Kapitel 36

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Andrews POV

Meine Schicht ist zu ende und ich sitze vor dem Revier in meinem Wagen und warte. Warte auf die zwei Männer und den Jungen, die vorhin auf unsere Wache kamen. Wie die zwei jüngeren Händchen gehalten haben. > Hallo? Das war ein Teenager und kein Baby mehr! < Dann habe ich mir die beiden nochmal genauer angeschaut. Der ältere der beiden war groß,mit hellbraunen Haaren und lila Augen. Bei dem Kleinen fiel mir dann das helle, fast weißblonde Haar auf. Als Kind hatte ich genauso helle Haare wie er. Was mich aber an meisten erschreckt hat, waren seine blauen Augen. Sie sahen aus wie die von Sophie. > Wieviel Jahre habe ich jetzt nicht mehr an sie gedacht? Dreizehn, vierzehn? < Ich fahre mir mit den Händen durch die Haare.

Rückblick

Der Kleine war wenige Wochen alt, als sie plötzlich mit ihm verschwand. Erst ein gutes Jahr später habe ich sie endlich aufspüren können. Da war sie aber alleine unterwegs. Dieses Miststück. Sie wußte genau, dass ich nie Kinder haben wollte und hat mir ihre Schwangerschaft so lange verheimlicht, bis sie nicht mehr zu übersehen war. Immer und immer wieder habe ich auf sie eingetreten, ich wollte Sophie ganz für mich alleine haben, aber das Balg wollte einfach nicht kaputt gehen. Nach der Entbindung sollte sie es dann zur Adoption frei geben. Statt dessen lief sie einfach weg. Ich bin ihr durch den ganzen Staat gefolgt. Durch meine Arbeit als Polizist, hatte ich so meine Informationsquellen. Wenn ich aber dachte, ich hätte sie, war sie schon wieder weg. Ich liebte sie doch so sehr und wollte sie unbedingt wieder haben, koste es, was es wolle. So ging das ein Jahr, dann hatte ich sie wieder. Wir waren endlich wieder vereint, nur wir beide. Ich mietete ein Haus weit außerhalb der Stadt, wo sonst keiner wohnte. War ich arbeiten, sperrte ich sie ein. > Sie war doch mein liebster Schatz, so hübsch, ihre großen blauen Augen. < Irgendwann habe ich vergessen abzuschließen. Selbstmord, hieß es. 'Hat sich von der Brücke vor einen Zug geworfen '. Ich war wieder alleine. Danach mußte ich oft an den Jungen denken. Durch ihn erhoffte ich, einen Teil von ihr wiederzubekommen. Aber ohne Erfolg. Bis jetzt!

Das kann kein Zufall sein. Das Alter, sein Vorname, die blonden Haare und dann diese Augen. Sophies Augen. Jetzt kommen die drei aus dem Revier raus. Der Ältere verabschiedet sich von den beiden anderen. Dann steigen sie ins Auto und fahren los. Ich folge ihnen, bis sie vor einem Haus halten und aussteigen. Sie gehen rein und kurze Zeit später sehe ich, wie im zweiten Stock das Licht angeht. Ich schleiche mich zur Tür und schaue auf die Klingelschilder. Für den zweiten Stock steht Aiden Warren auf der Klingel. Auf seinen Namen habe ich vorhin nicht so geachtet, bei Ian war Channing als Nachname angegeben. Ich notiere mir Namen und Adresse, dann fahre ich nach Hause. > Morgen werde ich mich mal etwas schlauer machen. >

Du! Mein Retter! Mein Schicksal!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt