slytherin?"
Kanja sah nachdenklich aus.
„Also, meine Eltern und meine Großeltern wurden hier geboren. Ihre Eltern davor auch und deren Eltern. Aber es ist ja schon sehr lange her, dass die Schule gegründet wurde. Eigentlich dachte ich, dass es hier schon immer Merrows gab, ich habe noch nie darüber nachgedacht. Aber ich kann versuchen, es herauszufinden. Mein Vater jedenfalls hat schon häufiger gesagt, dass wir zwar für alle Schülerinnen und Schüler in Hogwarts da sind, also besonders für die Erstklässler, aber dass wir auch eine besondere Beziehung zum Haus der Schlangen haben. Ihr Slytherins habt das gleiche Element wie wir, das Wasser. Euer Bereich liegt im See. Und auch unser Symbol ist eine Schlange, wenn auch eine Seeschlange."
Draco nickte und sah auf den Gurt, der über Kanjas nackte Schulter führte und auf dem die Seeschlange zu sehen war, die sich um ein Muschelhorn wand.
Ja, da gab es offensichtlich eine Verbindung, und Draco hoffte, so mehr herauszufinden, auch über die Kammer des Schreckens.


Aufgeregt drängten sie in die Große Halle.
Es war unglaublich, wieviele Schülerinnen und Schüler sich für den Duellierclub angemeldet hatten, ein Gemisch aus allen möglichen Jahrgängen, es war wirklich ein sehr großer Teil der gesamten Schülerschaft.
Draco bemühte sich, mit Blaise, Theo, Vincent und Gregory zusammen zu bleiben, und gemeinsam schafften sie es, einen Platz zu finden, wo sie alles gut im Blick hatten.
Draco sah, wie Pansy zu ihnen deutete und Millicent zu ihnen herüber zog.
„Hey Draco."
„Hey Pansy", erwiderte er freundlich, war dann aber abgelenkt, denn er entdeckte in der Nähe Hermine Granger.
Er hatte ja bereits gewusst, dass sie sich für den Duellierclub angemeldet hatte, und natürlich wunderte es ihn nicht, dass sie ihre beiden bekloppten Freunde, Potter und Weasley, im Schlepptau hatte.
„Ich bin gespannt, wer den Kurs leitet", sagte Theo und klang ein wenig aufgeregt dabei.
„Ich auch", sagte Draco und Blaise ergänzte: „Vielleicht Flitwick? Der soll wohl ein guter Duellant gewesen sein in jungen Jahren. Hab ich gehört."
„Ach ja?", feixte Theo. „Wer hat dir das erzählt? Deine süße Ravenclaw-Freundin?"
„Ach, deine Neue ist auch eine Ravenclaw?", fragte Draco überrascht.
„Ja, hab ich doch erzählt", sagte Blaise beleidigt. „Wieder eine Ravenclaw, aber dieses Mal aus unserem Jahrgang."
„Aber Flitwick, als Duellant?", fragte Draco skeptisch. „Wo zielt der hin, bei seiner Größe? Nur auf die Kniescheiben?"
Theo lachte schallend.
„Hey, der wäre ein total gefährlicher Gegner!", behauptete Blaise. „Seine Flüche wären genau auf der richtigen Höhe, da trifft er bei einem Normalwüchsigen genau die Ei-"
Sowohl ein Teil des letzten Wortes als auch Theos und Dracos brüllendes Gelächter gingen in Applaus unter.
Ihr Lehrer fürs Duellieren hatte den Raum betreten.
„Ach nö, nicht der", stöhnte Draco.
Lockhart, in pflaumenblauem Umhang, strahlte in die Runde.
„Könnt ihr mich alle hören? Könnt ihr mich alle sehen? Gut."
Langsamer, wie immer komplett in Schwarz und mit einem noch finstereren Blick als sonst, betrat Snape die Fläche.
„Schulleiter Dumbledore hat mir erlaubt, diesen kleinen Duellierclub zu gründen", erklärte Lockhart großspurig. „Ihr sollt hier lernen, euch im Notfall zu verteidigen, so wie ich es auch bereits unzählige Male in gefährlichen Situationen getan habe - Einzelheiten lest bitte in meinen Veröffentlichungen nach."
Draco tauschte Blicke mit Theo und Blaise.
