Kapitel 93

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Brians POV

Wie schon einmal werde ich durch die unerträgliche Wärme um mich herum wach. Der Doc liegt eng hinter mir und hat seinen Arm um mich herum geschlungen.  > Das scheint wohl eine Angewohnheit von ihm zu sein. <  denke ich mir und seufze leise auf. Dann versuche ich mich vorsichtig aus seinem Griff zu lösen ohne ihn dabei zu wecken, als ich plötzlich Lärm höre. Erst ein lauter Aufschrei und dann scheint etwas wogegen zu fliegen. Automatisch versteife ich mich und lausche nach draußen.  " Was ist da denn los? "   Erschrocken drehe ich mich um und schaue in die verschlafenen Augen vom Doc.   " Pst. Leise, "  flüster ich und lege meine Hand auf seinen Mund. Diese Geste von mir scheint ihn nun richtig wach zu machen. Er reißt seine Augen weit auf und lauscht nun mit mir. Man hört verschiedene Stimmen. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass hier auf einmal so viele Leute sein sollen.   " Das ist ein Fernseher, "  wispert der Doc in mein Ohr.  " Also ist er wohl gerade im Wohnzimmer. "  Ich nicke zustimmend. Dann erhebe ich mich und schleiche bis an die Tür. Es klingt, als wenn der Blonde draußen in einer Tour hin und her laufen würde. Doch zum Glück kommen die Schritte wohl nicht näher. " Klingt, als wenn er unruhig ist, läuft da wohl hin und her.  " Der Doc zuckt nur mit den Schultern. Ihm scheint da auch nichts zu einzufallen. Schwerfällig setzt er sich nun auch richtig auf und wir beide beobachten nun gespannt, was da kommen könnte. Die nächsten Minuten scheinen erst mal ruhig zu bleiben und wir entspannen wieder etwas. Da mir kalt ist, krabbel ich wieder unter Bettdecke. Nun sitzen wir beide stumm nebeneinander und starren einfach nur zur Tür rüber.     " Wieso lebst du eigentlich im Heim? "  kommt es auf einmal von dem Mann neben mir. Erstaunt drehe ich meinen Kopf zu ihm ihm. Er schaut mich auch direkt an, seine Augen haben dabei etwas Warmes und Gütiges an sich. Ich überlege einen Moment, dann zucke ich mit den Schultern.   " Solange ich denken kann, lebe ich schon im Heim. Als ich ein Baby war, wurde ich wohl von meinen Eltern ausgesetzt. Man hat mich vor der Notaufnahme eines Krankenhauses gefunden. Einmal kam ich für kurze Zeit in eine Pflegefamilie aber die haben mich schon nach wenigen Wochen wieder zurück gebracht, als sie gemerkt hatten, dass sie selbst ein Kind bekamen. Da wollten sie sich wohl nicht mehr mit mir abgeben. Als Argument gaben sie aber an, dass ich aufsässig und aggressiv gewesen sei. Danach wollte mich niemand mehr haben. "           " Wie alt warst du damals? "  Ich rechne kurz nach.  " Ich glaube ich war damals fünf oder sechs Jahre alt. "  Ich drehe mich von ihm weg und starre wieder zur Tür, als er mich plötzlich an sich zieht.   " Es tut mir so leid, "  murmelt er leise in mein Ohr.   " Menschen können so grausam sein. "

Aidens POV

Keine Ahnung wieso aber wie wir da so sitzen und abwarten, was als nächstes passieren wird kommt in mir diese Frage auf.   > Was für ein Mensch ist diese Brian eigentlich? Sein Leben, seine Gedanken, wieso er im Heim lebt, was ihn zu seiner Tat getrieben hat? <  Ehe ich es noch richtig überdacht habe, ist die Fage auch schon raus. Sein Blick und die Art, wie er mir völlig sachlich Info gibt, lässt mich erschaudern.   > Noch so ein junger Mensch, der in seinem kurzen Leben schon so viel Leid erfahren hat. <  Ohne groß nachzudenken ziehe ich den Jungen an mich an und umarme ihn feste.   " Es tut mir so leid, "  flüster ich leise in sein Ohr.  " Menschen können so grausam sein. "  Ich spüre, wie er sich bei meiner Umarmung verkrampft, also löse ich meine Hände wieder von ihm. Verwirrt schaut er zu mir rüber. Nervös fahre ich mir mir den Händen durchs Haar. Dann grinse ich ihn schief an.   " Sie sind schon ein komischer Mensch. "   Jetzt bin ich der Verwirrte.  " Als komisch hat mich noch niemand bezeichnet. "  Brian lacht leise. Das klingt so gut in meinen Ohren, dass ich mit einfalle. Wir merken gar nicht, dass sich die Tür öffnet.  " Was geht denn hier ab? "  brüllt der Blonde auf einmal vor uns. Erschrocken zucken wir zusammen. Der Polizist steht mit gezogener Pistole am Bettende. Sein Gesicht ist wutverzerrt und mir ist klar, dass irgend etwas vorgefallen sein muss.  " Los beide aufstehen aber ein bischen plötzlich! "  So schnell es geht erheben wir uns vom Bett, die Waffe immer im Auge. Ich spüre, wie Brian neben mir am ganzen Körper zittert.  " Was haben Sie mit uns vor? "  frage ich mutig nach.  " Wir machen eine kleine Tour zusammen. "  Dabei winkt er mit der Waffe zur Tür rüber.

Du! Mein Retter! Mein Schicksal!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt