Aidens POV
Jetzt habe ich gerade mal vier Häuser überprüft und bin schon fast am Ende meiner Kräfte. Ich brauche unbedingt eine Pause und beschließe, erst mal zu meinem Wagen zurückzukehren. Es dauert schon fast eine Stunde, bis ich wieder meinen Ausgangspunkt erreicht habe. Erschöpft lasse ich mich in den Sitz fallen. Die Gegend hier ist absolut einsam. Bis jetzt ist mir kein anderer Mensch begegnet. Mir wird klar, wieso dieser Cop sich diesen Ort ausgesucht hat. Hier kann keiner dem anderen in die Karten schauen. Nachdem ich mich etwa eine viertel Stunde ausgeruht habe, starte ich den Wagen und fahre weiter durch die Gegend. Spontan beschließe ich, doch erst weit außerhalb meine Suche fortzusetzen. Erneut stelle ich den Wagen ab und gehe zu Fuß weiter. Mein ganzer Körper rebelliert gegen dieses Aktion. Schweiß läuft mir den Rücken runter und ich werde immer wieder von Hustenanfällen geschüttelt. Etwa eine halbe Stunde später pausiere vor einem der Häuser am Zaun. Schwer atmend lehne mich dagegen, den Körper leicht nach vorne gebeugt. Gerade will ich mich wieder aufrichten als ich plötzlich etwas festes in meinem Rücken spüre. " Eine falsche Bewegung und ich knall dich ab! " Ich halte inne. > Diese Stimme habe ich schon mal irgendwo gehört. < " Wo ist dein Auto? " " Darf ich mich umdrehen? " Eine Hand legt sich auf meine Schulter und zieht mich zu Seite. Ich schaue vorsichtig auf und sehe......den Cop. In seiner Hand hält er eine Pistole. Staunen macht sich in seinem Gesicht breit, als er mich erkennt aber auch ich bin extrem überrascht. > Dass ausgerechnet der, den die Polizei schon seit Stunden sucht, mir so einfach über den Weg läuft. < " Du! Na das glaub ich ja nicht. Aber wenn ich so nachdenke, vielleicht nicht das schlechteste Treffen. Mitkommen aber dalli. " Er drückt mir seine Waffe in die Rippen und schiebt mich vor sich her. " Wo ist Ian? " will ich wissen. " Das wirst du noch früh genug sehen. Jetzt gehen wir erst mal zu deinem Wagen. " raunzt er mich an und schubst mich grob vorwärts. Ich wende mich dorthin, wo ich herkam. Stumm laufen wir beide durch die Nacht. > Ich hab so Angst um Ian. Hoffentlich fahren wir jetzt zu dem Kleinen und dass es ihm gut geht. < Dann sind wir bei meinem Auto. " Los die Schlüssel her. Und keine falschen Mätzchen. " Langsam greife ich in meine Jackentasche und hole die Autoschlüssel heraus. Er reißt sie mir aus der Hand und öffnet den Kofferraum. " Da reinsteigen. " Ich schau ihn überrascht an und will mich dagegen wehren, doch der Typ ist mir kräftemäßig überlegen. Ohne Vorwarnung rammt er mir seine Faust in den Magen. Ich krümme mich vor Schmerzen. Der Cop nutzt den Moment und schubst mich in den Kofferraum rein. Ehe ich reagieren kann schließt er schon den Deckel. Für einen Moment bekomme ich Panik, denn ich kann nicht richtig durchatmen. Ich höre, wie der Polizist einsteigt und den Motor startet. Zum Glück fahre wir nicht sehr lange und ich beruhige mich langsam wieder. Der Motor geht aus und wenige Augenblicke später öffnet sich der Kofferraum. Ich kletter so schnell ich kann da raus. Er packt mich grob an der Jacke und zerrt mich zu einem kleinen Haus rüber. Von außen sind sieht man, dass wohl alle Fenster mit Brettern zugenagelt sind. Ich bin mir nicht sicher, ob die Polizei dieses Gebäude überhaupt durchsuchen wird. > Jeder, der hier vorbei kommt, wird denken, dass es komplett unbewohnt ist. < Der Blonde schließt die Tür auf und schiebt mich ins Haus rein. Sobald wir drin sind schließt er schnell wieder ab. Ich sehe aus dem Augenwinkel, dass er den Schlüssel in seiner rechten Hosentasche verschwinden lässt. " Da lang, " schubst er mich weiter durch eine Tür und schaltet dort das Licht ein. Für einen Moment schließe ich die Augen vor dem grellen Licht. Als ich sie wieder öffne fällt mein Blick auf ein Sofa. Für einen Moment bin ich einfach starr vor Schreck. " Ian, " flüster ich leise. Dann stürme ich, ohne auf die Pistole Rücksicht zu nehmen, auf den Jungen zu. Der Kleine liegt da und rührt sich nicht. Ein Bein und ein Arm stehen in einem unnatürlichen Winkel zum Körper, um seinen Kopf ist ein Verband angelegt worden. Sein Gesicht ist kreideweiß, die Nase blau geschwollen. Ich knie mich neben ihn und taste vorsichtig nach seinem Puls. Ich finde ihn, doch