Was für ein Angeber.
„Der Schulleiter bat mich allerdings, Professor Snape assistieren zu lassen. Euer Tränkeprofessor hat mir verraten, dass er auch ein klein wenig Erfahrung mit dem Duellieren hat. Aber keine Sorge, ich bin vorsichtig mit ihm."
„Von wegen, der Schulleiter hat gebeten, Snape assistieren zu lassen", flüsterte Theo. „Der hat Snape mit dazu geholt, damit er ein Auge auf Lockhart und seinen Schwachsinn hat."
Draco und Blaise nickten bekräftigend.
Draco wollte bereits vorschlagen, sich wieder rauszuschleichen und den Mist hier sausen zu lassen, als es leider auch schon los ging.
Lockhart verneigte sich mit viel Gefuchtel vor Snape, während dieser nur gereizt mit dem Kopf ruckte.
Dann hoben sie ihre Zauberstäbe an.
„Wie ihr seht, halten wir die Zauberstäbe in der herkömmlichen Kampfstellung", erklärte Lockhart der schweigenden Menge. „Ich zähle bis drei, dann sprechen wir unsere Flüche. Natürlich hat keiner von uns die Absicht, zu töten."
„Darauf würde ich nicht wetten", flüsterte Blaise, dem wie allen anderen Snapes tödlicher Blick nicht entgangen war.
Draco und Theo prusteten unterdrückt.
„Eins... zwei... drei!"
„Expelliarmus!"
Snape hatte den Stab so schnell geschwungen, dass Draco die Bewegung nicht einmal wahrgenommen hatte, und den Entwaffnungszauber gesprochen, ehe Lockhart den Mund überhaupt geöffnet hatte.
Draco und einige andere johlten und lachten, als Lockhart ziemlich bedröppelt ohne Zauberstab dastand.
„Äh... Sehr gut, Professor Snape. Der Entwaffnungszauber. Habe ich natürlich kommen sehen, es war ja allzu offensichtlich. Dachte nur, es wäre gut, wenn die Kinder ihn mal sehen... Ähm, ja, wie auch immer. Nun sollten die Schüler üben. Findet euch doch bitte zu Paaren zusammen. Professor Snape und ich helfen euch dabei."
Ein Gewusel entstand, als jeder versuchte, mit dem besten Freund oder der besten Freundin ein Paar zu bilden.
Vincent und Gregory stellten sich sofort zusammen, und Draco, Blaise und Theo standen etwas ratlos beisammen.
„Draco, wir können ein Paar sein", sagte Pansy, plötzlich dicht neben ihm. „Dann können Blaise und Theo zusammenarbeiten."
„Und ich?", fragte Millicent beleidigt.
Doch es kam anders.
„Zeit, das Traumpaar zu trennen", hörte Draco Snape sagen. „Weasley, du gehst zu Finnigan."
Draco sah, wie Ronald Weasley schulterzuckend zu Seamus Finnigan aus seinem Haus ging, nicht ohne Potter einen bedauernden Blick zuzuwerfen.
Potter wandte sich an Hermine Granger, aber Snape sagte: „Das kommt nicht in Frage."
Er ließ den Blick seiner kalten, schwarzen Augen umhergleiten und sah die unschlüssige Kombination aus Blaise, Theo und Draco.
„Mr Malfoy, herkommen."
Pansy seufzte enttäuscht.
Theo und Blaise guckten mitfühlend, stellten sich dann aber als Paar auf.
„Sie arbeiten mit Potter zusammen", bestimmte Snape und Draco brummte unwillig. „Und Miss Granger - Sie gehen zu Miss Bulstrode."
Draco bekam nicht mit, mit wem Pansy schlussendlich zusammenarbeitete, denn Lockhart wies an: „So, verneigt euch sich nun vor eurem Partner."
Sowohl Potter als auch Draco selbst neigte kaum merklich den Kopf.
„Ich zähle bis drei", sagte Lockhart. „Dann entwaffnet ihr euch - nur entwaffnen! Wir wollen keine Unfälle! Eins, zwei-"
Potter ruckte mit dem Stab und Draco begriff zu spät, dass er sich einfach nur bewegt hatte und gar nicht angreifen wollte, daher rief er schon bei zwei: „Expelliarmus!"
