Willkommen zurück!
Ja, es geht weiter, mit Teil II von "A Death Eater's tale". Wir begleiten Draco nun bei den Geschehnissen rund um Die Kammer des Schreckens.
Danke übrigens, für bereits über 200 Favoriteneinträge (203, ganz genau) und außerdem fehlt nur noch eine Leseempfehlung, dann sind die 90 Sterne voll. Das ist ja wohl der Hammer, ihr seid verrückt. Ich freue mich wirklich so sehr!
Die Kammer des Schreckens wird wohl vom Umfang ähnlich wie Der Stein der Weisen. Ich freue mich dann auf alles ab Buch drei, da wird es noch mal spannender für und rund um Draco, was alle Bereiche in seinem Leben angeht, seht also Buch eins und zwei ein bisschen als Vorspiel an. :)
Seid ihr bereit?
Dann gehts jetzt los! Freue mich auf euer Feedback. :*
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Kapitel 17: Nokturngasse
Im Malfoy Manor war bereits beim Frühstück Streit ausgebrochen.
Draco hatte nicht mitbekommen, was seine Mutter den Zauberstab verknotet hatte, aber sie war sehr ungehalten, absolut nicht versöhnlich zu stimmen, egal, wie sanftmütig sein Vater auch versuchte, auf sie einzureden.
Es endete damit, dass er ihr versprach, ihr neuen Schmuck mitzubringen, wenn er was-auch-immer erledigte, wobei Draco ihn begleiten sollte, denn die Liste mit den Schulbüchern für die Zweitklässler war eingetrudelt und so konnte man gleich mehrere Pixies mit einer Klappe schlagen.
Draco wurde ungehalten, als er hörte, dass seine Mutter ein Geschenk bekommen würde, während er nur seine neuen Schulsachen bekommen sollte, also versprach sein Vater, ihm endlich den Wunsch zu erfüllen, den er schon so lange hegte: Er sollte einen neuen Rennbesen für Hogwarts bekommen.
Draco war beschwingt durch diese Aussicht, und machte sich keine weiteren Gedanken darüber, warum seine Mutter aussah, als würde sie ihrem Gatten mit bloßen Blicken einen Todesfluch auf den Hals hetzen wollen.
Als er aber schließlich mit seinem Vater Seit-an-Seit-apparierte und feststellte, dass dieser in die Nokturngasse, nicht in die Winkelgasse appariert war, bekam er eine Ahnung, warum seine Mutter so angesäuert gewesen war. Sie sah Besuche in der Nokturngasse nicht gerne.
Die Nokturngasse löste stets gespaltene Gefühle bei Draco aus. Einerseits hielt er sich dort gerne nah an seinen Vater, da ihm immer ein wenig unheimlich zumute war, andererseits übten die Läden auf ihn eine genauso große Faszination aus wie die Verbotene Abteilung in Hogwarts.
Neben einem Laden für giftige Kerzen fand sich ein Geschäft, über dem ein hölzernes Schild mit der Aufschrift „Borgin & Burkes" hing, der größte Laden hier in der Nokturngasse. Gegenüber sah man einen Laden mit Schrumpfköpfen im Schaufenster, direkt angrenzend an ein Geschäft, in dem riesige Spinnen in Käfigen ausgestellt waren.
Weiter entfernt hörte man laute, düstere Musik, die aus einem Laden kam, aus dem gerade eine leicht bekleidete Hexe stolperte, die dann die Straße hinunter taumelte.
Draco fühlte sich von seinem Vater weiter gezogen, als er dieser Hexe hinterherstarrte.
Gemeinsam betraten sie Borgin & Burkes.
Die Türglocke läutete und kündigte sie so an.
Sein Vater ließ seinen Blick rasch über die ausgestellten Waren gleiten, dann durchquerte er den Laden und klingelte mit einer Glocke, die auf dem Tresen stand.
„Rühr nichts an, Draco", mahnte er, da Draco die Hand nach einem Glasauge ausgestreckt hatte.
„Ich dachte, ich soll ein Geschenk bekommen", maulte Draco, der es nicht abwarten konnte, einen neuen Rennbesen zu bekommen. Und vielleicht konnte er seinen Vater ja überreden, noch etwas anderes zu kaufen.
„Ich sagte, ich kaufe dir einen Rennbesen", sagte sein Vater und trommelte ungeduldig mit den Fingern auf dem Tresen herum.
„Was nutzt es, wenn ich nicht in der Hausmannschaft bin?", meinte Draco.
„Vielleicht kommst du ja in die Mannschaft, du kannst an den Auswahlspielen teilnehmen."
„Wusstest du, dass Harry Potter letztes Jahr nicht nur unerlaubt als Erstklässler in der Gryffindor-Mannschaft spielen und einen eigenen Besen haben durfte, sondern nicht mal an den Auswahlspielen teilnehmen musste?"
Sein Vater hob eine Augenbraue.
„Tatsächlich? Unglaublich, dieser Dumbledore..."
„Ja, dabei spielt er nicht mal sehr gut, es ist nur, weil er berühmt ist!", stellte Draco wütend fest.
Er hoffte so sehr, wenigstens dieses Jahr in die Mannschaft zu kommen.
Draco kniete sich nieder, um ein paar Totenköpfe in einem Regal zu betrachten.
Alle Gegenstände hier hatten eine sehr düstere Ausstrahlung, fand er.
„Draco, ich habe dir schon mal gesagt, dass es unklug ist, nicht angetan von Harry Potter zu sein", erklärte sein Vater mit einem tadelnden Blick. „da die meisten ihn als Held sehen, weil er den Dunklen Lord verjagt hat. Ah, Mr Borgin."
Der Dunkle Lord.
Seit Kurzem verwendete sein Vater diesen Namen, wenn er über den, dessen Name nicht genannt werden darf, redete.
So ganz hatte er noch nicht verstanden, wieso.
Aber Draco, der im letzten Schuljahr zweimal unfreiwillig diesem „Dunklen Lord" gegenüber gestanden hatte, hatte sich fest vorgenommen, mehr über ihn herauszufinden. Er war sich sicher, dass es in der Bibliothek von Hogwarts Hinweise über ihn geben würde - notfalls in der Verbotenen Abteilung. Also mehr Hintergrundwissen als die üblichen Dinge, die eben jedes Kind über Voldemort wusste.
Aber jetzt dachte er nicht weiter darüber nach. Er besah sich kurz Borgin, der noch genauso aussah, wie er ihn in Erinnerung hatte: Klein, bucklig, mit fettigem Haar.
„Mr Malfoy, wie schön, Sie zu sehen", sagte Borgin mit einer Stimme, so ölig wie sein Haar. „Eine Ehre! Und den jungen Mr Malfoy haben Sie auch mitgebracht - wie reizend! Was kann ich für Sie tun? Ich habe gerade neue Ware-"
„Heute möchte ich nichts kaufen, sondern verkaufen", unterbrach Dracos Vater ihn und Borgin guckte enttäuscht.
„Verkaufen?"
„Ja. Das Ministerium führt verstärkt Hausdurchsuchungen durch, seit... Nun, Sie wissen schon."
Er warf einen flüchtigen Blick auf Draco, so als wollte er vor ihm nicht Klartext reden.
„Das Ministerium wird Sie wohl nicht behelligen?", fragte Borgin gespielt entsetzt.
„Bisher nicht. Aber das kann sich schnell ändern. Das Ministerium wird immer unverschämter. Es gibt das Gerücht um ein neues Muggelschutzgesetz - sicherlich steckt dieser flohgebissene Arthur Weasley dahinter, mit seiner Vorliebe für Muggel..."
Während Draco ein paar Bücher über Blutmagie begutachtete, verdrehte er flüchtig die Augen. Weasleys, einfach alle dämlich.
Sein Vater zog aus seinem Umhang eine Pergamentrolle hervor und hielt sie dem Ladenbesitzer unter die Nase.
„Wie Sie sehen, könnten einige der Gegenstände den Eindruck erwecken... Ebenso die Gifte..."
„Ich verstehe, Sir."
„Ein paar Dinge habe ich auch schon bei mir, wenn Sie sie gleich hier behalten wollen..."
Draco hatte nur am Rande mitbekommen, dass sein Vater vorhin einige Dinge in seiner Umhangtasche verschwinden lassen hatte, die mit einem unaufspürbaren Ausdehnungszauber versehen war.
Während die Erwachsenen redeten, hatte Draco ein Auge auf eine gruselige, verschrumpelte Hand geworfen, die auf einem Samtkissen platziert war.
Hand des Ruhmes, stand in verschnörkelten Lettern auf einem Schild daneben.
Draco war sie aus zwei Gründen aufgefallen: Erstens, weil sie irgendwie gruselig aussah und er sofort dachte, dass die Jungs sie deshalb sicherlich cool und beeindruckend finden würden und es sicher witzig wäre, die Mädchen damit zum Kreischen zu bringen, und zweitens, da er sich tatsächlich Ruhm von ihr erhoffte - vielleicht half sie ihm, wie ein Talisman, in die Hausmannschaft zu kommen.
„Kann ich die haben?", fragte er.
„Ah, die Hand des Ruhmes!", rief Borgin aus. „Ihr Sohn hat Geschmack! Es ist der beste Freund der Diebe und Plünderer. Ich könnte-"
„Nun, aus meinem Sohn wird hoffentlich kein Dieb oder Plünderer", bemerkte Dracos Vater spitz und Borgin wurde verlegen, während sein Vater fortfuhr: „Wobei, wenn er sich in der Schule weiterhin von Muggelgeborenen übertrumpfen lässt..."
„Ich kann nichts dafür!", verteidigte Draco sich, der es bereute, seinem Vater überhaupt von einem gewissen Mädchen erzählt zu haben. „Die Lehrer haben nun einmal Lieblinge, und insbesondere diese Hermine Granger-"
„Du solltest dich schämen, dich von einem Mädchen, das nicht einmal aus einer Zaubererfamilie kommt, in jeder Prüfung schlagen zu lassen."
„Sie war sogar besser als Theo, Vater, das habe ich dir erzählt, und der ist ein Genie! Sie wird eben bevorzugt, vielleicht, weil sie eine Muggelgeborene ist, alle wollen eben zeigen, wie aufgeschlossen sie sind..."
Ja, Draco bereute es.
Er wusste selbst nicht, was ihn zu Beginn der Ferien dazu bewogen hatte, seinen Eltern jedes kleinste Detail über Hermine Granger zu erzählen.
„Überall das gleiche", sagte Borgin entsetzt. „Zaubererblut gilt immer weniger..."
„Nicht bei mir", stellte Dracos Vater schneidend klar. „Und vielleicht können wir jetzt auf die Liste zurückkommen..."
Während die Erwachsenen Geschäfte machten, sah Draco sich weiter um, um sich von der Wut in seinem Bauch abzulenken. Er hatte ein so gutes Zeugnis nach Hause gebracht! Hätte er doch bloß nie ein Wort über Hermine Grangers Leistungen verloren... Er hatte sich so sehr gewünscht, dass sein Vater sich über seine guten Leistungen freute.
Draco bewegte sich langsam durch den Laden, begutachtete flüchtig einen Henkerstrick, ehe seine Aufmerksamkeit länger an einer Opalhalskette hängen blieb.
Nicht berühren! Verflucht! Hat bis heute neunzehn Muggelbesitzern das Leben gekostet, stand auf dem Schlild daneben.
Jetzt verstand Draco, warum sein Vater so betont hatte, dass er nichts anfassen sollte.
Er ging weiter, bis ein riesiges Möbelstück seine volle Aufmerksamkeit in Anspruch nahm.
Was das wohl war? Es war wirklich groß, ein riesiger Schrank. Draco wusste nicht, warum er eine so düstere Faszination auf ihn ausübte... Langsam trat er näher und streckte die Hand nach dem Türgriff aus.
„Komm, Draco."
Er zuckte zusammen, hatte er gar nicht bemerkt, dass sein Vater fertig war und sie gehen konnten.
Draco warf einen letzten, unwohlen Blick auf den riesigen Schrank und folgte seinem Vater dann aus dem Laden.
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A Death Eater's Tale
FanfictionJeder kennt sie - die Geschichte vom Jungen, der überlebte. Auch Draco Malfoy muss in seinem Leben immer wieder feststellen, dass die Geschichte dieses Jungen Einfluss auf seine eigene Geschichte hat. Auch wenn er es anfänglich nicht bemerkt und spä...