er ist sehr schwach und unregelmäßig. " Was haben Sie mit ihm gemacht? " drehe ich mich wütend zu dem Polizisten um. Der nuschelt leise was vor sich hin, also frage ich nochmal nach. " Was ist hier passiert!? " Ich stehe wieder auf und gehe einen Schritt auf ihn zu. " Er ist die Treppe runtergefallen, " kommt es nun etwas lauter von ihm. Ich gehe weiter auf den Cop zu. Der weicht unsicher zurück. Mit dieser Reaktion hat er wohl nicht gerechnet. Doch dann richtet er die Waffe wieder auf mich. " Pfoten von mir, sonst seid ihr gleich beide tot. " knurrt er mich an. Sofort bleibe ich stehen, denn mir ist klar, dass er es ernst meint. " Kümmer dich mal lieber um den Jungen. " Ich dreh mich wieder zu Ian um und knie mich neben ihn. Ich atme tief durch, um mich zu beruhigen und ganz auf meine Rolle als Arzt zu konzentrieren. Dann schaue ich mir den Kleinen systematisch von Kopf bis Fuß an. An seinem Hinterkopf finde ich eine Platzwunde. > Also darum der Verband. Dann scheint ihm ja was an dem Jungen zu liegen, wenn er sich bemüht ihn zu verbinden. < Ich schaue ihm in die Augen um die Pupillen zu überprüfen. Zum Glück scheinen beide Seiten gleich zu reagieren. > Also schon mal keine Hirnblutung, < denke ich erleichtert. Vorsichtig greife ich nach dem linken Arm und versuche die Knochen wieder zueinander zu richten. Dabei stöhnt Ian leise auf, bleibt aber bewusstlos. " Ich brauche lange gerade Platten und Binden um die Brüche zu schienen " informiere ich den Blonden über meine Schulter hinweg. " Ist gut, mach bloß keine falsche Bewegung. " Ich schüttel nur den Kopf und untersuche Ian weiter. Meine Hände gleiten über seinen Bauch. Erschreckt halte ich inne. Sofort schiebe ich das Shirt bis hoch zur Brust und taste nochmals über den Bauch. " Scheiße, scheiße, scheiße! " kommt es mir zischend über die Lippen. Sofort bleibt der Mann stehen und schaut fragend zu uns rüber. " Was ist? " Ich drehe mich zu ihm um und zeige auf Ians Körper. " Sehen Sie diese ganzen Hämatome? " Er nickt zögernd. " Sein Bauch ist ganz hart. Das und diese ganzen Flecken sind Hinweise, dass er innere Verletzungen hat. Wenn er nicht schnellstens in ein Krankenhaus kommt, stirbt er daran. " Ich kann sehen, wie dem Blonden alle Farbe aus dem Gesicht weicht. Er verzieht entsetzt das Gesicht und schließt für einen Moment die Augen. " Das wollte ich nicht, " kommt es dann leise von ihm. " Für Reue ist es ja wohl etwas zu spät! " schleuder ich ihm zornig entgegen . " Und nun besorgen Sie mir endlich was zum schienen. " Ich richte meine volle Aufmerksamkeit wieder meinem Kleinen zu. Da ich hier keine Hilfsmittel habe, um die inneren Blutungen zu stoppen, konzentriere ich mich darauf, nun auch sein Bein wieder gerade zu richten, denn ich will auf jeden Fall verhindern, dass er evtl noch dieses verliert. Verschobene Brüche können Nerven und Blutgefäße abklemmen, die dann zu einer Unterversorgung der Extremität führen können. Wird Gewebe nicht richtig durchblutet, stirbt es ab. Unter Aufbringung meiner ganzen Kraft kann ich zum Glück auch hier die Knochenenden wieder richtig zueinaner schieben. Doch selbst durch diese schmerzhafte Prozdur wird Ian nicht wieder wach. Das zeigt mir, wie ernst sein Zustand bereits ist. Der Cop kommt mit zwei schmalen Brettern und mehreren Wickeln ins Wohnzimmer zurück. Vorsichtig schiebe ich das lange Brett unter sein Bein. Dann bitte ich den Polizisten, Bein und Brett zusammen anzuheben. Mit geübten Griffen umwickel ich beides fest mit den Binden. Genauso verfahren wir mit seinem Arm. Anschließend streiche ich Ian zärtlich über die Haare. Ein wütendes Schnauben lässt mich innehalten. Ich blicke rüber zum Cop. Dieser schaut mich wütend an. " Das ist mein Sohn! " knurrt er mich an. Sofort nehme ich meine Hand von Ian. Es entsteht eine ungemütliche Stille zwischen uns beiden. Erst jetzt vernehme ich ein Klopfen und Rufen aus einem der umliegenden Räume. Ich schaue überrascht um mich.
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Du! Mein Retter! Mein Schicksal!
RomanceIch sitze unserem Familienanwalt gegenüber und schaue nur fassungslos auf die Papiere vor mir. > Das kann doch alles nicht möglich sein?< Mein Blick schwingt zwischen dem Anwalt und dem Blatt vor mir hin und her. Besorgt schaut er mich an. Ic...