Potter flog der Stab aus der Hand.
Aber anstatt ihn nur aufzuheben und nun seinerseits zu versuchen, Draco zu entwaffnen - vermutlich war Potter sauer, dass Draco zu früh gezaubert hatte - griff er blitzschnell den Stab, richtete ihn auf Draco und brüllte: „Rictusempra!"
Draco konnte gerade noch denken, dass Potter ein mieses Arschloch war, weil er einfach einen anderen Zauber als den Expelliarmus nutzte, als ihn der Zauber im Magen traf und er sich keuchend krümmte.
Dämlicher Potter!
Zuckend ging Draco zu Boden und versuchte, das Lachen so gut es ging zu unterdrücken, denn der Kitzelfluch machte ihn komplett wuschig im Kopf.
Draco sah rot.
Nach Atem ringend hob er seinen Zauberstab und presste hervor: „Tarantallegra!"
Sofort begannen Potters Beine wild umherzuschlenkern und Draco lachte nun nicht nur aufgrund des Kitzelfluchs, sondern auch, weil der Anblick ihn amüsierte.
„Aufhören!", brüllte Lockhart, doch niemand schien sich darum zu kümmern.
„Finite Incantatem!"
Es war Snape, der das Schauspiel mit diesem Zauber beendete.
Draco spürte, wie der Kitzelfluch von ihm genommen wurde und auch Potters Beine standen still.
Grüner Rauch schwebte in der Luft. Viele Schülerinnen und Schüler lagen lädiert auf dem Boden. Offensichtlich war es an vielen Stellen außer Kontrolle geraten.
Und schockiert sah Draco, dass zwei Mädchen weiter kämpften: Millicent und Granger.
Die Zauberstäbe der beiden lagen vergessen auf dem Boden, und sie rangelten miteinander.
Millicent nahm Granger, die vor Schmerz wimmerte, in den Schwitzkasten.
Potter machte einen Satz und zog Millicent mühsam von Granger weg, was nicht leicht war, denn Millicent hatte nicht wenig Kraft.
Hermine Granger schwankte, als sie abrupt losgelassen wurde, vielleicht war ihr durch den Druck auf ihren Hals auch etwas schwindelig, und sie stolperte einen Schritt rückwärts - direkt gegen Draco.
Dieser reagierte instinktiv, griff an die Ellbogen ihrer angewinkelten Arme und stabiliserte sie, während sie sich schwer mit dem Rücken gegen seine Brust lehnte.
Einen Augenblick sah Draco nur Haare.
Er riss den Kopf etwas zur Seite und pustete Grangers Locken aus seinem Gesicht.
Dabei fiel sein Blick auf Vincent und Gregory.
Die beiden waren die einzigen, die nicht bluteten, irgendwo dampften oder auf andere Weise lädiert waren und Draco vermutete, dass sie gar keinen Zauber gesprochen hatten. Und somit waren sie auch die einzigen, die nicht mit sich selber beschäftigt waren - und daher genau beobachteten, was Draco gerade tat.
Erschrocken schob er Granger ein Stück von sich fort.
Diese drehte sich um und schenkte ihm ein mattes, aber dankbares Lächeln.
Draco sah rasch weg.
Lockhart stand verwirrt mitten in der Halle.
„Gut... Ich glaube, ich zeige euch erstmal, wie man feindliche Zauber abwehrt", sagte er, leichte Unsicherheit in der Stimme. Er sah zu Snape hinüber, dessen schwarze Augen funkelten, und sah rasch wieder weg. „Ich brauche zwei Freiwillige... Longbottom und Finch-Fletchley, wie wäre es mit euch?"
„Schlechte Idee", schnarrte Snape. „Longbottom richtet mit den einfachsten Zaubersprüchen Verheerung an, da können wir nachher das, was von Finch-Fletchley über ist, in einer Streichholzschachtel rüber in den Krankenflügel schicken."
Draco und ein paar andere lachten, Longbottoms rundes Gesicht lief rot an.
„Wie wäre es mit Potter und Malfoy?", schlug Snape vor.
Draco zuckte überrascht zusammen und runzelte die Stirn.
Was zur Hölle hatte Snape für ein Problem? Warum wollte er andauernd ihn und Potter zusammenführen?
Draco hätte sich gerne geweigert, aber Lockhart posaunte bereits: „Glänzende Idee!" heraus und alle Aufmerksamkeit richtete sich auf Draco und Potter, so dass er sich nicht traute, nein zu sagen.
Die Menge wich zurück, um ihnen Platz zu machen.
„Also, Harry, wenn Draco seinen Zauberstab auf Sie richtet, tun Sie dies", wies Lockhart Potter an.
Er hob seinen Stab an, machte eine komplizierte Schlängelbewegung und ließ seinen Zauberstab fallen.
Verhaltenes Gelächter, Lockhart bückte sich hastig.
„Äh... Mein Stab ist wohl etwas überhitzt...", murmelte Lockhart.
Snape beugte sich nah an Dracos Ohr.
„Serpensortia", flüsterte er ihm zu. „Deutlich sprechen, dabei eine schlängelnde Bewegung mit dem Stab ausführen."
Draco sah verwirrt zu seinem Hauslehrer, als dieser sich wieder entfernte.
Warum wies er ihn an, diesen Zauber zu nutzen? Dies war kein Schutzzauber zum Abblocken von Zaubern, dessen war Draco sich sicher.
Nun, aber wenn ein Lehrer ihn dazu anwies, sollte er es auch tun, oder nicht?
„Professor, können Sie mir die Bewegung zum Abblocken feindlicher Zauber noch mal zeigen?", fragte Potter und Draco prustete.
Wer von den beiden war eigentlich die größere Witzfigur?
„Angst, Potter?", flüsterte er ihm zu.
„Hättest du wohl gerne", zischte Potter zurück.
Lockhart patschte Potter auf die Schulter.
„Machen Sie einfach meine Bewegung nach, Harry!"
„Wie?", fragte Potter und rückte nervös seine Brille zurecht. „Ich soll meinen Zauberstab fallen lassen?"
„Eins", begann Lockhart zu zählen. „zwei... drei!"
„Serpensortia!", brüllte Draco und machte die Bewegung, die Snape beschrieben hatte.
Den Bruchteil einer Sekunde passierte nichts, dann schien Dracos Zauberstabspitze zu explodieren und eine schwarze Schlange kam herausgeschossen, flog durch die Luft und klatschte vor Potter auf den Boden.
Dracos Gedanken rasten.
Snape hatte tatsächlich gewollt, dass eine Schlange Potter angriff!
Er fühlte sich in diesem Moment auf eine unangenehme Weise instrumentalisiert und traute seinem Hauslehrer nun noch weniger als zuvor.
Allerdings musterte die Schlange Potter nur einen Augenblick eingehend - und wandte sich dann an den nächstbesten Schüler, Finch-Fletchley, der erschrocken einen Schritt rückwärts machte.
Snape wirkte offensichtlich unzufrieden, dass die Schlange Potter ignorierte.
„Warte, Potter, ich entferne sie für dich", sagte er gleichmütig.
Die Schlange zischte, zeigte die Zähne und stieß mit dem Kopf in Richtung Finch-Fletchley, der erschrocken quiekte.
Und dann passierte es.
Potter öffnete den Mund, und ein beängstigendes Zischen kam heraus.
Draco spürte, wie ihm ein Schauder den Rücken hinabrann.
Und vollkommen unerklärlicherweise sackte die Schlange zusammen, rollte sich friedlich zusammen und sah zu Potter auf wie ein Hund, der Sitz machte und auf weitere Befehle wartete.
„Was treibst du für ein Spiel?", schrie Finch-Fletchley Potter an, drehte sich um und stürmte aus der Halle.
Snape musterte Potter kalt und berechnend, ehe er mit dem Stab wedelte und so die Schlange verschwinden ließ.
Ein unwohles Gemurmel breitete sich in der Halle aus.
Weasley trat zu Potter, flüsterte ihm etwas zu und zog ihn aus der Großen Halle. Granger folgte ihnen auf den Fuß.
Draco bemerkte, wie Blaise und Theo neben ihn traten.
„Warum zur Hölle spricht Potter Parsel?", fragte Theo.
Draco schüttelte nur fassungslos den Kopf.
Er wusste zu gut, wer bekannt dafür gewesen war, die Schlangensprache zu sprechen:
Salazar Slytherin.
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